30.06.08 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Erfolgreiches Börsendebüt für SMA Solar Technologie AG – Sinosol AG verschiebt Börsengang – EnviTec Biogas AG meldet größten Auftrag der Firmengeschichte

Die Leitindizes DAX, Dow-Jones und Nikkei setzten in der vergangenen Woche ihre Talfahrt fort. Der DAX verlor 2,38 Prozent auf 6.421,91 Punkte. Der japanische Nikkei büßte 2,62 Prozent ein und lag zum Wochenschluss bei 13.544,36 Punkten. Der US-amerikanische Dow-Jones knickte gar um 5,05 Prozent ein auf 11.346,51 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte "Brent Crude Oil" stieg um 3,7 Prozent auf 139,83 Dollar. Kupfer verteuerte sich um 1,02 Prozent auf 8.677,50 Dollar für eine Tonne Copper Grade A 8.589,75. Der Euro legte gegenüber dem Dollar um 1,20 Prozent zu auf 1,57 Dollar.


Für zwei Windparks in China soll der Windkraftanlagenhersteller Vestas Wind Systems A/S die Windräder liefern. Ein Tochterunternehmen der China Datang Group hat 50 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 100 Megawatt (MW) bei den Dänen bestellt. Sie sollen ab Ende dieses Jahres geliefert und bis Mitte 2009 im Norden Chinas aufgestellt werden.

Die REpower North, China, hat von dem chinesischen Energie- und Immobilienkonzern Guangdong Baolihua New Energy einen Auftrag über 24 Windkraftanlagen erhalten. Die Order umfasst insgesamt 48 MW. Die Turbinen des Typs MM82 sollen im Sommer 2009 in einem Windpark an der Küste der Provinz Guangdong aufgestellt werden. An dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Stahl- und Maschinenbauunternehmen North Heavy Industrie Corporation und dem Projektentwickler Honiton Energy Ltd. ist die Hamburger REpower Systems AG zu 50,01 Prozent beteiligt. 


Die Stuttgarter Sinosol AG hat ihren Börsengang verschoben. Grund dafür sei das „aktuell volatile Kapitalmarktumfeld“, so der  Projektierer und Entwickler von schlüsselfertigen Solarparks und Anbieter von Photovoltaik-Systemen. Man halte aber an dem Vorhaben fest, an den Kapitalmarkt zu gehen.

Die SMA Solar Technologie AG hielt dagegen an ihren Börsenplänen fest. Laut dem Hersteller von Wechselrichtern für Solaranlagen mit Sitz in Niestetal bei Kassel, war die Platzierung mehrfach überzeichnet. Der Platzierungspreis lag bei 47 Euro pro Aktie, bei einer ursprünglichen Preisspanne von 40 Euro bis 52 Euro. Beim Börsendebüt am Freitag ging die Aktie in Frankfurt mit 55,90 Euro aus dem Handel.

Der Solarmodulhersteller aleo solar AG wird den gesamten Bilanzgewinn 2007 in sein weiteres Wachstum investieren. Das entschieden die Aktionäre des Unternehmens mit Sitz in Oldenburg und Prenzlau auf der Hauptversammlung in Oldenburg. Der Überschuss beläuft sich demnach auf 8,3 Millionen Euro. Laut Finanzvorstand Uwe Bögershausen will die aleo solar AG aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage bis 2010 die Produktionskapazität schrittweise auf 250 MW ausbauen.

Einen Vertrag über die Auslieferung von Siliziumwafern mit einer Gesamtleistung von 125 MW hat die PV Crystalox Solar PLC mit der US-amerikanischen SpectraWatt geschlossen. Die Wafer sollen von 2009 bis 2013 geliefert werden. SpectraWatt forscht an neuen Technologen für die günstigere Produktion von Solarzellen. An ihr ist neben dem Chiphersteller Intel auch die Berliner Solon AG beteiligt.

Die Merkendorfer Payom Solar AG hat beim chinesischen Solarhersteller Yingli Green Energy Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 8,5 MW bestellt. Der Lieferzeitraum reicht von Oktober 2008 bis Oktober 2009.
Weitere Aufträge erhielt Yingli von der Hamburger Conergy AG. Laut dem Solarkonzern aus Baoding bestellte diese für 2008 und 2009 Module mit einer Kapazität von zusammen 57 MW. Ferner werde Yingli an die GeckoLogic GmbH von September bis März 2009 bis Solarmodule mit zusammen sieben MW Leistung liefern.

Der Solarzellenhersteller China Sunergy hat für 45 Millionen Dollar Schuldverschreibungen an einen ungenannten Privatinvestor verkauft. Die Mittel sollen innerhalb einer Laufzeit von fünf Jahren bis 2013 wieder an den Investor zurückgehen. Die Einnahmen will das chinesische Unternehmen vorwiegend für den Ausbau der Produktionskapazitäten verwenden.
Solarwafer im Wert von rund 400 Millionen Dollar soll der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation ASA (REC) an China Sunergy liefern. Das Unternehmen unterzeichnete einen Liefervertrag mit Laufzeit von Ende 2009 bis Ende 2015 mit der Konzerntochter REC Wafer.

