05.10.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Chinesische Sinovel sichert sich Windkrafttechnologie aus Kanada – Solon SE setzt auf israelischen Solarmarkt – Gewinneinbruch für Holzwerkstoff-Hersteller Delignit AG

Der DAX setzte in der vergangenen Woche seine Talfahrt fort und fiel um 2,0 Prozent auf 5.468 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones verlor 1,8 Prozent auf 9.488 Punkte. Der japanische Nikkei sank um 5,2 Prozent auf 9.732 Punkte. Öl verteuerte sich um 4,5 Prozent auf 67,80 US-Dollar je Barrel der Sorte Brent Crude Oil. Kupfer dagegen hat sich verbilligt, um 1,0 Prozent auf 5.907,25 Dollar je Tonne der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro gab um 0,9 Prozent nach auf 1,46 Dollar.

Windaktien

Der Hamburger Windturbinenhersteller REpower Systems AG hat die erste von insgesamt sechs Windkraftanlagen für das Offshore-Testfeld alpha ventus errichtet. Der Standort befindet sich rund 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Die Windräder haben eine Nennleistung von je fünf Megawatt (MW); die nun aufgestellte Anlage soll im vierten Quartal dieses Jahres Strom ins Netz einspeisen.

Der chinesische Windturbinenbauer Sinovel hat bei der American Superconductor Corporation (AMSC) weitere Komponenten für Windkraftanlagen geordert. Wie das US-Technologieunternehmen aus Denver im Bundesstaat Massachusetts mitteilte, beläuft sich das Auftragsvolumen auf über 100 Millionen Dollar. Die Lieferung werde von März 2010 bis Ende 2011 erfolgen.

Die EDF Energies Nouvelles, börsennotierte Tochtergesellschaft des Energiekonzerns EDF, hat im südfranzösischen Castanet einen Windpark mit rund 15 MW Leistung in Betrieb genommen. Insgesamt verfügt sie damit in Frankreich über ein Windkraft-Portfolio mit einer Gesamtleistung von 442,6 MW.

Solaraktien

Das Berliner Solarunternehmen Solon SE hat eine Kooperationsvereinbarung mit der israelischen Pretium Renewable Energy Ltd. abgeschlossen. Laut Solon soll in Israel eine attraktive Vergütungsregelung für Freiflächensolaranlagen eingeführt werden. Der Kooperationsvertrag sehe die gemeinsame Realisierung großer Freiflächenanlagen vor. Die Projektentwicklung und die Finanzierung sollen über Pretium erfolgen, die Realisierung der schlüsselfertigen Kraftwerke durch Solon. Die Berliner rechnen nach eigenen Angaben mit der Realisierung der ersten Projekte in 2010.

Aufträge und vorläufige Liefervereinbarungen im Wert von mehr als fünf Millionen Euro hat der Solarausrüster Manz Automation AG auf der “24th European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition” abgeschlossen. Die Aufträge würden großteils erst im kommenden Jahr ergebniswirksam, teilte das Unternehmen aus Reutlingen mit.

Das bayrische Solarunternehmen Payom AG hat in den ersten neun Monaten 2009 einen Umsatz von mehr als 41 Millionen Euro erzielt. Das teilt die Anbieterin von Aufdachanlagen aus Merkendorf mit. Das dritte Quartal sei das beste der Unternehmensgeschichte. Für das Schlussquartal 2009 rechnet das Unternehmen weiter mit einer hohen Nachfrage.

Die Robert Bosch Gmbh verzichtet im laufenden Übernahmeangebot an die Aktionäre der aleo solar AG auf ihre angestrebte Mindestanteilquote von 75 Prozent. Dadurch verlängert sich die Frist zur Annahme des Angebots vom 28. September auf den 12. Oktober. Laut Bosch hat die Europäische Kommission die Kartellfreigabe für die Übernahme des Solarmodulbauers erteilt. Der Konzern bietet den Aktionären neun Euro pro Aktie. Dieses Angebot liegt rund 43 Prozent über dem gewichteten durchschnittlichen Kurs der Aktie während der drei Monate vor Bekanntgabe der Übernahmeabsicht am 3. August. 39,43 Prozent der Anteile waren dem Unternehmen schon nach Unterzeichnung von Verträgen mit der Eriksen-Gruppe und weiteren Investoren zugefallen. Durch Zukäufe und angediente Aktien hat sich Bosch den Angaben zufolge bereits über 63,58 Prozent der aleo-Aktien gesichert. Das Unternehmen, das 2008 den Solarzellenhersteller Ersol übernommen hat, will sein Engagement in der Photovoltaik mit der Übernahme von aleo Solar ausbauen und die Wertschöpfungskette erweitern.

