Wie objektiv sind ESG-Bewertungssysteme? / Foto: Pixabay

04.07.19 Nachhaltige Aktien , Meldungen , Fonds / ETF

Werden kleinere Unternehmen bei ESG-Bewertungen benachteiligt?

Erhalten kleine und mittlere Unternehmen tendenziell schlechtere ESG-Bewertungen von den Ratingagenturen? Das vermutet Simone Schärer, Senior Analyst im Nachhaltigkeits-Research der Schweizer Fondsgesellschaft Swisscanto.

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Im aktuellen Nachhaltigkeits-Newsletter von Swisscanto schreibt Schärer: "Wirklich nachhaltige Unternehmen – diejenigen, die mit ihren Produkten eine zukunftsfähige Entwicklung ermöglichen oder Leben retten – werden von den großen ESG-Ratingagenturen oft aussortiert zugunsten von multinationalen Unternehmen, deren große Investor-Relations-Teams vor allem darin geübt sind, die richtigen Antwortfelder anzukreuzen. (…) Große Unternehmen sind dem bürokratischen Aufwand, den es braucht, um regelmäßige ESG-Informationen zu publizieren oder all die Fragebögen und Formulare auszufüllen, gewachsen. Für Firmen mit kleinerer Marktkapitalisierung gilt das nicht unbedingt, und fehlende Daten oder nicht angekreuzte Kästchen in Fragebögen führen zu einer tieferen ESG-Bewertung.“

Schärer zufolge hatten kleine Unternehmen im April 2019 bei der Ratingagentur MSCI einen durchschnittlichen ESG-Score von 4. Großkonzerne kamen im Schnitt auf einen ESG-Score von ungefähr 5,5.

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