Ein US-Windpark von Vestas. Das Unternehmen soll mehrere Großprojekte in den USA mit Windrädern ausrüsten. / Quelle: Unternehmen

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Wochenrückblick: Auftragsflut bei Windradhersteller Vestas – Capital Stage kauft Solarparks in Frankreich – Holzwerkstoffspezialistin Steico SE bekommt Kredit für Investitionen

Der DAX hat in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in diesem Jahr die 10.000-Punkte-Marke geknackt. Er verbuchte knapp zwei Prozent Kursanstieg auf 10.009 Punkte. Um 1,2 Prozent auf 17.050 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der Kurs des japanischen Nikkei legte 2,1 Prozent zu und erreichte 15.459 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong stieg um 1,4 Prozent auf 23.546 Punkte. Um 2,3 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 110,61 Euro. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich dagegen um 3,1 Prozent auf 7.146 Dollar. Um 0,4 Prozent auf 1,3591 Dollar sank der Euro.

Windaktien


Vestas Wind Systems aus Århus soll in Europa und den USA verschiedene Windparks mit Windräder bestücken, die zusammengenommen auf 860 Megawatt (MW) Leistungskapazität kommen. Der größte Teil dieser Bestellungen ist dem Windradhersteller zufolge für US-Projekte in Kansas, New Mexiko, North Dakota und Minnesota bestimmt. Allein auf diese Windfarmen entfallen 740 MW der Neuaufträge. Als Auftraggeber nannten die Dänen die Grünstromprojektierer EDF Renewable Energy und Renewable Energy Systems Americas Inc. Aus Europa gingen bei Vestas zwei Neuaufträge ein: Zum einen für einen Windpark in Frankreich, für den Vestas 32 Anlagen mit 88 MW liefern soll. Zum anderen für ein Offshore-Windpark mit 32 MW Kapazität vor der Küste Dänemarks. Dazu soll Vestas vier Windräder einer neuen Baureihe mit je 8 MW Kapazität errichten.

Die ABO Wind AG hat eine Kooperationsvereinbarung zur Windkraftentwicklung geschlossen. Das Unternehmen aus Wiesbaden teilte mit, dass es zukünftig gemeinsam mit der Energiegenossenschaft Neue Energie Bendorf eG (NEBeG) an Projekten im Kreis Mayen-Koblenz arbeiten will. Geplant sei, den ersten Bürgerwindpark in Rheinland-Pfalz zu bauen.

Für zwei Windparks mit jeweils fünf Windrädern und 30,8 MW Leistungskapazität hat der Projektierer PNE Wind AG einen Käufer gefunden: den Versicherer Allianz. Die Großbritannien-Sparte PNE Wind UK erhielt zudem die Genehmigung zum Bau einer Windfarm mit 27 MW nahe Muirkirk in Schottland.

In Uruguay soll ein Windpark mit 50 MW Kapazität entstehen. Die Turbinen soll der spanische Hersteller Gamesa Corp. Tecnologica aus Zamudio im Baskenland liefern. Außerdem werde Gamesa diese Windfarm auch für mindestens 20 Jahre selbst betreiben, teilten die Spanier mit.

Solaraktien

Der Solaranlagenbetreiber Capital Stage AG hat seine Einkaufstour in Frankreich fortgesetzt. Das Unternehmen aus Hamburg einigte sich mit dem Grünstromanlagenbetreiber Solardirect aus Paris auf den Kauf der Projektrechte an zwei Solarparks mit zusammen 16 MW Leistungskapazität. Beide sollen in der Region Aquitaine im Südwesten des Landes gebaut und bis Ende 2014 in Betrieb genommen werden. Details zum Kaufvertrag gab Capital Stage nicht bekannt.

Um Kosten zu sparen soll die Anleihe der insolventen S.A.G Solarstrom AG das Handelssegment an der Börse wechseln. Statt im Entry Standard soll die Anleihe künftig im Quotation Board der Börse Frankfurt gehandelt werden, teilte die Unternehmensführung mit.

Der Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG soll Maschinen zur Produktion von Solarzellen an einen Kunden aus China liefern. Es gehe um Fertigungslinien mit 500 MW Produktionskapazität pro Jahr. Auftraggeber sei der Hersteller Shaanxi Non-ferrous Photovoltaic Technology Co. Ltd, der mit den Maschinen eine Fabrik in Xian ausrüsten wolle, hieß es. Der Auftrag sei 15 Millionen Euro wert, teilte das Unternehmen aus Blaubeuren mit.

Mehrere neue Aufträge zur Lieferung von Produktionsequipment für Solarhersteller hat die Meyer Burger Technology AG erhalten. Verschiedene asiatische Kunden hätten unter anderem Sägesysteme im Wert von 25 Millionen Schweizer Franken geordert. Zudem sei das Unternehmen aus Zug in der Schweiz mit dem Bau einer Solarfabrik in Polen beauftragt worden, die jährlich Solarmodule mit 80 MW Kapazität produzieren soll. Finanzielle Details gab Meyer Burger nicht bekannt.
Bild: Technologie von Meyer Burger. / Quelle: Unternehmen

Der US-Solarkonzern SunEdison hat von einem Bankenkonsortium 155 Millionen Euro Kredit bewilligt bekommen, die in den Bau einer Solaranlage mit 73 MW Leistungskapazität in Chile fließen sollen. Für 178,6 Millionen Dollar hat das Unternehmen aus St. Peters in Missouri außerdem 50 Prozent aller Anteile am Solarprojektierer Silver Ridge Power aus Arlington in Virginia erworben. Verkäufer ist der US-Energiekonzern AES Corp. Die andere Hälfte der Beteiligung halte Riverstone Holdings, hieß es.

Technik von Ascent Solar Technology soll bei einem Forschungsprojekt der NASA zum Einsatz kommen. Eine Tochter der Raumfahrtbehörde habe flexible Dünnschichtsolarmodule für das Small-Business-Innovative-Research-Programm ausgewählt, erklärte das Unternehmen aus Thornton in Colorado.

Für ein Photovoltaikprojekt im türkischen Kayseri mit 12,6 MW Kapazität wurden die Solarmodule beim Hersteller Canadian Solar bestellt. Das teilte der Konzern aus Guelph in der kanadischen Provinz Ontario mit.

Andere Aktien

Der Holzwerkstoffhersteller und Öko-Hausbauspezialist Steico SE erhält einen Kredit von einem fünfköpfigen Bankenkonsortium, mit dem das Unternehmen aus Feldkirch bei München die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Polen finanzieren will. Wie viel Geld die Banken Steico mit dem auf fünf Jahre befristeten Kredit zur Verfügung stellen, teilte das Unternehmen nicht mit.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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