Windpark der Energiekontor AG, die nach eigenen Angaben gleich zwei Projekte verkauft hat. / Foto: Unternehmen

23.05.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: ABO Wind AG erzielt Rekordergebnis – Solarkonzern Hanwha Q Cells zurück in der Gewinnzone – Gewinnsprung der CropEnergies AG

Der DAX sank in der vergangenen Woche um 0,4 Prozent auf 9.916 Punkte. 0,2 Prozent Kursverlust fielen beim US-amerikanischen Dow Jones Index an. Er schloss am vergangenen Freitag bei 17.496 Punkten. Der Kurs des japanischen Nikkei legte 2,1 Prozent zu und erreichte 16.729 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index kletterte um 0,6 Prozent auf 19.852 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 48,71 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 0,6 Prozent auf 4.630,50 Euro. Der Eurokurs sank um 0,7 Prozent auf 1,1219 Dollar.

Windaktien

2015 war für die ABO Wind AG ein Rekordjahr. Der Windkraftprojektierer aus Wiesbaden erzielte so viel Jahresüberschuss wie niemals zuvor. Der Bilanz zufolge lag der Umsatz mit 80,2 Millionen Euro um 17,9 Prozent niedriger als 2014. Um 37,8 Prozent auf 11,4 Millionen Euro kletterte indes das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschuss sprang um 50 Prozent auf 7,8 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen über eine höhere Dividende an der Entwicklung in 2015 teilhaben: 0,25 Euro je Aktie will die Unternehmensführung für 2015 ausschütten, so die Aktionäre dem Vorschlag zustimmen. Im Vorjahr hatte ABO Wind noch 0,22 Euro je Aktie ausgezahlt.

Zum Bau eines Windparks in Frankreich soll die Nordex SE 13 Windräder mit zusammen 32,5 Megawatt (MW) Leistungskapazität liefern. Nordex werde die Anlagen auch aufstellen und nach der Inbetriebnahme in 2017 für 15 Jahre Service und Wartung übernehmen, kündigte der Windradhersteller aus Hamburg an.

Der Bremer Windkraftprojektierer Energiekontor AG hat zwei Windparks in Deutschland verkauft. Zum einen erwarb die Capital Stage AG aus Hamburg ein im Bau befindliches Repowering-Vorhaben mit 18 MW Kapazität. Diese Windfarm in Niederachsen wird Capital Stage zufolge derzeit mit vier Windrädern des spanischen Herstellers Gamesa runderneuert. Zum anderen veräußerte Energiekontor an die Chorus Clean Energy AG aus Neubiberg bei München einen Windpark in Nordrhein-Westfalen mit 8,55 MW Kapazität.

Fortschritte bei der Planung und Errichtung neuer Windparks in Frankreich macht die Futuren SA. In seinem Heimatland arbeitet der Windkraftbetreiber und -projektierer derzeit an fünf Bauvorhaben in verschiedenen Entwicklungsstadien mit 99 MW Gesamtkapazität. Alle seien komplett genehmigt und einzelne bereits im Bau erklärte das Management des Unternehmens aus Aix-en-Provence.

Gamesa Corp. Tecnologica hat sich in das spanisches Technologieunternehmen NEM Solutions eingekauft. Der Windkraftkonzern hat nach eigenen Angaben 50 Prozent aller Anteile von NEM Solutions gekauft. Die neue Tochtergesellschaft sei auf Lösungen zur Erhebung von Performance-Daten von Windrädern spezialisiert. Damit wolle Gamesa Service und Wartung sowohl für sich als auch für die Kunden kosteneffizienter gestalten, hieß es.

Solaraktien

Die Singulus Technologies AG hat ihren Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,9 Prozent auf 14,1 Millionen Euro gesteigert. Dennoch fielen 5,9 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) an. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 15,7 Prozent. Sowohl der Auftragsbestand als auch der Auftragseingang hätten sich schwach entwickelt, so der Vorstand des Solarausrüsters.

Dank eines deutlich höheren Absatzes von Solarmodulen hat Hanwha Q Cells Co. Ltd. aus Seoul in Korea im ersten Quartal 2016 deutlich mehr Umsatz erzielt und die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Der Quartalsumsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 54,4 Prozent auf 14,9 Millionen Dollar. Dazu erwirtschaftete Hanwha Q Cells 27,5 Millionen Dollar Nettogewinn nach 20,5 Millionen Dollar Nettoverlust im Vorjahreszeitraum. Die richtigen strategischen Maßnahmen und die große weltweite Nachfrage hätten die Rückkehr in die schwarzen Zahlen ermöglicht, teilte der Vorstand mit.

Bioenergieaktien

2015 war für die EnviTec Biogas AG weniger rentabel als das Vorjahr. Die Spezialistin für Biogasanlagenbau aus Lohne steigerte zwar den Jahresumsatz um 22,4 Prozent auf 174,9 Millionen Euro. Dennoch fiel das EBIT mit 3,4 Millionen Euro um 27,6 Prozent niedriger aus als in 2014. Hauptgründe seien Abschreibungen auf Biogasanlagen im Eigenbetrieb, Auftragsverschiebungen und eine „vor allem unbefriedigende Performance im Anlagebau“, teilte das Management der EnviTec Biogas AG mit.

Die auf Biokraftstoff spezialisierte CropEnergies AG aus Mannheim hat im Geschäftsjahr 2015/16 (Bilanzstichtag 29. Februar 2016) weniger Bio-Ethanol produziert als im Vorjahr. Damit sank der Umsatz um 12,5 Prozent auf 723 Millionen Euro. Das gab das Unternehmen bekannt. Dennoch erzielte CropEnergies 87 Millionen Euro EBIT nach elf Millionen Euro EBIT-Verlust im Vorjahr. Die Entwicklung sei auf deutlich höhere Bioethanol-Preise zurückzuführen, so die Unternehmensführung.

Bild: Ethanolproduktion der CropEnergies AG. / Foto: Unternehmen

Andere Aktien

Der Schienenlogistikkonzern VTG AG aus Hamburg hat einen prominenten neuen Großaktionär: Klaus-Michael Kühne. Milliardär und Mäzen des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, hat über die Kühne Holding AG 20,34 Prozent aller Aktien der VTG AG gekauft. Das macht Kühne zum zweitgrößten Einzelaktionär der VTG AG. Verkauft hat das Aktienpaket ein Fonds des US-Investmentunternehmens WL Ross & Co. LCC.

Der insolvente Ökostromriese SunEdison Inc. ist mit eigenen Mitteln nicht dazu in der Lage, seine Bilanz für 2015 fertigzustellen. Das räumte das Unternehmen aus Kalifornien gegenüber der US-Börsenaufsicht ein. Das zuständige Insolvenzgericht habe sich auf die Suche nach einem externen Wirtschaftsprüfer gemacht. Zuvor hatte SunEdison die Veröffentlichung der Bilanz lediglich verschoben - unter anderem wegen Technikproblemen.

Die auf ökologische Bau- und Dämmstoffe spezialisierte Sto SE & Co. KGaA hat im ersten Quartal des laufenden Jahres 214,9 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das entspricht einem Umsatzanstieg um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Dazu sei im ersten Quartal 2016 wie im Vorjahreszeitraum ein Verlust angefallen, erklärte das Unternehmen – ohne konkrete Zahlen zu nennen. Der Verlust im ersten Quartal sei „üblich“, weil Sto in dieser Zeit saisonal bedingt kaum Geschäft mit Fassaden-Dämmsystemen mache, hieß es nur.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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