Die Windktraftsparte von Areva stellt vor allem Offshore-Windräder her. Künftig auch in Kooperation mit Gamesa? / Quelle: Fotolia

27.01.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa erwägt Offshore-Joint-Venture – Insolvenzverfahren von S.A.G. Solarstrom läuft – KTG Energie AG mit starken vorläufigen Zahlen

Der Dax verbuchte in der vergangenen Woche 3,6 Prozent Kursverlust und sank auf 9.392 Punkte. Um 3,4 Prozent abwärts auf 15.892 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei sackte um fünf Prozent ab auf 14.956 Punkte. Der Hang Seng Index in Hong Kong sank um 2,9 Prozent auf 22.450 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 107,90 Euro. Eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 1,9 Prozent auf 7.181 Dollar. Der Euro-Kurs kletterte um ein Prozent auf 1,368 Dollar.

Windaktien

Zur Entwicklung von Offshore-Windrädern plant der spanische Windkraft-Konzern Gamesa Corp. Tecnologica die Gründung eines neuen Gemeinschaftsunternehmens. Partnerin für dieses Joint Venture soll die Windkraftsparte des französischen Atomkonzerns Areva werden. Die Gespräche befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, erklärten die Spanier dazu.

Die angestrebte Übernahme des US-amerikanischen Windkraftzulieferers Zoltek Companies durch die japanische Toray Industries verzögert sich. Laut einer Mitteilung des Unternehmens aus St. Louis in Missouri an die Börsenaufsicht SEC prüft jetzt die zuständige US-Behörde für Ausländische Investitionen den Vorgang. Erst wenn diese der Transaktion ihren Segen gibt, kann die Übernahme durch die Japaner vollzogen werden. Dies kann laut Zoltek bis zum April 2014 dauern.

Solaraktien

Das offizielle Insolvenzverfahren der S.A.G. Solarstrom AG läuft. Das zuständige Gericht in Freiburg genehmigte dem Solarunternehmen ein Verfahren in Eigenregie. Der Unterschied zu einem konventionellen Insolvenzverfahren ist der, dass die Unternehmensführung bei den Sanierungsentscheidungen das Ruder in der Hand behält. Anstatt eines Insolvenzverwalters bekommt ein Unternehmen in einem solchen Fall einen Sachwalter zur Seite gestellt.

Der Solarausrüster Pfeiffer Vacuum AG aus Aßlar hat seine Umsatzprognose für 2013 deutlich nach unten korrigiert. Auf Basis vorläufiger, nicht testierter Zahlen erwartet Pfeiffer Vacuum, dass für das Geschäftsjahr 2013 nur ein Umsatz von 400 Millionen bis 410 Millionen Euro erreicht wurde. Bislang war die Unternehmensführung für 2013 von einem Jahresumsatz zwischen 420 Millionen und 450 Millionen Euro ausgegangen. Kunden hätten die Auslieferungstermine für Technologie von Pfeiffer Vacuum ins laufende Jahr verschoben, hieß es zur Begründung.

Ein seit langem schwelender Rechtsstreit zwischen dem schweizerischen Solarausrüster Meyer Burger Technology AG und dem Solarhersteller Conergy AG scheint einer Lösung näher gekommen zu sein. Dem Vernehmen nach sollen die Anwälte der Meyer Burger Technology AG der Gegegenseite ein Vergleichsangebot unterbreitet haben. Conergy habe noch nicht reagiert. Es geht um eine Schadenersatzklage von Conergy gegen eine deutsche Tochter von Meyer Burger im Umfang von 220 Millionen Euro. Meyer Burger klagt seinerseits 10 Millionen Euro ein, weil eine Rechnung nicht vollständig beglichen worden sein soll.

Die kalifornische SunPower Corp. aus San Jose hat auf einem 133 Hektar großen staatlichen Grundstück in Chile mit dem Bau der Solarfarm „Salvador“ begonnen. Voll ausgebaut soll diese Anlage über 70 Megawatt (MW) Leistungskapazität verfügen, hieß es.

