Michael Klein ist Geschäftsführer der CEPP Invest GmbH. / Quelle: Unternehmen

16.10.15 Anleihen / AIF

„Wir sehen auch in der Solarenergie Potential für solide Projekte“ – Interview mit Michael Klein, CEPP

'CEPP Festzins II Neue Energie Deutschland' ist das erste „grüne“ Nachrangdarlehen von CEPP. Ebenfalls erstmals bietet das Berliner Emissionshaus hierbei auch das Investment in Photovoltaik an, nachdem sein Fokus bislang auf Windkraftbeteiligungen lag. Michael Klein, Geschäftsführer der CEPP Invest GmbH, stellt sich unseren Fragen zu dem Nachrangdarlehen von CEPP und erläutert unter anderem, in was für Projekte das Anlegerkapital fließen soll.

Das Unternehmen ist Aussteller der Messe Grünes Geld Köln am 21. November im Gürzenich. Bei freiem Eintritt bietet die Messe einen umfassenden Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen am Markt für nachhaltige Kapitalanlagen. Neulinge wie Finanzprofis können sich unkompliziert und in angenehmer Atmosphäre direkt bei den Anbietern über die neusten Angebote informieren (mehr dazu erfahren Sie  hier).

ECOreporter.de: Beim Nachrangdarlehen ‚CEPP Festzins II Neue Energie Deutschland‘  können Anleger schon ab 1.000 Euro investieren. Bei den bisherigen CEPP-Ökostrombeteiligungen konnten Anleger erst einer Mindestanlage von mehreren 10.000 Euro einsteigen. Warum haben Sie sich für dieses Konzept entschieden?


Michael Klein:  Mit unserem Kurzläufer CEPP Festzins II kommen wir dem Wunsch vieler Anleger nach, kurzfristig und gleichzeitig mit einem attraktiven Festzins am Standort Deutschland zu investieren. Unsere bisherigen Windkraft-Emissionen ermöglichten Anlegern, ihr Geld über einen Anlagehorizont von rund 20 Jahren zu investieren. CEPP Festzins II erweitert nun dieses bewährte Geschäftsmodell um einen festverzinslichen Kurzläufer. Unser Emissionshaus wird auch zukünftig weitere Direktbeteiligungen mit höheren Mindesteinlagen anbieten.

ECOreporter.de: Verglichen mit den drei Vorgänger-Angeboten von CEPP hat das Nachrangdarlehen 'CEPP Festzins II Neue Energie Deutschland' eine wesentlich kürzere Laufzeit. Hat diese Neuerung einen bestimmten Grund?

Michael Klein:  CEPP Festzins II hat im Vergleich zu unseren Windkraft-Direktbeteiligungen eine wesentlich kürzere Laufzeit. Hier orientieren wir uns an der aktuellen Marktentwicklung. Zugleich ist CEPP Festzins II auch eine unternehmerische Entscheidung, um unsere operativen Geschäfte weiter auszubauen. Die Investitionen aus CEPP Festzins II erfolgen zweckgebunden in baugenehmigte Wind- und Solarenergieprojekte sowie bereits in Betrieb befindliche Bestandsanlagen in Deutschland. Hier stehen wir bereits in fortgeschrittenen Gesprächen mit Projektierern. Nach der Projektsicherung und dem Ankauf, strukturiert die CEPP die erworbenen Assets zur Umsetzung von Beteiligungsangeboten für private und institutionelle Investoren. Aus diesem Investitionsplan ergibt sich die kurze Laufzeit von CEPP Festzins II, also aus dem Zeitraum vom mehrmaligen Projektankauf bis zur Platzierung einer strukturierten Direktbeteiligung.   

ECOreporter.de: Die Darlehens-Anleger bekommen 4 Prozent Zinsen pro Jahr. Wie kommt die Kalkulation für 'CEPP Festzins II Neue Energie Deutschland' zustande?

Michael Klein:  Die feste Verzinsung ergibt sich aus einer Kalkulation, mit der wir in der Lage sind, den festen Zinssatz aus der Rendite des Projektes für den gesamten Anlagezeitraum zu finanzieren. Hier greifen wir auf unsere Erfahrungen und Kenntnisse aus den erfolgreich umgesetzten Projekten der vergangenen Jahre zurück. Zudem greifen wir als 100%-ige Tochtergesellschaft der Corporate Energies Holding zusätzlich im gesamten Auswahlprozess und der Strukturierung auf die wirtschaftliche und technische Expertise unserer Unternehmensgruppe zurück.

