In Frankreich wird die Einspeisevergütung für Solarstrom weiter gekürzt. Im Bild: der Regierungsitz in Paris. / Quelle: Fotolia

06.02.14 Erneuerbare Energie

Weniger neue Solaranlagen in Frankreich - Vergütung sinkt

Frankreich verabschiedet sich schrittweise von der festen, staatlich garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom. Die französische Energieregulierungsbehörde hat neue Tarife veröffentlicht, die ab März 2014 gelten sollen und einen weiteren Schritt in eben diese Richtung markieren. Die  Tarife für Dachanlagen liegen ab März 2014 je nach Größe zwischen 14 und 15 Euro-Cent je Kilowattstunde. Bisher lag der Tarif für kleinste Dachanlagen bis neun kW Leistungskapazität bei 29,10 Euro-Cent je Kilowattstunde. Dieser sank auf 29,0 Cent je KWh. Dieser künftig höchste Tarif im neuen Vergütungssystem gilt künftig auch noch für gebäudeintegrierte Solaranlagen. Der Strom aus Freiflächensolaranlagen wird künftig noch mit 7 Cent je Kilowattsunde vergütet. Zuvor waren es hier 7,55 Cent gewesen.  

Stand Ende 2013 verfügte Frankreich über Solaranlagen zusammengenommen mit 4.300 Megawatt (MW) oder 4,3 Gigawatt Leistungskapazität. Das Jahr 2013 trug dazu Neuinstallationen mit insgesamt 743 MW bei. Seit 2011, als in Frankreich 1,690 MW Sonnenstromkapazität neu ans Stromnetz kamen, wurden es Jahr um Jahr weniger. In 2013 produzierten alle Photovoltaikanlagen zusammen 15 Prozent mehr als noch im Vorjahr und deckten so knapp ein Prozent des französischen Strombedarfs. Im europäischen Vergleich liegt Frankreich ungefähr auf dem Niveau der Schweiz und Dänemarks, aber weit hinter Spanien, Italien und Deutschland. In der Bundesrepublik sind 2013 Photovoltasikanlagen mit 3.300 MW neu in Betrieb gegangen (wir  berichteten). Damit ist die gesamte Sonnenstromleistung Deutschlands auf 35.692 MW gestiegen. Damit wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 4,5 Prozent des Strombedarfs gedeckt.
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