Testapparatur für Windräder von Vestas. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Erfolg für PNE Wind AG in Großbritannien – aleo solar AG meldet weitere Verluste – Großauftrag für Vossloh AG aus Südafrika

In der vergangenen Woche hat der DAX sich um 1,2 Prozent auf 8.725 Punkte verbessert. Um 1,1 Prozent kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index auf 15.237 Punkte. Der japanische Nikkei sprang um 2,7 Prozent auf 14.405 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong legte leicht um 0,3 Prozent auf 23.218 Punkte zu. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 111,30 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um 0,7 Prozent auf 7.217 Dollar. Der Euro verbilligte sich um 0,7 Prozent auf 1,354 Dollar.

Windaktien

Der dänische Windturbinenbauer Vestas Wind Systems soll einen Windpark in Rumänien mit Anlagen ausstatten. Wie das Unternehmen aus Århus bekannt gab, stammt die Order von S.C. Crucea Wind Farm S.R.L., einer Tochter der deutschen STEAG GmbH. Diese habe Windräder mit einer Gesamtkapazität von 108 Megawatt (MW) für den Windpark Crucea Nord in der Provinz Dobrogea bestellt. Die Lieferung soll im April 2014 beginnen, der Netzanschluss ist für den Dezember kommenden Jahres vorgesehen. Laut Vestas werden die Dänen dann auch für zehn Jahr den Service für die Anlagen übernehmen.
Die Dänen gaben ferner den Verkauf ihrer Stahlverarbeitung bekannt. Es handele sich demnach um vier Gießereien und zwei Verarbeitungsbetriebe mit insgesamt 1.000 Mitarbeitern in Deutschland, Norwegen, Dänemark und in China. Käufer sei die VTC Partners GmbH, eine Industrieholding aus München, zu der auch die Gießerei Silbnitz mit Sitzen in Zeitz und im slowakischen Košice gehört. Letztere wiederum zählt Vestas zufolge seit längerem zu den Zulieferern des Windradherstellers.
Die Auslagerung dieser Produktionsstufe sei ein weiterer notwendiger Schritt auf dem Weg, Vestas effizienter zu machen und stärker zu fokussieren, hieß es. Die VTC-Gruppe und speziell Silbitz werde künftig weiterhin unter anderem Grundrahmen, Naben und Hohlwellen für Windräder von Vestas liefern. Dies sei über einen separat geschlossenen Zuliefervertrag gesichert.

Ein umfangreichen Auftrag zur Lieferung von Windrädern in die USA ist beim spanischen Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica eingegangen. Bestellt worden seien 101 Windräder mit zusammen 202 MW Leistungskapazität, teilte das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland mit. Abnehmer sei Iberdrola Renewables, die US-Grünstromsparte des spanischen Energieriesen Iberdrola SA. Vorgesehen seien die Turbinen vom Typ G97-2.0 für eine Windfarm in Texas, die voraussichtlich ab dem Jahresende 2014 errichtet werde, so Gamesa weiter. Die Lieferungen will das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2014 beginnen.

Der Windkraftprojektierer PNE Wind AG aus Cuxhaven erntet nun erste Früchte aus einer Kooperation mit der schottischen Forstbehörde (Forestry Commission Scotland, FSC), die im Januar 2013 geschlossen wurde: Nach Unternehmensangaben herrscht jetzt Klarheit darüber, dass die PNE Wind AG an mehreren Standorten in Schottland Windparks mit einer Gesamtleistungskapazität zwischen 100 und 200 MW realisieren soll. Konkret sei vereinbart worden, sei dass die Windfarmen in den Gebieten Bachan Burn in den Forstbezirken Cowal und Trossachs sowie Little Rig und Elrick im Forstbezirk Tay entstehen sollen.
Unterdessen erzielte die PNE-Wind-Tochter WKN AG aus Husum einen Vertriebserfolg in Frankreich. Das ebenfalls auf Konzeption, Planung und Bau von Windparks spezialisierte Unternehmen verkaufte die Projektrechte an einer im Bau befindlichen Windfarm mit zwölf MW an das Emissionshaus KGAL aus Grünwald bei München. WKN werde den Bau der Anlage in Dargies in der Region Picardie im Norden Frankreichs im Auftrag von KGAL weiter begleiten, hieß es in einer Mitteilung der WKN AG dazu. Voll ausgebaut soll der Windpark über sechs Turbinen des Herstellers Enercon verfügen, hieß es weiter.

