10.07.09 Erneuerbare Energie

Wettrennen der Energieriesen beim Ausbau der Grünstromproduktion - wie sich die Strategien von RWE und E.on unterscheiden

Im Bereich der regenerativen Energieerzeugung konzentrierte sich der Essener Energiekonzern RWE AG bislang vor allem auf die Bereiche Windkraft und Biomasse. Hier investiert er nach eigenen Angaben pro Jahr rund 1 Milliarden Euro. An Solarparks hat das Unternehmen jedoch weiter kein Interesse. Das erklärte Fritz Vahrenholt, vormals Vorstandsvorsitzender des Windturbinenbauers REpower und nun Chef der RWE-Grünstromsparte Innogy, gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD). „Was uns an der Photvoltaik interessiert, ist die nächste Generation. Die Siliziumtechnologie ist es nicht", so Vahrenholt, der dagegen ankündigte, in die Stromerzeugung mit solarthermischen Kraftwerken einzusteigen. Diese seien wirtschaftlicher als Fotovoltaik und zudem speicherfähig, betonte Vahrenholt.


Laut Schätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) erwartet, dass bis 2020 weltweit 400 Sonnenkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 20.000 Megawatt gebaut werden könnten. Per Opens external link in new windowMausklick gelangen Sie zu einem ECOreporter.de-Bericht vom 3. Juli über das Potential dieser Technologie. RWE gehört zu einer Gruppe von deutschen Konzernen, die in der kommenden Woche ein Konsortium zur Errichtung riesiger Solarkraftwerke in den Wüsten Nordafrikas gründen wollen. Das Projekt mit dem Namen "Desertec" soll rund 400 Milliarden Euro kosten und in zehn bis fünfzehn Jahren wettbewerbsfähig sein (wir Opens external link in new windowberichteten).

Auch die Konkurrentin E.on AG ist an dem Projekt Desertec interessiert. Auch sie setzt im Bereich der Erneuerbaren Energien vor allem auf Windenergie. In Südeuropa investiert der Energiekonzern aber auch in Solarparks. So hat er erst vor kurzem eien Photovoltaikprojekt in Frankreich erworben (wir Opens external link in new windowberichteten). Zudem investiert er umfassender in den Grünstromsektor. Nach eigenen Angaben stellte seit der Gründung der Erneuerbare-Energien-Sparte vor zwei Jahren vier Milliarden Euro dafür bereit, in den kommenden drei Jahren will er weitere vier Milliarden Euro investieren.

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