Windpark mit Anlagen des Windkraftkonzerns Siemens Gamesa Renewable Energy. / Foto: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: ABO Invest AG leidet unter schwacher Windernte – 7C Solarparken AG steigert Umsatz und Ergebnis – Capital Stage meldet starke Quartalszahlen

Der Dax legte im Wochenverlauf um 0,25 Prozent auf 12.545 Punkte zu. Der US-amerikanische S&P 500 Index verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 2.415 Punkte. Der japanische Nikkei-Index kletterte um 1,3 Prozent auf 19.687 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index sprang um 2,1 Prozent auf 25.638 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent fiel um knapp 7 Prozent auf 50,94 Dollar. Dagegen erhöhte sich der Goldpreis bis Freitagmittag um 1,1 Prozent auf 1.265,66 Dollar je Feinunze. Der Euro verteuerte sich um 0,2 Prozent auf 1,119 US-Dollar. 

Wind-Aktien

Die ABO Invest AG hat 2016 einen Jahresverlust in Höhe von 3,15 Millionen Euro erwirtschaftet. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit 4,12 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert von 4,66 Millionen Euro. Der Jahresumsatz schrumpfte von 29,2 Millionen Euro in 2015 auf 27,7 Millionen Euro. Die Windkraft-Spezialistin aus Wiesbaden erzeugte 303 Millionen Kilowattstunden Grünstrom und nicht wie anvisiert 338 Millionen Kilowattstunden. Vorstand Andreas Höllinger erklärte dies mit dem europaweit schwachem Windaufkommen im vergangenen Jahr. Die ABO Invest AG verfügt über rund 60 Windkraftanlagen in Deutschland, Finnland, Frankreich und Irland.
Laut Vorstand Höllinger will die ABO Invest AG den Windparkbestand in der zweiten Jahreshälfte durch eine Investition in Finnland ausbauen. Bei dem Projekt Haapajärvi II mit rund 23 Megawatt (MW) Leistung handele es sich um eine Erweiterung der Windfarm Haapajärvi, die ABO Invest AG bereits besitzt.

Der Windkraftkonzern Siemens Gamesa Renewable Energy meldete Geschäftserfolge in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Spanien soll dort vier Windparks mit Anlagen ausrüsten. Die georderten Windräder mit einer Gesamtkapazität von 50 MW sollen alle noch im laufenden Jahr ans Netz kommen. Zugleich wurde Siemens Gamesa Renewable Energy damit beauftragt, für 20 Jahre auch den Service für die Windkraftanlagen zu übernehmen.

Suzlon Energy, börsennotierter Windradhersteller aus Pune in Indien, hat Ende März 2017 das Geschäftsjahr 2016/2017 abgeschlossen. Laut eigenen Angaben erzielte der Windkraftkonzern einen Umsatz von 12.692 Crore Rupien (umgerechnet 1,96 Milliarden US-Dollar). Der Jahresumsatz wuchs damit um 35 Prozent. Der Gewinn je Aktie stieg von 1,19 Rupien auf 1,67 Rupien, umgerechnet von 0,02 Dollar auf 0,03 Dollar. Die von Suzlon in Indien installierte Windkapazität erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 98 Prozent auf 1.779 MW.

American Superconductor (AMSC) hat im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatzeinbruch erlitten. Die Erlöse des Windkraft-Zulieferers aus Devens im US-Bundesstaat Massachusetts schrumpften gegenüber dem Vorjahr von 96 auf 75,2 Millionen Dollar. Allein im vierten Quart sanken sie von 27,5 Millionen auf 16,2 Millionen Dollar. Dies erklärte die Unternehmensführung insbesondere mit einer Schwäche im Windkraftgeschäft. So habe mit dem indischen Windkraftkonzern Inox ein Großkunde weniger Steuerungstechnik für Windkraftanlagen abgenommen als erwartet. Der Nettoverlust von AMSC ist im Geschäftsjahr 2016/2017 deutlich gestiegen, von einem Fehlbetrag in Höhe von 23,1 Millionen Dollar oder 1,76 Dollar je Aktie auf 27,4 Millionen Dollar oder 1,95 Dollar je Aktie. Die Unternehmensführung rechnet auch für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit einem Verlust.

