Senvion konnte 2017 mehr Aufträge als im Vorjahr verbuchen - die 2-Milliarden-Euro-Marke knackte der Windkraftanlagen-Hersteller aber nicht. / Foto: Unternehmen

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Windradbauer Senvion steigert Auftragsvolumen in 2017

Senvion hat in 2017 Aufträge in Höhe von 1,77 Milliarden Euro erhalten. Damit hat der Hersteller von Windrädern den Wert aus 2016 deutlich übertroffen, nämlich um 36 Prozent. In 2016 gab es Aufträge im Wert von 1,30 Milliarden. 

Die angepeilte Marke von etwa 2 Milliarden Euro konnte Senvion 2017 dagegen nicht erreichen. Zurückzuführen ist dies laut dem Unternehmen auf Verzögerungen bei Projekten, die jetzt im Jahr 2018 wirken würden.  Dies sei nicht unüblich und bereits bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum dritten Quartal 2017 kommuniziert worden.

Hinzu kommt: In etablierten Windmärkten wie Europa führt die Umstellung von festen Einspeisetarifen auf das Ausschreibungsmodell zu sinkenden Preisen beim Windstrom. Zudem verlagert sich die weltweite Nachfrage hin zu neuen Windmärkten, in denen aber ein starker Preiswettbewerb besteht.

Erfolge in Australien und Südamerika - und auf See

Neue Aufträge konnten insbesondere in den für Senvion neuen Windmärkten akquiriert werden. Im Offshore-Bereich erhielt der Hersteller 2017 Aufträge in Höhe von 306 Millionen - im Vorjahr wurden in diesem Bereich keine Order erteilt. In Australien und Südamerika gab es Aufträge in Höhe von 685 Millionen, im Vorjahr waren es lediglich 145 Millionen.

Die Senvion-Aktie notiert um 10 Uhr bei 10,78 Euro. Das ist ein leichtes Plus von 6 Cent oder 0,56 Prozent. Die 200-Tage-Linie verläuft bei rund 12 Euro. Die 38-Tage-Linie ist bereits nach oben durchbrochen. Kurzfristig orientierte Anleger können darauf setzen, dass die Erholungsphase noch eine Zeit anhält.

Senvion S.A.: ISIN LU1377527517 / WKN A2AFKW
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