19.07.12 Erneuerbare Energie

Weitere Einschnitte bei den griechischen Solarstromtarifen

In Griechenland gibt es weitere Einschnitte bei der Solarstromvergütung.  Erst im Februar dieses Jahres hatte die Regierung in Athen den Einspeisetarif für Solarstrom aus neu ans Netz kommende Solaranlagen um 12,5 Prozent gesenkt (wir Opens external link in new windowberichteten). Damals war festgelegt worden, dass die Vergütung alle sechs Monate um weitere sieben Prozent sinkt. Bis zum August 2014 sollte der Einspeisevergütungstarif so auf 0,229 Kilowattstunden fallen.

Nun hat die neue griechische Regierung beschlossen, die halbjährlichen Degressionsschritte fünf Jahre länger durchzuführen. Die Höhe der Tarifreduktion soll dabei an die jeweils aktuellen Anlagenpreise angepasst werden, steht also nicht von vornherein fest. Athen begründet diese Maßnahme mit den allgemeinen Sparmaßnahmen, die Bürger und Wirtschaft des hoch verschuldeten Landes belasten. Das Ausbauziel, bis 2014 in Griechenland eine kumulierte Solarstromkapazität von 1.500 Megawatt zu erreichen, sei nicht gefährdet. Bereits abgeschlossene Verträge zu fixen Einspeisetarifen würden dazu erforderlichen Ausbau gewährleisten.

Allerdings dürfte der weitere Ausbau der Photovoltaik in dem sonnenverwöhnten und stark von teuren Energieimporten abhängigen Landes durch die weiteren Einschnitte bei der Solarstromvergütung gebremste werden. Es verfügte Ende 2011 erst über eine installierte Photovoltaik-Kapazität von knapp 600 Megawatt. Zum Vergleich: in Italien ist allein im vergangenen Jahr mehr als das Zehnfache an Sonnenstromleistung neu ans Netz gebracht worden.
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