Eine Windfarm der Energiekontor AG. Sie hat jetzt ein Projekt an die Capital Stage AG verkauft. / Foto: Unternehmen

23.11.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Energiekontor AG verkauft Windpark an Capital Stage AG – JinkoSolar meldet Gewinneinbruch – Biokraftstoffhersteller CropEnergies erhöht Prognose abermals

Der DAX ist in der vergangenen Woche um 3,8 Prozent auf 11.120 Punkte gestiegen. Um 3,5 Prozent verbesserte sich der US-amerikanische Dow Jones Index auf 17.824 Punkte. Der japanische Nikkei kletterte um 1,4 Prozent auf 19.8809 Punkte. Ein Plus von 1,6 Prozent auf 22.755 Punkte erreichte der chinesische Hang Seng Index. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ hielt sich stabil bei 44,44 Euro. Um 5,2 Prozent auf 4.558 Euro verbilligte sich die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro verlor gegenüber dem US-Dollar um 1,2 Prozent auf 1,064 Dollar an Wert.

Windaktien

Die Energiekontor AG aus Bremen hat eine Windfarm an die Hamburger Capital Stage AG verkauft. Der Bau des Windparks nahe Bremerhaven steht nach Unternehmensangaben kurz vor dem Abschluss. Das Projekt soll zum Ende des laufenden Monats für 70 Millionen Euro den Besitzer wechseln und das Windkraftportfolio der Capital Stage AG auf 100 Megawatt (MW) erhöhen. Energiekontor werde das Projekt als Dienstleister betreiben, hieß es dazu.

Nachdem ein großer Windpark in Schottland nicht wie geplant umgesetzt werden kann, steht die Gewinnprognose der PNE Wind AG auf der Kippe. Wie der Cuxhavener Windkraftprojektierer bekannt gab, haben die schottischen Behörden die Baugenehmigung für den Windpark Sallachy mit einer geplanten Kapazität von 66 MW verweigert. Die PNE Wind AG prüfe zum einen, ob es Ansätze  für ein Widerspruchsverfahren gebe und zum anderen, welche wirtschaftlichen Folgen ein Aus des Großvorhabens für die PNE Wind AG nach sich ziehen könnte. Für das Geschäftsjahr 2015 war das Projekt Sallachy mit einem Ergebnisbeitrag vor Steuern und Zinsen (EBIT) von rund 25 Millionen Euro ein wesentlicher Baustein für das für 2015 prognostizierte Konzern-EBIT.

Zum Bau eines Windparks in seiner französischen Heimat hat der Windparkbetreiber Futuren SA Windräder bestellt und einen langfristigen Servicevertrag abgeschlossen.
Die Bestellung umfasse vier Windräder mit 13,2 Megawatt (MW) Leistungskapazität, teilte das Unternehmen mit, das bis vor kurzem noch Theolia SA hieß. Zusätzlich werde der beauftragte Hersteller für fünfzehn Jahre Service und Wartung der Anlagen übernehmen, erklärte Futuren. Welcher Hersteller die Windräder liefern und warten soll, blieb allerdings offen. Futuren kündigte an, das Bauvorhaben im Departement Aube umzusetzen und sie anschließend in den Eigenbestand zu übernehmen. Voraussichtlich noch im ersten Quartal 2016 werde der Windpark in Betrieb gehen.

Die China Ming Yang Windpower hat vorläufige Zahlen für das dritte Quartal bekannt gegeben. Demnach hat der Windradhersteller mit Hauptsitz im chinesischen Zhongshan rund 274 Millionen Dollar Umsatz erzielt und 14,4 Millionen Dollar Nettogewinn.

Solaraktien

Die insolvente Solar-Fabrik AG aus Freiburg verkauft ihre Tochtergesellschaft Solar Application GmbH. Das haben nach ihren Angaben der Sachwalter und der Gläubigerausschuss entschieden. Der Verkauf der Tochter soll bis Ende März 2016 abgeschlossen sein.

Die Singulus Technologies AG aus Kahl am Main hat das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2015 mit mehr Umsatz und weniger Verlust abgeschlossen. In den ersten neun Monaten 2015 verbuchte der Solarausrüster mit 57,7 Millionen Euro 9,3 Prozent mehr Umsatz als im Vergleichszeitraum 2014. Zugleich reduzierte die Spezialistin für Maschinen zur Herstellung von Solartechnik und DVD- sowie Blu-Ray-Speichermedien den EBIT-Verlust um 64 Prozent auf 13,9 Millionen Euro. Im dritten Quartal kletterte der Umsatz um 25,8 Prozent auf 28,5 Millionen Euro, während der EBIT-Verlust auf 4,1 Millionen Euro sank. Im Vorjahresquartal war der EBIT-Verlust noch knapp sechsmal so hoch ausgefallen.

