Der dritte Teil des IPCC-Reports soll darlegen, wie der Ausstoß von Klimagasen wirksam verringert werden kann. / Quelle: Fotolia

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Weltklimarat berät in Berlin über Klimaschutzmaßnahmen

Ab heute berät der Weltklimarat, das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), in Berlin über Möglichkeiten, den Klimawandel zu bekämpfen. Sein Bericht darüber soll am kommenden Sonntag, den 13. April, veröffentlicht werden. Hierbei handelt es sich um den dritten von vier Teilen des aktuellen „Sachstandsberichtes“ des IPCC. In solchen Reports fasst der Weltklimarat alle sechs bis sieben Jahre den wissenschaftlichen Erkenntnisstand der Klimaforschung zusammen.

Der erste Teil war im Herbst 2013 in Stockholm vorgelegt worden und hatte den aktuellen Stand der Erforschung des Klimawandels dargestellt. Demnach ist der Ausstoß von Treibhausgasen noch höher als angenommen. Damit schmelzen die Eisflächen der Erde weiter, steigt der Meeresspiegel weiter und die Ozeane versauern (mehr dazu erfahren Sie  hier). Der zweite Teil erschien Ende März im japanischen Yokohama und erläuterte, welche tiefgreifenden Folgen der fortschreitende Klimawandel für die Menschen und die Natur hat. Er warnte insbesondere vor drohenden Ernährungskrisen (auch darüber haben wir  berichtet). Der abschließende vierte Teil, der so genannte Synthesebericht, soll die wesentlichen Ergebnisse und Zusammenhänge der drei vorherigen Teilberichte darstellen. Dessen Veröffentlichung ist für Ende Oktober dieses Jahres geplant.

Hunderte von Forscher beteiligten sich an diesen Berichten. In den letzten Tagen vor der Veröffentlichung muss jetzt in Berlin der Wortlaut der Zusammenfassung des dritten Teilberichtes mit den wesentlichen Kernaussagen mit Regierungsvertretern aus aller Welt abgestimmt worden. Damit erkennen dann auch alle 195 Mitgliedsländer des IPCC an, was der Report feststellt.

„Der aktuelle Bericht kommt genau zur richtigen Zeit, um das wissenschaftliche Fundament für die anstehenden Entscheidungen zu liefern. Denn international stehen wir vor wichtigen Weichenstellungen“, stellte dazu jetzt Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth fest. Er verwies darauf, dass die Weltgemeinschaft Ende 2015 auf der UN-Klimakonferenz in Paris ein umfassendes und ambitioniertes Klimaabkommen beschließen muss in dem alle Staaten Minderungsverpflichtungen ab dem Jahr 2020 übernehmen. „Nur wenn wir deutliche Reduzierungen unserer Emissionen beschließen und umsetzen, werden wir weiterhin eine Chance haben, die Erderwärmung in einigermaßen beherrschbaren Grenzen zu halten. Ein Nachlassen im Klimaschutz können wir uns nicht leisten“, so Flasbarth.
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