Der kriselnde US-Solarzulieferer STR Holdings aus Enfield im Bundesstaat Connecticut hat einen Teil seiner Produktion nach China ausgelagert. Das auf Beschichtungen von Solarmodulen spezialisierte Unternehmen traf mit der chinesischen ZheJiang FeiYu Photo-Electrical Science & Technology eine Vereinbarung, dass die Chinesen künftig im Auftrag von STR Beschichtungsfolien produzieren.

Einen Vertriebserfolg in der kanadischen Heimat hat Canadian Solar erzielt. Das Unternehmen mit Sitz in Guelph in der Provinz Ontario unterzeichnete einen Liefervertrag zur Ausrüstung einer Freiflächensolaranlage in Ontario. Abnehmer sei Silvercreek Solar Park Inc. Silvercreek habe rund 48.300 Solarmodule mit zusammen zehn MW Leistungskapazität für das Projekt südlich der Stadt Alymer in Elgin County bestellt, teilte der Konzern mit.

Die Kooperation zwischen den chinesischen Photovoltaik-Unternehmen JA Solar aus Shanghai und Powerway Energy Co. Ltd. aus Foshan hat eine neue Stufe erreicht. JA Solar hat mit der auf Planung und Bau von Solaranlagen spezialisierten Powerway Energy ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet, das den Bau einer Solarmodulfabrik im südafrikanischen Port Elisabeth zum Ziel hat. Das Werk wird derzeit im Industriegebiet von Port Elisabeth errichtet. Voll ausgebaut sollen jährlich Solarmodule mit zusammengenommen 150 MW Leistungskapazität produziert werden, teilte JA Solar dazu mit.

Die finanziell schwer angeschlagene LDK Solar aus Xinyu in China hangelt sich bei den Zinszahlungen an die Inhaber einer Wandelanleihe von einer Gnadenfrist zur nächsten. Nachdem die letzte Frist zur Auszahlung am gestrigen Donnerstag ausgelaufen war, teilte die LDK-Führung nun mit, es sei eine weitere Verlängerung um drei Wochen bis zum 13. Februar 2014 gewährt worden. Die Gläubiger der betreffenden Wandelanleihe hätten eigentlich bereits im August 2013 umgerechnet rund 13,7 Millionen Dollar Zinsen von dem Solarkonzern erhalten sollen.

Bioenergieaktien

Nach vorläufigen Berechnungen hat die KTG Energie AG ihr Rumpfgeschäftsjahr 2013 (Januar bis Oktober) mit 50 Millionen Euro Umsatz beendet. Das ist etwas mehr als doppelt so viel als im Vorjahreszeitraum. Damals schlugen 23 Millionen Euro Umsatz zu Buche. Dank starkem Stromabsatz sei der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 95 Prozent von 6,7 Millionen auf 13 Millionen Euro angestiegen, hieß es. Vorläufige Angaben zum Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) machte die KTG Energie AG nicht.
Bildnachweis: Die KTG Energie AG betreibt Biogasanlagen in Deutschland. / Quelle: Unternehmen

Andere Aktien

Der niederländische Biolebensmittelhändler Royal Wessanen will sich von seiner Tochtergesellschaft IZICO trennen. Das Unternehmen kündigte an, die Snack-Sparte zu verkaufen, um sich stärker auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Damit fügt sich der Verkauf in die umfassende Restrukturierung von Wessanen ein.

Für ein geothermisches Großkraftwerk in Guatemala hat die US-Spezialistin Ormat Technologies aus Reno in Nevada einen neuen langfristigen Stromabnahmevertrag unter Dach und Fach gebracht. Das 24 MW starke Kraftwerk Zunil ist bereits seit 1999 in Betrieb. Der aktuelle Stromabnahmevertrag wäre nach Angaben von Ormat 2019 ausgelaufen und wurde vorzeitig bis 2034 verlängert.

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