Prokon hat vor allem in Windkraft investiert. / Quelle: Fotolia

10.01.14 Anleihen / AIF , Wachhund

Wird die Luft für Prokon immer dünner?

Die Situation beim Windkraftprojektierer Prokon aus Itzehoe scheint sich weiter zuzuspitzen. Im Dezember hatten wir darüber berichtet, dass das in der ECOreporter.de-Wachhund-Rubrik geführte Unternehmen nach eigenen Angaben hohe Verluste erwirtschaftet. Nach übereinstimmenden Medienberichten sieht sich Konzernchef Carsten Rodbertus jetzt offenbar gezwungen, Anleger darum zu bitten, die im Januar 2014 fälligen Zinsen nicht einzufordern oder zumindest einer Auszahlung in Raten zuzustimmen. Prokon hat nach eigenen Angaben bei über 74.000 Anlegern über die Ausgabe von Genussrechten mehre als 1,4 Milliarden Euro Kapital eingesammelt, um Grünstromprojekte zu finanzieren. Es seien unter anderem 50 Windparks realisiert worden. Das Unternehmen hat aber noch immer keine testierte Bilanz für 2012 vorgelegt, ganz zu schweigen von offizielen Zahlen für die Entwicklung in 2013.

Kurz vor Weihnachten hat Prokon den Jahresabschluss 2012 Entwürfe für den Konzernabschluss 2012 der Unternehmensgruppe und den Jahresabschluss 2012 für Prokon Regenerative Energien veröffentlicht. Demnach war Ende 2012 das Eigenkapital des Konzerns und der Genussrechtsgesellschaft negativ.
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