Die Roth & Rau AG aus Hohenstein-Ernstthal kooperiert mit der US-amerikanischen Halbleiterspezialistin SVTC Technologies. Dem deutschen Ausrüster für die Solarbranche zufolge haben die Partner einen Vertrag unterzeichnet, wonach Roth & Rau eine schlüsselfertige Entwicklungs- und Produktionslinie für Siliziumsolarzellen in das Photovoltaik-Entwicklungszentrum der SVTC Solar in San Jose liefert. Ferner wolle man bei der Entwicklung und dem Marketing von Produkten und Systemen zusammenarbeiten.

Die 3S Swiss Solar Systems AG aus Lyss in der Schweiz hat Umsatz und Gewinn in den ersten vier Monaten des Jahres kräftig gesteigert. Mit 14,5 Millionen Schweizer Franken (CHF) erreichte der Ausrüster für die Solarbranche bereits mehr als die Hälfte des Umsatzes des gesamten Vorjahres. Der Betriebsgewinn wuchs in den ersten vier Monaten auf 1,8 Millionen CHF. Der Nettogewinn in der Periode belief sich auf 1,6 Millionen CHF. Den Berichtszeitraum des Trimesters (vier Monate) habe man aufgrund der geplanten Kapitalerhöhung im Zuge der Akquisition von Somont gewählt, so 3S Swiss. Das Unternehmen rechnet mit anhaltend starkem Wachstum.

Eine Produktionsanlage für die Fertigung von Solarmodulen hat die Spire Corporation nach China geliefert. Laut dem Unternehmen aus Bedford im US-Bundesstaat Massachusetts kommt die Anlage auf eine Jahreskapazität von 15 MW. Käufer sei die ET Solar aus Taizhou. Diese vertreibe ihre Solarprodukte unter anderem in Deutschland, Italien, Korea und den USA.

Die Solar Millennium AG aus Erlangen geht bei ihren spanischen Kraftwerken Andasol 1 und Andasol 2 jetzt selbst ins Risiko. Laut dem Projektierer von solarthermischen Kraftwerken wurde das bisherige Beherrschungsverhältnis einer privaten Investorengruppe bei der Beteiligungstochter Solar Millennium Verwaltungs GmbH aufgehoben. Die Beteiligungsgesellschaft werde künftig ausschließlich durch Solar Millennium gesteuert. Die Solar Millennium Verwaltungs GmbH hält demnach 25 Prozent der Anteile an den Parabolrinnen-Kraftwerken Andasol 1 und 2. Die übrigen 75 Prozent an den Projekten liegen bei der spanischen ACS/Cobra-Gruppe. Die Solar Millennium Verwaltungs Gesellschaft werde mit Wegfall der Beherrschung zukünftig vollständig in den Konsolidierungskreis des Solar Millennium Konzerns einbezogen, dadurch erhöhe sich das Anlagevermögen.
Der Biogasanlagenbauer EnviTec Biogas AG aus Lohne hat den „größten Auftrag der Firmengeschichte“ gemeldet. Innerhalb der nächsten 24 Monate würden für einen ungenannten Kunden Anlagen im Wert von insgesamt 60 Millionen Euro geliefert. Es handle sich um eine der „führenden deutschen Projektgesellschaften“.

Die US-amerikanische Ethanolproduzentin VeraSun Energy verschiebt auch die Inbetriebnahme der Produktionsstätte in Hankinson, Norddakota. Das Unternehmen aus Brookings in Süddakota begründete die Entscheidung mit ungünstigen Marktbedingungen. So müsse VeraSun ihren Biotreibstoff zu Preisen verkaufen, die nur wenig unter denen für herkömmlichen Treibstoff lägen. Zuvor hatte VeraSun mitgeteilt, die Inbetriebnahme von zwei neuen Produktionsstätten in Iowa und in Minnesota werde verschoben.

Die Biokraftstoffherstellerin BioFuel Energy hat dagegen zwei neue Produktionsstätten in Nebraska und Minnesota in Betrieb genommen. Laut dem Unternehmen aus Denver kommen die Anlagen zusammen auf eine Kapazität von 230 Millionen Gallonen.

Beim US-amerikanischen Geothermieunternehmen Ormat Technologies Inc. hat die türkische MEGE (Menderes Geothermal Elektrik Uretim) ein Erdwärmekraftwerk in Auftrag gegeben. Der Gesellschaft aus Reno im Bundesstaat Nevada zufolge beläuft sich das Auftragsvolumen auf 16 Millionen Dollar. Es handle sich um die vierte Order aus der Türkei, wo Ormat Marktführer sei.

Die Dortmunder Entsorgungsspezialistin Envio AG hat im 1. Quartal 2008 den Umsatz um rund 20 Prozent auf 2,64 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich um 31 Prozent auf 0,81 Millionen Euro.

Die Interseroh AG will den Umsatz in 2008 auf deutlich über zwei Milliarden Euro steigern. Das erklärte Jürgen Albus, Vorstandschef des Unternehmens, vor der Hauptversammlung des Kölner Rohstoff- und Recyclingkonzerns. Man erwarte zudem eine weitere deutliche Ergebnissteigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Aktionäre stimmten der Umwandlung der Interseroh AG in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europae, SE) zu.

Die norwegische Spezialistin für Pfandrücknahmesysteme, Tomra Systems, hat ein Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Sumitomo Corporation gegründet. Laut Angaben der Norweger wollen sie damit ihren Vertrieb in Japan stärken. Da der Inselstaat schon jetzt eine der höchsten Recyclingraten weltweit aufweist, sieht Tomra dort gute Wachstumschancen.


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