In Indien wird die Vergütung für Wind- und Solarstrom zunehmend über Ausschreibungen ermittelt - ähnlich wie in Deutschland, wo dies seit Anfang 2017 passiert. Das bremst das Wachstum - und die Anlagenhersteller leiden darunter. Im Bild ein Windpark mit Windrädern von Siemens Gamesa. / Foto: Unternehmen

29.11.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wieder neuer Schwung für Siemens Gamesa in Indien?

Siemens Gamesa ist Marktführer im indischen Windmarkt. Zuletzt hatte ein Einbruch in diesem wichtigen Markt den deutsch-spanischen Windradbauer stark belastet. Nun erhielt das Unternehmen einen neuen Großauftrag aus Indien - ein Signal für neues Wachstum?

Ist der indische Windmarkt aus dem Dornröschenschlaf erwacht? So weit wollte Siemens Gamesa dann doch nicht gehen. Das Unternehmen wertete den Auftrag mit einer Gesamtleistung von 200 Megawatt aber immerhin als "positive Entwicklung". 100 Schwachwindanlagen soll der Hersteller nach Tamil Nadu in Südindien liefern und den Windpark schlüsselfertig errichten - Auftraggeber ist Orange Renewable, ein Projektentwickler aus Neu Delhi. Die Inbetriebnahme ist für 2019 vorgesehen.

Siemens Gamesa ist seit 2009 am indischen Markt vertreten.  Im Sommer 2017 musste der Windradhersteller eine Gewinnwarnung verkünden, weil in Indien eine Absatzschwäche herrscht. Der Unternehmensvorstand rechnet damit, dass sich dieser Markt "voraussichtlich im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 wieder stabilisieren" wird.

Auf Jahressicht hat sich der Aktienkurs von Siemens Gamesa mehr als halbiert. Jedoch geht es seit Dienstag im Tradegate-Handel wieder etwas aufwärts. Heute stieg die Aktie um über 3 Prozent gegenüber dem Vortag, sie kostete 10,3 Euro um 12:25 Uhr (Stand: 29.11.).

Siemens Gamesa Renewable Energy SA: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x