Aufbau einer Biogasanlage: Geschlossene Biogas-Beteiligungen sind durch Einschnitte im EEG unattraktiv geworden. / Quelle: Fotolia

  Anleihen / AIF

Weiterer Einbruch bei geschlossenen Neue Energiefonds

Die Branche der geschlossenen Fonds wird über das gesamte Jahr hinweg unter den neuen Regeln für dieses Anlagesegment leiden. Davon geht die Scope Analysis GmbH aus Berlin aus, die unter anderem solche Anlageprodukte analysiert. Seit dem 22. Juli gilt das neue Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Diese hat die Spielregeln für geschlossene Fonds verändert (wir berichteten darüber). Laut Scope hemmt vor allem die Anpassung daran die Auflage neuer Direktbeteiligungsangebote. Voraussichtlich würde die in Deutschland aufgelegten geschlossenen Fonds in 2013 etwa 30 bis 40 Prozent wenige Eigenkapital einsammeln als im Vorjahr.

Bei den geschlossenen Energiefonds kommt erschwerend hinzu, dass die Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) offen ist. Darin werden die festen Einspeisetarife festgeschrieben, die etwa Betreiber von Windparks oder von Photovoltaikstrom erhalten, wenn sie Grünstrom ins Netz einspeisen. Im Bereich neuer Solarstromanlagen sind die EEG-Tarife für Neuanlagen stark gesenkt worden, auch die Produktion von Biostrom lohnt sich bei neuen Anlagen immer weniger. Doch im Bundestagswahlkampf wurde auch die Abschaffung des EEG insgesamt diskutiert. Die ist mit dem Ausscheiden der FDP aus der Bundesregierung und aus dem Bundestag zwar vom Tisch. Aber weil weiter offen ist, wer künftig in Berlin die Energiewende nach welchen Maßgaben gestalten wird, gibt es auch wenig Planungssicherheit für geschlossenen Neue Energiefonds.

Scope hat ermittelt, dass in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres das Emissionsvolumen geschlossenen Neue Energiefonds über 75 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraumes lag. Auch in diesem Segment erwartet Scope bis zum Jahresende 2013 einen nochmaligen Rückgang des Zeichnungsvolumens und der Zahl neu angebotener Fonds.
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