Der Münchener Chemiekonzern Wacker Chemie AG verkauft sein Geschäft mit Solarwafern an den Joint Venture-Partner Schott Solar AG. Er will sich nach eigenen Angaben künftig ausschließlich auf die Herstellung von polykristallinem Reinstsilizium konzentrieren. Wie Wacker miteilt, übernimmt Schott Solar deren Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Wacker Schott Solar GmbH (WSS). Man habe sich heute über die wesentlichen Eckpunkte des Verkaufs geeinigt. Schott Solar habe schon bisher den Großteil der von WSS produzierten Wafer abgenommen. Der Ausstieg aus dem Joint Venture wird das Ergebnis vor Steuern von Wacker laut deren Angaben einmalig mit rund 50 Millionen Euro belasten. 

Mit der Ausgabe von 3,4 Millionen neuen Aktien und damit 2,8 Prozent ihres Grundkapitals will die kanadische Timminco Ltd. sich von Lieferverpflichtungen freikaufen. Die Aktien erhält einer ihrer Kunden statt einer ausstehenden Zahlung von 3,9 Millionen Dollar aus einem nicht erfüllten Liefervertrag.

Mit einer eigenen Tochtergesellschaft in der taiwanesischen Region Hsinchu will die US-amerikanische Spire Corp. ihre Präsenz in Asien stärken. Wie das Unternehmen aus Bedford, Massachusetts, mitteilt, sollen von der Spire Taiwann LLC die Kunden in China, Korea, Japan, Malaysia, den Philippinen und Taiwan selbst betreut werden. Die taiwanesische Regierung hat den Angaben zufolge kürzlich eine Förderung der Solarindustrie beschlossen.

Der Liefervertrag des Solarkonzerns Trina Solar mit der ebenfalls chinesischen Jiangsu Zhongneng Polysilicon Technology Development Co. Ltd. Ist von acht auf 13 Jahre verlängert worden. Die Tochter der GCL-Poly Energy Holdings beliefert Trina seit April 2008 mit Solarsilizium, auch Solarwafer wurden bei dem Unternehmen bestellt.

Andere Aktien

Auf weniger als ein Zehntel des Vorjahresergebnisses ist der Gewinn des Holzwerkstoff-Herstellers Delignit AG im ersten Halbjahr 2009 eingebrochen. Wie das Unternehmen aus Blomberg mitteilte, fiel das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen von 2,7 auf 0,2 Millionen Euro. Der Umsatz brach um 42 Prozent auf 12,4 Millionen Euro ein. Das Konzernergebnis drehte von 0,9 Millionen im Vorjahr ins Minus und betrug negative 1,0 Millionen Euro. Der Vorjahresgewinn pro Aktie von 0,14 Euro verwandelte sich in einen Verlust pro Aktie von 0,15 Euro. Für das zweite Halbjahr geht das Unternehmen von einer leichten Belebung der Nachfrage aus.

Der Finanzvorstand der KTG Agrar AG, Wolfgang Bläsi, hat zum 30. September 2009 aus privaten Gründen das Unternehmen verlassen. Er werde dem Landwirtschaftsunternehmen weiter beratend zur Verfügung stehen, hieß es. Vorstand Siegfried Hofreiter werde den Bereich Finanzen und Controlling bis auf Weiteres kommissarisch übernehmen. Die übrigen Aufgaben von Wolfgang Bläsi würden innerhalb des vierköpfigen Vorstands verteilt.

Im ersten Halbjahr 2009 weniger verdient und weniger umgesetzt hat das Bauunternehmen Helma Eigenheimbau AG. Laut der Gesellschaft mit Sitz in Lehrte sanken die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr von 27,2 Millionen auf 26,4 Millionen Euro. Der Konzernverlust vor Zinsen und Steuern stieg von 0,1 Millionen auf 0,5 Millionen Euro. Für das zweite Halbjahr hofft Helma auf rund 35 Millionen Euro Umsatz. Damit ließen sich die Jahresziele von 60,0 Millionen Euro Konzernumsatz und 1,0 Millionen Euro Konzern-EBIT erreichen. Der Netto-Auftragseingang im ersten Halbjahr 2009 wuchs laut der Meldung um rund 28 Prozent auf 45,5 Millionen Euro. Damit sei der Auftragsbestand zum 30. Juni auf 72,2 Millionen Euro geklettert. Er liege damit im Vergleich zum Vorjahr mit rund 39 Prozent im Plus. Im Geschäftsjahr 2010 will das Bauunternehmen den Umsatz auf rund 78 Millionen Euro steigern und das Konzern-EBIT auf rund 3,0 Millionen Euro.

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