06.11.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wie will Asian Bamboo weiter wachsen? - starke Neunmonatszahlen bestätigt, große Zuversicht für 2010



Asian Bamboo hat wie im Oktober vorab gemeldet in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz um 29 Prozent auf 40,7 Millionen Euro gesteigert. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich um 34 Prozent auf 19,4 Millionen Euro und die bereinigte Nettoergebnis-Marge lag bei 47,7 Prozent (Vorjahr: 46,1 Prozent).

Noch besser hätten die Zahlen ausgesehen, wenn der Kurs der Aktie nicht so stark geklettert wäre, wie Finanzvorstand Peter Sjovall erklärte. Der Kursanstieg löste seinen Angaben zufolge so genannte Share Appreciation Rights aus ('SARs'), also Optionen, die einigen Führungskräften eingeräumt wurden. Dafür seien nicht realisierte Kosten in Höhe von 1,5 Millionen Euro verbucht worden. Im 3. Quartal kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf knapp 15 Millionen Euro. Das bereinigte Nettoergebnis stieg um vier Prozent auf 6,5 Millionen Euro und das Ergebnis je Aktie um fünf Prozent auf 52 Eurocents.

Die liquiden Mittel des Unternehmens mit Hauptsitz in Hamburg und mit Plantagen in China haben sich zum Stichtag 30. September deutlich reduziert. Sie schrumpften im Vergleich zum Vorjahr um 66 Prozent auf 8,7 Millionen Euro.  Dies steht laut Chief Executive Officer (CEO) Lin Zuojun in Zusammenhang mit der Umstrukturierung der Pachtverträge. Man habe sämtliche Verträge umgestellt von jährlichen Pachtzahlungen auf Einmalzahlungen für die gesamte Pachtdauer.

Das sei durch die Verstärkung der Kapitalbasis von Asian Bamboo ermöglicht worden, erläuterte Zuojun, der das Unternehmen nicht nur leitet, sondern auch gegründet hat und dessen größter Aktionär ist. Er verwies auf die in den letzten Monaten gemeldete Kapitalerhöhung und die Darlehensvereinbarung mit der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH der KfW Bankengruppe. Diese ist einer der größten europäischen Entwicklungsfinanzierer für Projekte, die entwicklungspolitisch sinnvoll und umwelt- und sozialverträglich sind (wir Opens external link in new windowberichteten).

Laut dem CEO wurden 25,1 Millionen Euro für die Umstrukturierung der Pachtverträge aufgewandt. Für weitere 5,1 Millionen Euro habe Asian Bamboo eine zusätzliche Plantage in Sanming gepachtet, so das die Investitionen insgesamt 30,2 Millionen Euro betrugen. „Damit haben wir eine neue Wachstumsphase eingeleitet, um Ende 2010 eine erntereife Plantagen-Gesamtfläche von 40.629 Hektar (ha) bewirtschaften zu können“, erklärte Zuojun. Dies entspreche einem 83-prozentigen Anstieg der gegenwärtig reifen Anbauflächen über 22.229 ha. Die finalen Pachtverträge sollen in der zweiten Jahreshälfte abgeschlossen werden. „Es ist unser Ziel, auf lange Sicht eine Plantagen-Gesamtfläche von 70.000 ha zu bewirtschaften“, so der Chef von Asian Bamboo.

Mit dem Ausbau der Anbaufläche kann das Unternehmen laut Finanzvorstand Peter Sjovall seine Einnahmen deutlich verbessern. „Wir rechnen für das 4. Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit steigenden Umsätzen und Erlösen. Daher erwarten wir, unsere Jahresprognose von über 55 Millionen Euro Umsatz und einer bereinigte Nettoergebnis-Marge von mindestens 45 Prozent erfüllen zu können“, so Sjovall. Er kündigte an, dass Vorstand und Aufsichtsrat, den Aktionären auf der nächsten Hauptversammlung eine Dividende von 0,30 Euro  für das laufende Geschäftsjahr vorzuschlagen werden. Das entspreche einem Anstieg der Ausschüttung für 2008 um 50 Prozent. CEO Zuojun prognostizierte, dass der Umsatz und das bereinigte Nettoergebnis auch in 2010 und in 2011 "kräftig ansteigen" werden.

Die Aktie der Bambusspezialistin verteuerte sich heute bis zum Mittag in Frankfurt um 4,5 Prozent auf 21,9 Euro. Auf Jahressicht hat sie 170 Prozent zugelegt. ECOreporter.de hatte die Aktie unter anderem Opens external link in new windowMitte August zum Kauf empfohlen, als sie mit 13,10 Euro gehandelt wurde. Wer nach unserem Opens external link in new windowAktientipp vom 24. März zugriff, musste nur rund sechs Euro für das Wertpapier aufwenden.

Asian Bamboo AG: ISIN DE000A0M6M79 / WKN A0M6M7
Bildhinweis: Das Unternehmen wirtschaftet mit Bambushainen in China; CEO Lin Zuojun. / Quelle: Asian Bamboo AG
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