In den Jahren zuvor hatten Anbieter über Direktbeteiligungsangebot viel Kapital für Solarprojekte wie dieses in Strasskirchen eingesammelt. / Quelle: Nordcapital

  Anleihen / AIF

Weniger Sachwertinvestments in Erneuerbare Energie

Der Markt für Direktbeteiligungen in Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien schrumpft weiter. Das zeigt die aktuelle Jahresbilanz des bsi Bundesverbandes Sachwerte und Investmentvermögen e.V. Demnach verwalteten die Mitglieder des bsi zum Stichtag 31.12.2014 Sachwerte in einem Volumen von rund 160 Milliarden Euro. Davon kamen in 2014 rund 10,3 Milliarden Euro neu hinzu.

Mit einem Anteil von 4,7 Prozent (7,5 Milliarden Euro) am Gesamtvolumen von rund 160 Milliarden Euro spielen Direktinvestments in Erneuerbare Energie laut dieser Bilanz nur noch eine Nebenrolle. Der Löwenanteil entfiel mit über 55 Prozent auf den Immobilien-Sektor, vor Schiffsbeteiligungen mit rund 28 Prozent.

Zum 22. Juli 2013 war in Deutschland mit dem neuen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) eine umfassende Neuregulierung des Marktes für Direktbeteiligungen eingeführt worden. Es hatte die Vorgaben für soclhe Beteiligungsangebote deutlich verschärft. In Verbindung mit tiefen Einschnitten beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hatte dies zur Folge, dass nur noch wenige Beteiligungsangebote für Investments in Erneuerbare Energie auf den Markt kamen.

Der bsi hat seine Mitglieder zu den Erwartungen für die Entwicklung des Marktes in 2015 befragt. Wie er mitteilt, erwarten 68 Prozent seiner Mitglieder, dass die Zahl der Anbieter von Sachwertinvestmentvermögen aufgrund der hohen KAGB-Markteintrittsbarrieren und mit der Regulierung verbundenen Kosten weiter sinken wird.
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