Windpark der Energiekontor AG / Foto: Unternehmen

05.09.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Chorus Clean Energy mit weniger Gewinn und Umsatz – der 400 Millionen-Rechenfehler bei Teslas SolarCity-Übernahme – Helma gewinnt mehr – UmweltBank-Aktie nun im Premium-Börsensegment

Der DAX stieg in der vergangenen Woche um fast ein Prozent auf 10.684 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones Index legte ein halbes Prozent auf 18.492 Punkte zu. Kräftiger kletterte der japanische Nikkei: Er lag zum Wochenschluss bei 16.926 Punkten, das sind 3,5 Prozent plus. Der chinesische Hang Seng Index stieg um 1,3 Prozent auf 23.242 Punkte.
Deutlich gefallen ist der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ – er ermäßigte sich um 5,7 Prozent auf 46,9 US-Dollar. Der Gold-Preis stieg um 4 US-Dollar auf 1.325 US-Dollar. Der Euro-Kurs  bewegte sich anderthalb Prozent nach unten, auf 1,12 US-Dollar.

Windaktien

Der Windkraftkonzern Energiekontor aus Bremen konnte Umsatz und Gewinn im ersten Halbjahr 2016 steigern. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 43 Prozent auf 43,3 Millionen Euro zu. Der Gewinn stieg von 1,8 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2015 auf 3,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2016.
Zudem verkaufte die Energiekontor AG den Solarpark Nadrensee an die Stadtwerke Tübingen. Der Solarpark befindet sich im Mecklenburg-Vorpommern und hat eine Nennleistung von knapp 9 Megawattpeak (MWp). Von der Servicestelle Windenergie der Thüringer Landesregierung wurde die Energiekontor AG mit dem Siegel „Faire Windenergie Thüringen“ ausgezeichnet.

Die Chorus Clean Energy AG hat im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatz- und Gewinnrückgang verzeichnet. Der Gewinn sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um circa 28 Prozent auf rund 4,1 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie verringerte sich im selben Zeitraum aufgrund einer zwischenzeitlich erfolgten Kapitalerhöhung noch deutlicher, von 0,32 Euro auf 0,15 Euro je Aktie. Maßgeblich für den Gewinnrückgang war ein um rund 3,8 Millionen Euro negativeres Finanzergebnis.

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex SE hat einen Auftrag aus Irland erhalten. Die Aktiengesellschaft aus Hamburg (Verwaltungssitz) und Rostock (Stammsitz und Hauptproduktionsstätte) soll elf Windenergieanlagen des Typs N90/2500 mit einer Nennleistung von jeweils 2,5 Megawatt (MW) für den Windpark „Slievecallan East“ an der Westküste Irlands liefern. Nordex soll den Windpark bis Ende 2017 errichten und in Betrieb nehmen. Zudem übernimmt Nordex für 15 Jahre auch die Vollwartung des Windparks.

Solaraktien

Das deutsche, an der Frankfurter Börse gelistete Maschinenbauunternehmen Singulus Technologies AG hat mit den chinesischen Firmen Golden Concord Holdings Limited (GCL) und China Intellectual Electric Power Technology Co., Ltd. (CIE) eine Zusammenarbeit beschlossen. Durch die Kooperation will Singulus der steigenden Nachfrage nach den besonders leistungsstarken Heterojunction (HJT) Solarzellen nachkommen.

Die RWE International SE, bald innogy, übernimmt den Photovoltaik- und Batteriespezialisten Belelectric Solar & Battery Holding GmbH aus Bayern. Der Kaufpreis soll nach eigenen Angaben im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Das Kartellamt muss dem Geschäft noch zustimmen. Durch die Übernahme von Belelectric Solar & Battery will RWE die Kompetenzen der innogy im Bereich Freiflächensolaranlagen stärken.

Im Rahmen der SolarCity-Übernahme durch den kalifornischen Elektroauto-Konzern Tesla, sind der beratenden Investmentbank Lazard drastische Fehler unterlaufen. Wie aus einer von Tesla veröffentlichten Börsennotiz hervorgeht, wurde die Verschuldung von SolarCity um 400 Millionen US-Dollar zu hoch bewertet. Je höher die Schulden, desto niedriger der Unternehmenswert - das heißt, Tesla hat beim Gebot für SolarCity eigentlich zu weit unten angesetzt.

Der chinesische Solarkonzern ReneSola Ltd hat ein Solarprojekt in Ibaraki, Japan, mit 1,23 Megawatt (MW) Kapazität verkauft. Das Projekt erfülle die Voraussetzungen für Japans 32 Yen-Einspeise-Tarif, so ReneSola. Von den Einnahmen durch den Verkauf wolle ReneSola ab dem dritten Quartal 2016 profitieren, heißt es.

Die chinesische GCL-Poly Energy Holdings Limited plant, für rund 150 Millionen US-Dollar Teile des insolventen amerikanischen Solarkonzerns Sunedison Inc. zu erwerben. Im Blick der GCL-Poly sind drei Tochterunternehmen aus der Polysilizium- und Solarzellenproduktion von Sunedison. Damit will GCL-Poly seine Produktionskapazitäten weiter ausbauen.


Andere Aktien

Die Aktie der UmweltBank-AG ist seit dem 1. September 2016 im Premiumsegment m:access gelistet und über alle deutschen Börsenplätze einschließlich Xetra handelbar.

Das Agrarunternehmen KTG Agrar SE mit Sitz in Hamburg hatte sich bereits vor knapp zwei Monaten als insolvent gemeldet. Nun sollen nach Angaben der KTG-Gruppe auch die beiden Tochtergesellschaften Delta Agrar GmbH und Delta Agrar Handels GmbH in die Insolvenz folgen. Die KTG Agrar SE hatte zum 30. Juni 2016 von den beiden Tochtergesellschaften eine Zahlung über insgesamt 47,9 Millionen Euro gefordert, woraufhin die Delta Agrar GmbH und die Delta Handels GmbH vor dem Amtsgericht Neuruppin angaben, nicht zahlungsfähig zu sein.

Die VTG AG aus Hamburg hat für das erste Halbjahr 2016 einen Umsatzrückgang und einen Gewinnanstieg vermeldet. Der Umsatz des Waggonvermieters und Schienenlogistikkonzerns verringerte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 3,7 Prozent auf 493,3 Millionen Euro. Der Konzerngewinn lag dagegen im ersten Halbjahr 2016 mit 26,7 Millionen Euro um 47,7 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

Die Helma Eigenheimbau AG aus Lehrte bei Hannover, veröffentlicht in ihrem Halbjahresbericht 2016 ein Plus bei Umsatz und Ergebnis. Die Umsatzerlöse im Helma-Konzern haben sich laut Bericht in der ersten Jahreshälfte 2016 gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel von 77,0 auf 103,0 Millionen Euro gesteigert. Wegen deutlicher Rohertragsmargen sei das Halbjahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um rund 29 Prozent auf 6,3 Millionen Euro geklettert, so Helma. Das Finanzergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf minus 1,1 Millionen Euro. Insgesamt liege das Konzernergebnis nach Anteilen Fremder bei 3,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,2 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich von 0,61 auf 0,90 Euro – ein Plus von rund 48 Prozent.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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