Solaraktien

Der Solartechnikhersteller aleo solar AG hat es nach vorläufigen Berechnungen die ersten drei Quartale 2013 mit einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von minus 38,0 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahreszeitraum hatte der Fehlbetrag mit 51,5 Millionen Euro noch höher gelegen. Der Umsatz der ersten neun Monate ist laut dem Unternehmen mit Sitzen in Oldenburg und Prenzlau von 222,4 Millionen auf 99,1 Millionen Euro eingebrochen. Der offizielle Zwischenbericht zum 30. September 2013 mit den endgültigen Zahlen hat es für den 12. November 2013 angekündigt.

Die Auflösung eines langfristigen Liefervertrages für Wafer kostet den US-Solarkonzern SunEdison Inc. (vormals MEMC) aus St. Peters in Missouri einen zweistelligen Millionen-Betrag. Eine in Singapur ansässige SunEdison-Tochter einigte sich mit dem taiwanesischen Solarzellenhersteller Gintech Energy Corp. darauf, einen ursprünglich noch bis 2016 gültigen Liefervertrag für Solarwafer vorzeitig aufzulösen. Der 2006 geschlossene Vertrag sah vor, dass SunEdison Wafer zu mehrfach nachverhandelten Festpreisen an den Kunden aus Taiwan liefert.
Für den Auftrag erhielt SunEdison nach eigener Darstellung rund 57 Millionen Dollar. Mit der vorzeitigen Auflösung würden nun 35 Millionen Dollar als Rückerstattung an Gintech fällig, hieß es. Der Betrag werde zwischen Dezember 2013 und Juni 2016 quartalsweise in Raten gezahlt, hieß es weiter. Gintech bleibe ein wichtiger Geschäftspartner von SunEdison, betonten die Amerikaner.

SolarCity Inc., Solarprojektierer aus San Matteo in Kalifornien, will für voraussichtlich 158 Millionen US-Dollar Zep Solar erwerben, einen Hersteller von Solarsystemen. Die Transaktion soll über die Ausgabe von Aktien erfolgen. Allerdings müsse Zep Solar zuvor noch seine Verschuldung verringern, hieß es dazu. Die Übernahme sei für den Dezember geplant. Erst dann werde über die Ausgabe der neuen Stammaktien von Solarcity entschieden. Die Systeme von Zep Solar ermöglichen nach Unternehmensangaben eine schnelle und damit kostengünstige Installation von Solaranlagen.

First Solar hat eine nicht benötigte Solarfabrik aus Mesa im US-Bundesstaat Arizona verkauft, in dem sie selbst ansässig ist. Das gab das Unternehmen aus Tempe in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht bekannt. Der Käufer wurde nicht genannt. First Solar fließen aus dem Verkauf Einnahmen von über 100 Millionen Euro zu.

Der britische Projektentwickler Lightsource Renewable Energy hat Solarmodule bei der chinesischen JinkoSolar bestellt. Wie das Unternehmen aus Shanghai mitteilt, wurden die  Module für einen britischen Solarpark mit zusammen 18,5 MW Leistungskapazität geordert.

Bioenergieaktien

Ende kommenden Jahres soll in Kroatien eine BioDiesel-Anlage der börsennotierten BDI - BioEnergy International AG in Betrieb gehen. Laut dem Unternehmen aus dem österreichischen Grambach wurde jetzt dafür der Vertrag mit der einheimischen Kundin biom d.o.o. abgeschlossen. Demnach werde BDI die nach ihren Angaben bislang größte Multi-Feedstock BioDiesel-Anlage Kroatiens errichten. Die Gesamtkapazität der Anlage werde rund 100.000 Tonnen pro Jahr betragen. Das Auftragsvolumen des Projekts beziffern die Österreicher mit über 20 Millionen Euro.