Die Meyer Burger Technology AG aus der Schweiz hat ihre Prognose für 2015 stark gekürzt Der Maschinenbauer aus Thun und hängt stark von Aufträgen aus der Solarbranche ab. Für Solarhersteller bietet er unter anderem Systeme zum Schneiden von Solarwafern an. Wie die Unternehmensführung mitteilte, haben sich bei einigen Kunden aus der Solarbranche Projekte verzögert. Das habe zur Folge, dass sich deren Abnahmen von Maschinen und Systemen der Meyer Burger Technology AG in das nächste Jahr verschieben. Deshalb seien die Ziele beim Umsatz und Ergebnis nicht mehr zu erreichen.
Vor drei Monaten hatte die Unternehmensspitze noch die Umsatzprognose für 2015 von rund 400 Millionen CHF bekräftigt. Nun stellt der Solarausrüster nur noch 290 bis 340 Millionen CHF in Aussicht. Der Solarausrüster hatte im Vorjahr rund 316 Millionen CHF erlöst. Im ersten Halbjahr hatte das Unternehmen einen Umsatz von 124,4 Millionen CHF erreicht und damit den Vergleichswert des Vorjahres von 129 Millionen CHF unterschritten.
Im ersten Halbjahr hatten die Schweizer zudem beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) ein Minus in Höhe 32,7 Millionen CHF erwirtschaftet. Der Verlust des Vorjahreszeitraums von minus 55,2 Millionen CHF war damit immerhin verringert worden. Die Führung von Meyer Burger Technology AG hatte im August das Ziel bestätigt, im Gesamtjahr wieder eine „schwarze Null“ zu erreichen. Davon hat sie sich jetzt aber ebenfalls verabschiedet. Sie erwartet nun beim EBITDA einen Fehlbetrag von 40 bis 65 Millionen CHF.

Der kalifornische Solarkonzern SunPower will seine Projektaktivitäten in China ausbauen. Das Unternehmen plant laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht drei Solarkraftwerke in der Inneren Mongolei. Hierbei handelt es sich um ein autonomes Gebiet im Norden der Volksrepublik. Die Projekte sollen eine Leistungskapazität von 170 Megawatt (MW) erreichen und im kommenden Jahr ans Netz kommen.
SunPower wird den Angaben zufolge diese drei Solarfarmen nicht allein finanzieren und besitzen, sondern gemeinsam mit zwei Partnern. Dabei handelt es sich laut der Pflichtmitteilung zum einen um den einheimischen Projektierer Tianjin Zhonghuan Semiconductor Co. Der andere Projektpartner ist Apple, wie SunPower-Chef Tom Werner gegenüber Bloomberg erklärte.

Foto: Solaranlage von SunPower. / Foto: Unternehmen


Trotz eines deutlichen Umsatzanstiegs hat der US-Dachsolaranlagenspezialist Sunrun Inc. sowohl im dritten Quartal als auch in den ersten neun Monaten weiter Verlust erwirtschaftet. Im dritten Quartal 2015 fielen 2,8 Millionen Dollar Nettoverlust an. Im Vorjahresquartal war der Nettoverlust noch mehr als viermal höher ausgefallen. Der Quartalsumsatz des Unternehmens aus San Francisco kletterte um 47,3 Prozent auf 82,6 Millionen Dollar. Der Nettoverlust lag in den ersten neun Monaten 2015 bei 13,2 Millionen Dollar. Für die ersten neun Monate 2014 hatte Sunrun aber noch mehr als drei Mal so viel Nettoverlust verbucht. Mit rund 205 Millionen Euro lag der Umsatz der ersten neun Monate um 48 Prozent über dem des ersten Dreivierteljahres 2014.

Eine verbesserte Zwischenbilanz hat der US-Dachsolaranlagenprojektierer Vivint Solar vorgelegt. Der Umsatz der ersten neun Monate hat sich demnach beinahe verdreifacht. Er kletterte auf 48,1 Millionen Dollar nach 18,4 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Allerdings stiegen auch die Kosten aus den laufenden Geschäften kräftig an. Für die ersten neun Monate 2015 verbuchte das Unternehmen aus Lehi in Utah gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Kostenanstieg um 58 Prozent auf 223,5 Millionen Dollar. Der Verlust beim Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte um 40 Prozent auf 184 Millionen Dollar.