Solar-Aktien

Die 7C Solarparken AG hat Umsatz und Gewinn im ersten Quartal 2017 deutlich verbessert. Laut dem Solaranlagenbetreiber aus Bayreuth stieg sein Umsatz im ersten Quartal auf 5,2 Millionen Euro und überstieg den Vorjahreswert damit um 30 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 4,7 Millionen Euro und fiel damit um 37 Prozent höher aus als in den ersten drei Monaten von 2016.

SunPower, Solarkonzern aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, hat mit der Errichtung eines Solarkraftwerks auf einem Stützpunkt der US Air Force (Luftwaffe) begonnen. Das Projekt auf der Vandenberg Air Force Base nahe der kalifornischen Stadt Lompoc soll nach seiner Fertigstellung eine Gesamtleistung von 28 MW erreichen. Damit sei es dann das größte Solarkraftwerk im Dienst der Air Force, hieß es dazu. Der gesamte Solarstrom werde vor Ort verbraucht. Die US Air Force verfolge das Ziel, 25 Prozent ihres benötigten Stroms aus Erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Hanwha Q Cells mit Hauptsitz in Seoul und Produktion vor allem in China hat im ersten Vierteljahr einen Umsatzeinbruch erlitten. Gegenüber dem ersten Quartal 2016 verringerte sich der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen von 514,9 Millionen auf 432,0 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge schrumpfte aufgrund des starken Preisverfalls bei Solartechnik von 21,2 auf 13,8 Prozent. Immerhin wirtschaftete der Konzern wieder profitabel, nachdem er im vierten Quartal 2016 noch 18,5 Millionen US-Dollar Nettoverlust verzeichnet hatte. Doch der Nettogewinn des ersten Quartals hat sich gegenüber dem Vorjahreswert stark verringert, von 27,5 Millionen auf 17,6 Millionen US-Dollar. Je Aktie brach das Ergebnis von 33 auf 21 Dollarcents ein.

Auch die chinesische JA Solar hat vorläufige Zahlen für das ersten Quartal 2017 veröffentlicht. Demnach hat der Solarkonzern die Auslieferungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44 Prozent auf 1.325 MW gesteigert. Der Umsatz wuchs aber nur um 6,4 Prozent auf 536,4 Millionen US-Dollar. Die Bruttomarge schrumpfte von 16,6 auf 11,7 Prozent Der Gewinn je Aktie brach ein von 40 auf nur noch 3 Dollarcents.

Die gleichfalls chinesische JinkoSolar meldet einen Auftrag aus dem Heimatmarkt. Nach eigenen Angaben soll sie Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von 100 MW an den Kunden Jing Bei New Energy liefern. Dieser wolle zwei Fischfarmen mit Solarstrom versorgen.

Andere Aktien

Die Capital Stage AG steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 88 Prozent auf 41,9 Millionen Euro. Dies gelang dem Hamburger Unternehmen vor allem durch den Ausbau des Solar- und Windparkportfolios seit dem ersten Quartal 2016, unter anderem durch die Übernahme der Chorus Clean Energy AG. Das vorläufige EBITDA verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 31,0 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge kletterte von 70 auf 74 Prozent. Das vorläufige EBIT sprang um mehr als 144 Prozent auf 15,0 Millionen Euro.
Für das Gesamtjahr peilt der Vorstand ein EBITDA von 150 Millionen Euro an und ein EBIT von über 90 Millionen Euro. Das wäre ein Wachstum gegenüber 2016 von 29 Prozent beim EBITDA und von rund 50 Prozent beim EBIT. Die Gewinnsteigerung würde damit noch viel höher ausfallen als in 2016, als die Capital Stage AG das EBITDA um 22 Prozent verbesserte und das EBIT um 11 Prozent.

Hain Celestial, Spezialistin für Bioprodukte aus den USA, hat wie erwartet einen weiteren "Blauen Brief" von der US-Börse Nasdaq erhalten. Demzufolge hat das Unternehmen seinen Bericht für das dritte Quartal des Fiskaljahres 2017 nicht eingereicht, das am 31. März endete. Entsprechend droht weiterhin der Börsen-Rauswurf (Delisting). Allerdings gibt es Anzeichen, dass ausstehende Geschäftsberichte bald nachgeholt werden könnten. Wie Hain Celestial vor kurzem in einer Mitteilung an die Börse angab, erwartet das Unternehmen, dass es seine fälligen Berichte bis Ende Mai veröffentlichen kann. Dabei geht es um den Jahresgeschäftsbericht 2016 und drei Quartalsberichte für 2017.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer  Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.



Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x