24.02.10 Anleihen / AIF

„Wir bieten eine solide und zukunftsfähige Wachstumsstrategie.“ – ECOreporter.de-Interview mit der Geschäftsführung der WeGrow GmbH

Die WeGrow GmbH setzt auf nachhaltige Edelholzplantagen in Deutschland. Für den geschlossenen Fonds KiriFonds Deutschland GmbH & Co.KG verspricht das Spin-off des Forschungsbereiches „Nachwachsende Rohstoffe“ der Universität Bonn eine jährliche Rendite von 6 bis 12 Prozent. Dem Unternehmen zufolge werden die Plantagen bevorzugt auf Flächen angelegt, die sich aufgrund der Bodenverhältnisse nicht für die Lebensmittelproduktion eignen, da die angebaute Baumart - der japanische Kiribaum - keine guten Ackerböden für sein schnelles Wachstum beansprucht. Wir haben mit den Geschäftsführern von WeGrow gesprochen: Volkswirtin Allin Beatrice Gasparian und Agraringenieur Peter Maximilian Diessenbacher.

ECOreporter.de: Sagen Sie einmal bitte: Was ist ein Kiri Baum?

Peter Maximilian Diessenbacher: Ein Kiri-Baum ist ein aus Japan stammender extrem starkwüchsiger Edelholzbaum. Sein Wachstum kann weit über 2 Meter pro Jahr betragen, weshalb er auch häufig als der „schnellste Baum der Welt“ bezeichnet wird.

ECOreporter.de: Warum wollen Sie eine fremde Baumart in Deutschland anpflanzen - die heimischen sind an unser Klima und unsere Umwelt doch bestens angepasst?

Diessenbacher: Keines unserer heimischen Gehölze kann auch nur in annähend kurzer Zeit ein vergleichbares Volumen an hochwertigem Holz erzeugen. Unsere neuen Hybrid-Züchtungen wurden zudem in Deutschland selektiert und sind somit ebenfalls bestens an unser Klima angepasst.

ECOreporter.de: Warum verspricht der Kiri-Baum welche Vorteile?

Diessenbacher: Gegenüber anderen Edelholzbäumen  verspricht der Kiri-Baum den Vorteil, dass wir selbst unter deutschen Klimabedingungen nur 10 bis 12 Jahre bis zur Holzernte warten brauchen. Das Kiri-Holz ist leicht und gleichzeitig stabil, gegenüber der Witterung ist es sehr widerstandsfähig und seine Maserung besitzt eine außergewöhnliche Ästhetik. Es lässt sich somit vielfältig einsetzen, so z.B. im Möbel- und Bootsbau.

ECOreporter.de: Sie suchen Anleger, die in Kiri-Plantagen investieren - Wie funktioniert das?

Allin Beatrice Gasparian: Unsere hohe Medienpräsenz der letzten Monate hat dazu geführt, dass sich bereits mehrere Hundert potenzielle Anleger bei uns haben vormerken lassen. Unterstützt werden wir von etablierten und leistungsstarken Vertriebspartner aus dem Bereich der nachhaltigen Geldanlagen.  

ECOreporter.de: In welche Beteiligungsart sollen Anleger rechtlich investieren - Fonds, Eigentum oder Option am Holz?

Gasparian: Unsere Anleger werden Mitbesitzer deutscher Kiri-Baum- Edelholzplantagen. Durch Pacht- und Eigentumsrechte sind unsere Anleger an den Plantagen und somit an den Erlösen aus dem Holzverkauf direkt beteiligt. Wir haben uns für die Beteiligungsart eines geschlossenen Fonds entschieden, da er ein bewährtes und verbreitetes Beteiligungsmodell darstellt. Eine unabhängige Mittelverwendungskontrolle und Treuhandgesellschaft  gewährleisten Anlegern ein Höchstmaß an Transparenz. 
 
ECOreporter.de: Sie sind jung, Ihr Unternehmen ist jung, Ihre Geschäftsidee ist jung. Das hört sich nach einem Risiko-Investment an – was halten sie dem entgegen?

Gasparian: Wir, die Gründer der WeGrow-Gruppe, zählten zu einer neuen Unternehmergeneration. Wir besitzen wie keine andere Generation ein ausgeprägtes Interesse an einem langfristig und wirklich nachhaltig funktionierenden Investmentmodell. Deshalb betreiben wir eine solide und zukunftsfähige Wachstumsstrategie, die uns und unseren Anlegern auch in 10, 20 und 30 Jahren noch wirtschaftlichen Erfolg verspricht. 


ECOreporter.de: Wieviele Kiri-Bäume wollen Sie pro Hektar anpflanzen? Wie genau sieht so eine Kiri-Plantage aus?

Diessenbacher: Wir pflanzen pro Hektar 400 Kiri-Bäume. Wir produzieren ausschließlich auf landwirtschaftlichen Brach- und Ackerflächen. Dadurch sind wir nicht von den strengen und kostspieligen Reglementierungen des Forstgesetzes betroffen - ein zusätzlicher wirtschaftlicher Vorsprung. Möglich macht dies eine EU-Gesetzesänderung aus dem Jahr 2009.

ECOreporter.de: Wer setzt und pflegt die Bäume?

Diessenbacher: Die Plantagen werden von unseren regional ansässigen Partnern bewirtschaftet. Meist sind es Familienbetriebe aus der Land- und Forstwirtschaft. Durch ihre generationsübergreifenden Erfahrungen besitzen sie ausgezeichnete Kenntnisse über die lokalen Standortbedingungen wie Boden und Klima. Das Monitoring der Baumbestände und die Berichterstattung für die Anleger übernehmen dann unsere Agrar- und Forstwissenschaftler.

ECOreporter.de: Würden die Bäume zwei oder drei solcher Winter wie  derzeit überstehen?

Gasparian: Sie sind herzlich eingeladen, sich im Frühjahr auf einer unserer Demonstrationsplantagen davon zu überzeugen, dass unsere Bäume auch die letzen strengen Winter problemlos überstanden haben. Transparenz wird bei uns groß geschrieben, so können unsere Anleger stets ihre eigenen Plantagen besuchen und ihrem Geld direkt vor Ort beim „Wachsen zusehen“.

ECOreporter.de: Herzlichen Dank für das Interview!

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