13.03.12 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Windturbinenbauer aus China und Europa liegen weltweit an der Spitze

Zwei der weltweit vier größten Hersteller von Windkraftanlagen kommen aus China. Das geht aus der aktuellen Markterhebung von IHS Emerging Energy Research aus Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts hervor. Wie das Marktforschungsunternehmen auf Basis der Daten für 2011 mitteilt, wurde im vergangenen Jahr mit 53 Prozent die Mehrheit der weltweit ausgelieferten Windräder in Asien aufgestellt.

Dennoch behielt die dänische Vestas ihre Position als weltweit größter Anbieter von Windkraftanlagen mit einem Marktanteil von fast 13 Prozent. Sie hat im vergangenen Jahr Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von über 5.200 Megawatt (MW) aufgestellt. Dem Unternehmen aus Randers folgen die börsennotierten Sinovel und Goldwind mit 3.700 biehungsweise 3.600 MW. Doch während Vestas in Märkten auf allen Kontinenten präsent ist, konzentrieren sich die beiden chinesischen Konkurrenten bislang fast ausschließlich auf ihren Heimatmarkt, strecken erst allmählich ihre Fühler in westliche Märkte aus. Näheres über die Aussichten von Sinovel und Goldwind in westlichen Absatzmärkten erfahren Sie in unserem Opens external link in new windowHintergrundbericht vom Januar.

Aufsteiger des Jahres ist mit der spanischen Gamesa ein europäischer Qualitätshersteller, der wie Vestas in vielen Ländern Windräder verkauft und zudem auch Windkraftprojekte umsetzt. Gamesa hat im vergangenen Jahr weltweit Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 3.280 MW errichtet. Damit sprangen die Spanier im Ranking der weltgrößten Anbieter von IHS Emerging Energy Research vom achten auf den vierten Rang. Dieser Rekordwert für Gamesa lag um fast 28 Prozent über den Installationen des Vorjahres. Die gesamte installierte Kapazität des Windkraftkonzerns beläuft sich damit auf über 24.000 MW. Das entspricht in etwa der Leistung von 24 Atomkraftwerken mit durchschnittlicher Kapazität.

Die deutsche Enercon aus Ostfriesland verteidigte mit 3.200 MW ihren fünften Platz, dicht gefolgt von GE Energy, der Windsparte des US-Mischkonzerns General Electric. Die Windsparte von Siemens errecihte nur den neunten Platz. Nordex aus Hamburg schaffte es nicht unter die Top 10, im Gegensatz zu Guodian aus China und Suzlon aus Indien, die mittlerweile REpower Systems aus Hamburg vollständig übernommen hat.
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