Die chinesische JinkoSolar hat im dritten Quartal ein deutliches Umsatzwachstum erzielt. Der Solarhersteller steigerte den Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum rund 58 Prozent auf 4,1 Milliarden Renminbi  oder 637,6 Millionen US-Dollar. Der Solarkonzern aus Shanghai hat nach eigenen Angaben im dritten Quartal Solartechnik mit einer Gesamtkapazität von 1.136 MW ausgeliefert. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem dritten Quartal 2014 um über 56 Prozent. Davon entfielen rund 71 MW auf Solarmodule, die JinkoSolar für eigene Solarparks produziert hat. Ende September betrieben die Chinesen Photovoltaikprojekte mit einer Gesamtkapazität von über 708 MW. Sie soll laut Kangping Chen, Chief Executive Officer von JinkoSolar, bis zum Jahresende auf rund 800 MW anwachsen.
Allerdings ist das operative Ergebnis des Solarkonzerns stark eingebrochen, von 239,9 Millionen Renminbi Gewinn im Vorjahreszeitraum auf nun 195,1 Millionen Renminbi oder 30,7 Millionen US-Dollar. Den Nettogewinn schrumpfte von 280,6 Millionen Renminbi auf 195,1 Millionen Renminbi. Je Aktie hat er sich auf 3,12 Renminbi oder 0,48 US-Dollar mehr als halbiert. Für das dritte Quartal 2014 hatte JinkoSolar  als Nettogewinn noch 1,32 Dollar je Aktie ausgewiesen.

Der chinesische Solarkonzern ReneSola Ltd. hat in den ersten neun Monaten 368,2 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet.  Gegenüber dem Vorjahresquartal ist das ein Rückgang um 1,1 Prozent. Dennoch steigerten die Chinesen den Gewinn im operativen Geschäft (EBIT) um 34 Prozent auf 11,4 Millionen Dollar. Der Nettogewinn erreichte 8,6 Millionen Dollar nach 11,7 Millionen Dollar Nettoverlust im Vorjahreszeitraum.

Die chinesische JA Solar steigerte den Absatz im dritten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 43,5 Prozent auf 1.127 MW. Der Quartalsumsatz kletterte um 26,5 Prozent auf umgerechnet 601 Millionen Dollar. Der Quartalsgewinn im operativen Geschäft (EBIT) wuchs um 58 Prozent auf 47,1 Millionen Dollar. Der Nettogewinn des dritten Quartals 2015 lag mit 40,8 Millionen Dollar sogar 61,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Dank deutlich gesteigerter Absätze ist Hanwha Q Cells Co. Ltd. im dritten Quartal ein Umsatzsprung gelungen. Das brachte den koreanischen Solarkonzern zurück in die Gewinnzone. Das Unternehmen aus Seoul hat das dritte Quartal 2015 mit umgerechnet 427,2 Millionen Dollar Umsatz und 52,4 Millionen Dollar Nettogewinn abgeschlossen. Im dritten Quartal 2014 hatte Hanwha Q Cells mit 195,2 Millionen Dollar noch deutlich weniger als halb so viel Umsatz erzielt und 38,2 Millionen Dollar Nettoverlust verbucht.
Für Solarkraftwerke im US-Bundesstaat North Carolina hat der dort ansässige Projektentwickler SunEnergy1 bei Hanwha Q Cells Solarmodule mit über 35 MW Leistungskapazität bestellt. Die Lieferungen würden noch vor Jahresfrist abgeschlossen, teilten die Koreaner dazu mit.

Foto: Solarmodul von Hanwha Q Cells. / Foto: Unternehmen

Bioenergieaktien

Der Biokraftstoffhersteller CropEnergies AG aus Mannheim hat zum zweiten Mal innerhalb von knapp acht Wochen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2015/2016 (Bilanzstichtag 28. Februar) angehoben. Grund ist die positive Preisentwicklung für Bioethanol. CropEnergies werde im Gesamtjahr 2015/2016 nicht wie zuletzt erwartet maximal 70 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erzielen, sondern bis zu 90 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.

Andere Aktien

Die Capital Stage AG meldete ein starkes Wachstum in den ersten neun Monaten und hat die Prognose für das Gesamtjahr 2015 abermals angehoben. Wie das Unternehmen bekannt gab, verbesserte es den Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 50 Prozent auf 94,4 Millionen Euro. Das EBIT in den ersten drei Quartalen stieg um 60 Prozent auf 53,5 Millionen Euro. Der Wind- und Solarparkbetreiber erwartet für das Gesamtjahr nun einen Umsatzsprung auf 110 Millionen Euro und ein EBIT in Höhe von 51 Millionen Euro.

Das Hamburger Schienenlogistikunternehmen VTG AG hat in den ersten neun Monaten den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 25,1 Prozent auf 764,1 Millionen Euro verbessert. Das EBIT sprang um 82,6 Prozent auf 111,2 Millionen Euro.

Die kanadische Brennstoffzellenspezialistin Hydrogenics soll Antriebe und Ladestationen nach China liefern. Dazu seien jüngst in Peking verschiedene Ausrüsterverträge mit verschiedenen chinesischen Kunden aus der E-Fahrzeugindustrie unterzeichnet worden, teilt das Unternehmen aus Mississauga in Ontario mit. Sie hätten die Aus- und Umrüstung von rund 2.000 Fahrzeugen in den kommenden drei bis fünf Jahren in Auftrag gegeben, teilte das Hydrogenics-Management dazu mit. Es erhofft sich von diesen Geschäften in den kommenden zwölf Monaten rund 10 Millionen Dollar mehr Umsatz.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x