Im Kerngeschäft liefert American Superconductor Steuerungstechnologie für Windräder. / Foto: Fotolia (Prochasson).

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Windaktie von AMSC geht durch die Decke – was steckt dahinter?

Knapp 28 Prozent Kurszuwachs an nur einem Handelstag an der US-Börse Nasdaq: das ist die beeindruckende Bilanz der Aktie des Windkraftzulieferers American Superconductor Inc. (AMSC) aus Devens in Massachusetts. Die Aktie beendete den gestrigen Handel mit 27,95 Prozent Kursgewinn bei 2,06 Dollar. Damit liegt sie allerdings auf Jahressicht immer noch 24,5 Prozent im Minus. Hintergrund des aktuellen Kurssprungs ist ein Großauftrag  für das zweite wirtschaftliche Standbein der US-Amerikaner: die Technologie für Stromnetze.

Die Elexon Corporation aus Chicago, einer der größten Stromversorger der USA, setzt bei der Modernisierung des Stromnetzes ihrer Heimatstadt auf Technologie von AMSC. Der Auftrag ist Teil einer Kampagne von der Heimatschutzbehörde Homeland Security, die den Katastrophenschutz der US-Metropolen verbessern soll. Laut einer Pflichtmitteilung von AMSC an die US-Börsenaufsicht geht es um die Modernisierung von mehr als fünf Kilometern Stromtrassen, die AMSC geschätzte 60 Millionen Dollar Umsatz bringen sollen.

AMSC befindet sich in einem langwierigen  Rechtstreit mit dem chinesischen Windradhersteller Sinovel,  der sich um nicht bezahlte Rechnungen und mutmaßliche Patentrechtsverletzungen dreht. Im Zuge dessen sind die Amerikaner finanziell in Schieflage geraten: Für 2013 verbuchte AMSC 56,2 Millionen Dollar Nettoverlust (mehr dazu lesen Sie  hier).

American Superconductor (AMSC): ISIN  US0301111086 / WKN 889844
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