ECOreporter.de: Bisher standen Windkraftprojekte im Fokus der „grünen“ Direktbeteiligungen der CEPP. Diesmal geht es auch um Solarparks. Was steckt hinter dieser Erweiterung?

Michael Klein:  Windkraftprojekte bleiben auch weiterhin ein zentrales Investitionsziel der CEPP. Doch nicht nur in der Windkraft, auch in der Solarenergie sehen wir nach wie vor Potential für solide Projekte und eine gute Investitionsbasis für unsere Nachrangdarlehen CEPP Festzins II. Wenn die Projekte sorgfältig geplant und realistisch kalkuliert sind, bieten gerade auch Solarprojekte nach wie vor ein attraktives Investment.

ECOreporter.de: Größere Solaranlagen werden mittlerweile über Ausschreibungen von der Bundesnetzagentur vergeben. Soll das Nachrangdarlehen auch solche Anlagen finanzieren, oder geht es eher um kleinere Dachanlagen?

Michael Klein:  Bei CEPP Festzins II konzentrieren wir uns grundsätzlich bei Solaranlagen auf bestehende Freiflächenanlagen und größere Dachanlagen, die sich in Betrieb befinden. Dadurch schaffen wir Sicherheit für die Einspeisevergütung des Projektes und den langfristigen Betrieb im Rahmen unserer Investition.

ECOreporter.de: Die Mittel aus dem Nachrangdarlehen „CEPP Festzins II Neue Energie Deutschland“ sollen ausschließlich in Deutschland investiert werden. Steht schon fest, in welche Anlagen konkret angelegt wird?

Michael Klein: 
CEPP Festzins II investiert in die Umsetzung und den fortlaufenden Betrieb von Stromerzeugungsanlagen in Deutschland. Genauer gesagt: die Investitionen erfolgen zweckgebunden in baugenehmigte Wind- und Solarenergieprojekte sowie in bereits in Betrieb befindliche Bestandsanlagen. Derzeit prüfen wir drei Windparks sowie einen Freiflächen-Solarpark. Sobald die Projektsicherung erfolgt ist, werden wir auch Details zu den anstehenden Investitionen sagen können.

ECOreporter.de: Der Verkauf des neuen Nachrangdarlehens setzen Sie stärker auf das Internet als früher. Manches erinnert an eine Crowdinvestmentkampagne. Was haben Sie konkret verändert und warum?

Michael Klein:  Wir verfolgen das Thema Crowdinvesting mit Spannung und sind uns den Entwicklungen in diesem Bereich und auf dem gesamten Markt bewusst. Mit der Veröffentlichung von CEPP Festzins II haben wir nun den bekannten Zeichnungsprozess um die Möglichkeit erweitert, auch direkt online zeichnen zu können. Hier erzeugen wir auf der einen Seite mehr Transparenz für den Anleger im gesamten Beteiligungsverlauf. Auf der anderen Seite schaffen wir damit alle rechtlichen und administrativen Voraussetzungen, um auch Bürgerbeteiligung im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen zukünftig erfolgreich umsetzen zu können.

ECOreporter.de: Die vergangenen Windjahre waren schwach. Inwiefern haben die drei Vorgänger-Beteiligungen 'Kahnsdorf 1', 'Rapshagen' und 'CEPP WE05 – Beppener Bruch V' die prognostizierten Stromerträge erreicht und wie sieht es mit den bisher geplanten Ausschüttungen aus?

Michael Klein:  Für die Direktbeteiligung Windenergieanlage Rapshagen erfolgte dieses Jahr die erste Auszahlung in geplanter Höhe von 7,5 Prozent. Für 'Kahnsdorf 1' und 'CEPP WE05 Beppener Bruch V' sind die ersten Auszahlungen erst für das kommende Jahr 2016 planmäßig vorgesehen. Mit unseren Anlegerinnen und Anlegern sind wir hier im engen Kontakt und informieren Sie regelmäßig über den Verlauf Ihrer Beteiligung. Das ist uns wichtig und entspricht unserer Überzeugung für ein partnerschaftliches Miteinander.

ECOreporter.de: Herr Klein, wir danken Ihnen für das Gespräch.
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