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Weitere Negativnachrichten vom Windkraftzulieferer Zoltek - hohe Schadensersatzzahlungen

Der US-amerikanische Windkraftzulieferer Zoltek Companies hat an die Gurit Holding AG aus der Schweiz Schadensersatzzahlungen in Höhe von 23,5 Millionen Dollar geleistet. Das geht aus einer Unternehmensmeldung von Gurit hervor. Demnach hatte die mittlerweile als Gurit (UK) firmierende  Gurit-Tochtergesellschaft Structural Polymer Group Ltd. einen Auszahlungsantrag eingereicht, um die gesamte Schadenersatzforderung direkt aus dem Sperrkonto auszulösen, das Zoltek einrichten musste, um gegen den Entscheid eines Gerichts im November 2006 Berufung einzulegen. Der Windkraftzulieferer war vor kurzem mit seiner Berufung gescheitert. Gurit hatte mit Erfolg geklagt, dass Zoltek einen 10-Jahresvertrag zwischen Structural Polymer Group und Zoltek zur Lieferung von so genannten Large-Count-Karbonfasern „wiederholt und schwerwiegend“ nicht erfüllt habe.

Das Unternehmen aus St. Louis liefert Karbonfibern unter anderem für Windkraftrotoren. Es  hatte in der vergangenen Woche einen Gewinneinbruch im 1. Quartal gemeldet, das am 31. Dezember geendet hatte. Der Nettogewinn verringerte sich im Vergleich zum Vorjahresraum von 2,6 Millionen auf 0,5 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie schrumpfte von acht auf zwei Dollarcents. Der Umsatz verringerte sich um 3,6 Prozent auf 38,6 Millionen Dollar. Laut Zsolt Rumy, Chairman and CEO von Zoltek, litt sein Unternehmen unter den Auswirkungen der Finanzkrise auf den Windkraftsektor. So habe ein Windkraftanlagenhersteller seine Produktion im Dezember vorübergehend aussetzen müssen, um Überkapazitäten abzubauen. Die Nachfrage für Windräder sei durch die Finanzkrise weniger stark gewachsen als angenommen. Zoltek habe durch einen Anstieg der Lagerbestände höhere Kosten verbuchen müssen.

Rumy ist aber weiter zuversichtlich, dass sein Unternehmen in 2009 wachsen wird. Vor allem die Aussichten im Windkraftgeschäft seien weiter sehr gut. Die Windkraftkapazitäten würden in 2009 weltweit voraussichtlich um über 20 Prozent ausgebaut und Zoltek werde davon profitieren. Die Gesellschaft zähle mit Vestas zum Beispiel den Weltmarktführer unter den Windturbinenbauern zu ihren Kunden.


Die Zoltek-Aktie war nach der Vorlage der Quartalszahlen in Frankfurt deutlich unter Druck geraten. Mit 5,18 Euro notierte sie dort am Vormittag rund 70 Prozent unter dem Vorjahreskurs.


Zoltek Companies Inc.: ISIN US98975W1045 / WKN 900580



Bildhinweis: Zoltek beliefert die Rotorenproduktion von Vestas. / Quelle: Unternehmen
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