Der Biokraftstoffhersteller CropEnergies AG aus Mannheim hat endgültige Zahlen für das erste Halbjahr 2013/2014 vorgelegt. Darin bestätigt das Unternehmen sowohl die bereits gemeldeten Zahlen zum Geschäftsverlauf der ersten Jahreshälfte als auch die Prognose für das gesamte Jahr 2013/2014. Der Konzernumsatz der CropEnergies AG stieg im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraums um 16 Prozent auf 372 Millionen Euro und übertraf damit den bisherigen Rekordwert aus dem 2. Halbjahr 2012/13. Das Umsatzwachstum ist laut dem Unternehmen die Folge des höheren Bioethanolabsatzes sowie besserer Erlöse für Bioethanol und für eiweißhaltige Lebens- und Futtermittel. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Biokraftstoffherstellers verringerte sich dagegen aufgrund höherer Rohstoffpreise um 21 Prozent auf 42 Millionen Euro. Das operative Ergebnis reduzierte sich im 1. Halbjahr 2013/14 um 30 Prozent auf 26 Millionen Euro. Darin sind die im 2. Quartal 2013/14 eingetretenen einmaligen Belastungen durch Hochwasserschäden und zusätzliche Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten berücksichtigt.

Andere Aktien

Die Capital Stage AG aus Hamburg führt eine Kapitalerhöhung durch. Das Unternehmen kündigte an, rund 13,5 Millionen neue Stammaktien auszugeben. Das Grundkapital soll von derzeit 54.064.999 Millionen Euro auf 67.581.248Millionen Euro erhöht werden. Die Führung von Capital Stage AG will die Einnahmen aus der Aktienemission vor allem für Investitionen in Solar- und Windparks, zu verwenden. Das Unternehmen hat eine Vorabplatzierung bereits nach einem Tag beendet und dabei einen Brutto-Emissionserlös von 22,7 Millionen Euro erzielt. Dabei wurden insgesamt 6.211.533 Neue Aktien ausgegeben. Zum Bezugspreis von 3,65 Euro je Neuer Aktie bietet sie nun bis voraussichtlich zum 23. Oktober 2013 noch bis zu 7.304.716 Neue Aktien an.

Aus Indonesien hat Ormat Technologies Inc. einen neuen großen Auftrag zur Realisierung eines geothermischen Großkraftwerks erhalten. Das US-Unternehmen aus Reno in Nevada teilte mit, es werde in der Provinz Tenggara auf der indonesischen Insel Sumbawa einen geothermischen Kraftwerksblock mit 60 MW Leistungskapazität realisieren. Schon die Projektentwicklung des Kraftwerksprojekts „Hu’u Dompu” obliege den Amerikanern zusammen mit der Pacific Geo Energy (PAGE). Ormat werde zunächst zu 90 Prozent an dem geothermischen Großkraftwerk beteiligt bleiben, das in drei Bauabschnitten innerhalb von sechs Jahren errichtet werde, hieß es weiter. Die übrigen zehn Prozent des Bauvorhabens sollen bei PAGE und PT Bima Transindo Persada verbleiben.

Der Bahntechnik-Konzern Vossloh AG aus Werdohl hat einen Großauftrag aus Südafrika gemeldet. Demnach soll das Unternehmen 70 Lokomotiven für den Einsatz im Passagierverkehr an die einheimische Swifambo Rail Leasing liefern. Swifambo liefere die Lokomotiven an die Passenger Rail Agency of South Africa (PRASA), die ihre Flotte mit den Vossloh-Lokomotiven erneuern und erweitern werde.
Das Gesamtvolumen des Vertrags beziffert Vossloh mit rund 250 Millionen Euro. Die ersten Einheiten sollen im zweiten Quartal 2014 und die letzten Lokomotiven bis Ende 2016 nach Südafrika geliefert werden. Der Vertrag umfasst laut dem Unternehmen auch eine Option für zusätzliche Lokomotiven, die Wartung vor Ort in Südafrika sowie Ausbildungsmaßnahmen und Wissenstransfer.

Die österreichische Filtersystemspezialistin Best Water Technology AG (BWT AG) hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Wie das Unternehmen aus Mondsee mitteilt, beeinträchtigt die „unverändert angespannte Marktlage bei öffentlichen Aufträgen vor allem im Schwimmbad-Anlagenbau in Deutschland und in Österreich“ ihre Ertragslage „stärker als bisher erwartet“. Die BWT-Führung rechne mit einer Belastung von vier Millionen Euro für das Konzernergebnis 2013 durch Ertragseinbußen, Einmalkosten aus Kapazitätsanpassungen sowie einer Verbesserung und Bereinigung der Standorte und des Produktportfolios.
BWT sagte für das laufende Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 10 Millionen Euro voraus nach 14 Millionen Euro im Vorjahr.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer "Aktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.



Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x