Der geschlossene Windfonds Leonidas XIV ist ausverkauft. Ein Nachfolgeprodukt, das ebenfalls in den Bau von Windparks in Frankreich investiert, sei in Arbeit, heißt es. / Bild: REpower Systems SE (Senvion)

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Windfonds von Leonidas ausverkauft - Nachfolger soll kommen

Der Frankreich-Windfonds Leonidas XIV ist ausverkauft. Zum Bau von Windparks in Frankreich hat der geschlossene Fonds bei Anlegern 11,5 Millionen Euro eingeworben.  Das sind 2,5 Millionen Euro mehr, als der Fonds ursprünglich bei Investoren einsammeln wollte. Allerdings hatte der Fondsanbieter das Eigenkapitalvolumen des Fonds von 9 auf 11,5 Millionen Euro erweitert. Dennoch existiere nun eine Warteliste für Anleger, die bereit seien weitere 4 Millionen Euro zu investieren. Diese Nachfrage wolle Leonidas mit neuen Beteiligungsmöglichkeiten bedienen, so das Emissionshaus.

„Wir arbeiten seit längerem an einem Nachfolgeangebot, mit der wir unsere Reihe von Frankreich-Windfonds fortsetzen wollen. Unsere Warteliste nach der Schließung der Beteiligung Leonidas XIV zeigt uns, dass das Anleger-Interesse an vergleichsweise kurz laufenden geschlossenen Fonds zum Thema Windkraft nach wie vor groß ist, sich seit der jüngsten Senkung der EZB-Leitzinsen sogar noch vergrößert hat. Wir hoffen, das Angebot zeitnah auf den Markt bringen zu können. Wann, das ist Stand heute aber noch offen“, erklärte Leonidas-Geschäftsführer Max-Robert Hug, gegenüber ECOreporter.de.

Eine Gestattung nach Kapitalanlagegesetz (KAGB) strebt das Emmissionshaus aus der Nähe von Nürnberg laut Hug allerdings nicht an: „Wir möchten weiterhin kleine, wendige Fonds mit Volumina zwischen 10 und 15 Millionen Euro auflegen. Daher haben wir uns entschieden, zukünftige Beteiligungsmodelle als operativ tätige Gesellschaften zu konzipieren. Die KAGB-Gestattung wäre für solche Angebote mit einem zu großem Aufwand verbunden und damit viel zu teuer. Denkbar ist erstmals ein Private Placement ab EUR 200.000 als auch weiterhin ein Fonds für private Anleger mit einer Einstiegsschwelle von 10.000 Euro.“

In Frankreich ist die Einspeisevergütung für Strom aus neuen Windkraftanlagen seit dem 28. Mai vorrübergehend ausgesetzt (ECOreporter.de  berichtete). Hug zufolge steht dieser Umstand der Fortsetzung der Leonidas-Reihe geschlossener Frankreich-Windfonds nicht im Wege: „Projektierer, die neue Windkraftvorhaben anstoßen wollen, müssen warten  bis die Einspeisevergütung für Windstrom gesetzlich neu geregelt ist. Solchen Unternehmen sind also bis auf Weiteres die Hände gebunden. Das neue Einspeisegesetz wird wohl frühestens nach den Sommerferien, also im September 2014 in Kraft treten. Unsere Aktivitäten in Frankreich sind von dieser Aussetzung des Fördertarifs in Frankreich allerdings nicht beeinflusst. Denn wir investieren ausschließlich in fertig entwickelte Projekte. Anders als in Deutschland steht in diesem Stadium noch vor dem Baubeginn der Einspeisetarif bereits fest. Wir haben uns in den letzten Wochen die Projektrechte für Windparks mit einer solchen, bestehenden Einspeisevergütung gesichert und wir sind auch weiter aktiv, um Projektrechte zu kaufen“, so Hug.
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