Biogasanlage der Grüne Werte Energie GmbH: Investoren haben bei dem Unternehmen solche Anlagen über Nachrangdarlehen finanziert. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF, Wachhund

Weiteres Verfahren gegen Grüne Werte in München

Seit Monaten warten einige Anleger der Grüne Werte Energie GmbH auf Ausschüttungen und Rückzahlungen von Nachrangdarlehen.

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Im Prozess vor dem Amtsgericht München verlangt der Anleger nach eigenen Angaben, dass die Grüne Werte Energie GmbH fünf ausstehende Zinszahlungen seit Dezember 2016 bezahlt. "Meine Anleihe war zum 31.12.2017 zur Rückzahlung fällig", so der Betroffene. Er sei aber in einem Schreiben "vertröstet" worden.

Außerdem wird vor dem Landgericht München aktuell ein weiterer Prozess gegen die Grüne Werte Wertzins 2 GmbH verhandelt (wir berichteten). Die nächste öffentliche Sitzung findet am 5. März 2018 statt. Der Termin wurde mehrfach von der Beklagtenseite - also der Grüne Werte Wertzins 2 GmbH - verschoben, teilte der Kläger, ebenfalls ein Anleger, mit.

Grüne Werte Wertzins 2 GmbH muss Anlagebetrag zurückzahlen

In einem anderen Prozess hat es bereits ein - noch nicht rechtskräftiges - Urteil gegeben. Wie die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin meldet, habe das Landgericht München I die Grüne Werte Wertzins 2 GmbH zur Rückzahlung des Anlagebetrages verurteilt.

Der Kläger, ein Anleger, habe im November 2014 die Geldanlage "Wertzins Plus 1" bei der Grüne Werte Wertzins 2 GmbH gezeichnet. Zwischen den Parteien sei eine Rückzahlung von 110 Prozent des Anlagebetrages zum 31. Dezember 2016 vereinbart worden, hieß es.

Nachdem die Rückzahlung jedoch nicht erfolgte, ging es vor Gericht. Das Landgericht München I verurteilte im Januar die Grüne Werte Wertzins 2 GmbH zur Zahlung des Anlagebetrages nebst Zinsen.

Aktuell läuft ein Prozess gegen die Gesellschaft aus Ismaning vor einem Münchner Gericht, unter dem Aktenzeichen 233 C 22411/17. Das teilte der Kläger, ein betroffener Anleger, schriftlich gegenüber ECOreporter.de mit. Das Amtsgericht München bestätigte dies und teilte mit, der Streitwert liege unter 5.000 Euro.

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