Indischer Windpark mit Analgen von Gamesa. / Quelle: Unternehmen

30.03.15 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Windkraftkonzern setzt mit Erfolg auf Indien und Südamerika

Mit einer insgesamt installierten Kapazität von rund 23 Gigawatt (GW) ist Indien der fünftgrößte WIndmarkt der Welt, nach China, den USA, Deutschland und fast gleichauf mit Spanien, weit vor Großbritannien auf Platz 6 mit rund 13 GW. Allein in 2014 wurden auf dem Subkontinent neue Windräder mit zusammen 2,3 GW neu aufgestellt. Von diesem starken Wachstum profitiert vor allem der spanische Windradhersteller Gamesa. Das Unternehmen aus dem Baskenland ist nach eigenen Angaben Marktführer in Indien und ist dort auch der größte Betrieber von Windfarmen. Ihren Marktanteil beziffern die Spanier in Indien mit 34 Prozent in 2014, nach 21 Prozent im Vorjahr. Gamesa verweist auf eine Studie der Marktforschungsgesellschaft BTM Consult, wonach diese davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren in Indien jedes Jahr weitere Windkraftanlagen mit je drei GW errichtet werden. Bis 2019 werde dieser Windmarkt eine Gesamtkapazität von rund 40 GW erreicht haben. Das entspricht in etwa der bsialng in Deutschland ans Netz gebrachten Windkraftleistung.

Der weitere regionale Schwerpunkt von Gamesa ist Lateinamerika. Dort ist der Windkraftkonzern nach eigener Darstellung auch Marktführer in Mexiko, mit einem Marktanteil von rund 73 Prozent. Dieser junge Windmarkt bietet unter anderem aufgrund seiner langen Küstenlinien entlang des Atlantik und des Pazifik hervorragende natürliche Bedingungen für die Produktion von Windenergie und zeigte zuletzt ein starkes Wachstum. Die in Mexiko installierte Windkraftkapazität wurde im vergangenen Jahr um etwa ein Drittel auf rund 2,4 GW erhöht.

In Gamesa verfügt zwatr die dänische Konkurrentin Vestas über die Marktführerschaft, doch Gamesa folgt dort auf Rang 2 mit einem Anteil von 21 Prozent an dem lateinamerikanischen Windmarkt, der nach installierter Leistung am wachstumsstärksten ist. Dort wurden in 2014 rund 2,5 GW neu errichtet. Gamesa hat in Brasilien eigen eigene Produktion vor Ort aufgebaut, setzt also auf ein anhaltendes Wachstum in diesem Windmarkt

In 2014 haben die Spanier 60 Prozent des Umsatzes in Indien und in Lateinamerika erwirtschaftet. Sie konzentrieren sich mittlerweile zu 100 Prozent auf ausländische Windmärkte, da im Heimatmarkt Spanien der Ausbau der Windkraft zum Erliegen gekommen ist. Gamesa ist mit diesem regionalen Schwerpunkt nach zwischenzeitlich schwierigen Jahren die Trendwende gelungen. In 2014 verbesserte der Windkraftkonzern das operative Ergebnis vor Zinsen und Stuern (EBIT) um 48 Prozent auf 191 Millionen Euro. ECOreporter.de hatte vor einem Monat in einem  Aktientipp  den Kauf der Aktie voGamesa empfohlen. Seither hat sie weiteren zehn prozent an Wert gewonnen.

Gamesa Corp. Tecnologica: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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