Bauarbeiten an einem britischen Energiekontor-Windpark: Das Unternehmen aus Bremen hat eine solide Quartalsbilanz veröffentlicht. / Foto: Energiekontor AG

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Wind-Aktie Energiekontor klettert weiter

Die Energiekontor AG meldet eine solide Geschäftsentwicklung im ersten Quartal und hat die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. Die Wind-Aktie gehört seit sechs Monaten zu den  ECOreporter-Favoriten-Aktien (Link entfernt). Seither hat sie 29 Prozent an Wert gewonnen.

Das Unternehmen aus Bremen plant, baut und betreibt seit den frühen 1990er Jahren Windparks in Deutschland und im Ausland. In diesem Jahr will die Energiekontor AG viele weitere Projekte umsetzen. Nach ihren Angaben befinden sich nun rund 47 Megawatt (MW) im Bau und damit mehr als die Hälfte der Windparks, für die ihr in Deutschland Genehmigungen vorliegen.

Bei weiteren Windprojekten mit einer Gesamtkapazität von rund 50 MW soll mit dem Bau noch bis zur Jahresmitte begonnen werden. Energiekontor betreibt gegenwärtig 31 Windparks mit einer Nennleistung von rund 238 MW im eigenen Bestand. Die meisten Projekte werden an Investoren verkauft.

Zuschlag bei Solarauktion erhalten

Energiekontor plant die Inbetriebnahme der in 2017 gestarteten Projekte bis zum Ende des Jahres. Für zwei der Windparks hat sie nach eigenen Angaben bereits Kaufverträge mit Investoren abgeschlossen. Zudem sei die noch in 2016 veräußerte Windkraftanlage Klein Woltersdorf (2,4 MW) zum Ende des ersten Quartals 2017 in Betrieb genommen und an den Käufer übergeben worden.

Darüber hinaus setzt Energiekontor auch Solarkraftwerke um, doch in deutlich geringerem Umfang. Wie das Unternehmen mitteilt, werde das Photovoltaik-Projekt Garzau-Garzin (10 MW) in 2017 umgesetzt. Hierfür hatten die Bremer als einer von wenigen erfolgreichen Bietern bei einer deutschen Solarauktion in 2016 den Zuschlag erhalten, zuletzt im Februar bei der ersten und bislang einzigen Solarauktion in 2017.

Stabile Jahresprognose bestätigt

Der Energiekontor-Vorstand bekräftigte am heutigen 15. Mai die Prognose für das Gesamtjahr. Er stellte ein Jahresergebnis auf Niveau des Vorjahres in Aussicht. Dieses könne das Unternehmen wieder erreichen, wenn alle Projekte im Bau wie geplant im Jahresverlauf ans Netz gehen und an Investoren veräußert werden. Gelinge der Verkauf einzelner Projekte hingegen nicht, würden sie in den Eigenbestand übernommen, hieß es. Damit seien für 2017 dann aber geringere Einnahmen als durch den Verkauf verbunden.

Eine weitere Unsicherheit der Jahresprognose besteht in Bezug auf die Windernte. 2016 war ein vergleichsweise schwaches Windjahr. Auch das laufende Windjahr blieb laut Energiekontor bislang "insgesamt bisher leicht hinter den Erwartungen zurück". Das Unternehmen betont jedoch, dass die Herbst- und Wintermonate am windstärksten sind und daher ausschlaggebend für die Windstromproduktion im Gesamtjahr.

2016 hatte Energiekontor ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 53,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Das war eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 8 Prozent. Der Jahresumsatz war um 5 Prozent auf 201,8 Millionen Euro gestiegen. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine unveränderte Jahresdividende von 0,80 Euro je Aktie vor.

Fazit

Wir führen die Energiekontor AG bei den ECOreporter-Favoriten-Aktien weiterhin in der  Liste der auf lange Sicht aussichtsreichen grünen Spezialwerte (Link entfernt) (lesen Sie dazu unsere  Analyse vom Dezember 2016 (Link entfernt)). Falls Energiekontor die anvisierte Jahresprognose nicht erreicht drohen zwar Kursverluste. Langfristig ausgerichtete Anleger können diese jedoch aussitzen.

Das Geschäft mit Wind- und Solarparks ist zwar schwankungsanfällig. Energiekontor hat aber in den letzten Jahren insgesamt ein gutes Wachstum erreicht. Über vorübergehende Kursschwächen kann die jährliche Dividende hinwegtrösten.


Energiekontor AG: ISIN DE0005313506 / WKN 531350
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