12.03.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa erzielt Vertriebserfolg in USA – Q-Cells SE meldet tiefrote Zahlen – Helma Eigenheimbau AG wächst weiter

Der DAX fiel um 0,6 Prozent auf 6.880 Punkte. 0,4 Prozent büßte der US-amerikanische Dow Jones Index ein, er schloss am vergangenen Freitag bei 12.983 Punkten. Der japanische Nikkei verlor 0,3 Prozent auf 9.799 Punkte. Um 1,7 Prozent teurer wurde das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“. Es kostete 126 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ging um ein Prozent auf 8.496 Dollar zurück. Der Euro verbilligte sich um 0,4 Prozent auf 1,312 Dollar.

Windaktien

Für umgerechnet rund 700 Millionen Euro hat die spanische Gamesa Corp. Tecnologica Windkraftprojekte verkauft, die das Unternehmen aus dem Baskenland in den USA derzeit umsetzt. Es handelt sich nach seinen Angaben um vier Windparks, die noch in diesem Jahr ans Netz gehen sollen. Die Standorte befinden sich laut Gamesa in den Bundesstaaten Iowa, Illinois, Pennsylvania und Texas. Verbaut würden 240 Windkraftanlagen von Gamesa mit je zwei Megawatt (MW) Leistung. Käufer sei die Algonquin Power & Utilities Corp.

Einen Auftrag aus der Türkei meldete der Hamburger Windradhersteller Nordex SE. Für den Windpark Sincik nahe der Stadt Adiyam in Ostanatolien habe die Unternehmensgruppe Tektug Elektrik elf Windräder mit insgesamt 27,5 MW Leistungskapazität bestellt, gab Nordex bekannt.

Vestas Wind Systems hat eine Order zur Lieferung von 41 Windrädern nach Polen erhalten. Der Hersteller aus Randers erklärte, die polnische Iberdrola-Tochter Iberdrola Engineering and Construction Poland Sp. z o.o. beabsichtige, die Windräder mit zusammen 82 MW Leistungskapazität bei einem Windfarmprojekt 20 Kilometer nordwestlich der Städte Slupsk und Zajaczkowo in der in Pommern zu verbauen.

Solaraktien

Tiefrote vorläufige Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2011 hat die Q-Cells SE veröffentlicht. Demnach hat der Solarkonzern aus Bitterfeld den Jahresumsatz im Vergleich zu 2010 zwar um 32 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro gesteigert. Dennoch fuhr Q-Cells nach 82,3 Millionen Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vorjahr in 2011 einen Verlust von 720 Millionen Euro ein. Aufgrund von Wertberichtigungen in Höhe von 270 Millionen Euro entstand Q-Cells im vierten Quartal 2011 den nicht testierten Zahlen zufolge ein Verlust von 355 Millionen Euro. Dabei belief sich der Quartalsumsatz auf 353 Millionen Euro.


Angesichts der Kürzungen bei der Vergütung des Solarstroms, über die der Bundestag am vergangenen Freitag entschieden hat, sieht die solarhybrid AG ihr gesamtes Geschäftsmodell bedroht. Die Pläne der Minister Philip Rösler (Wirtschaft),FDP, und Norbert Röttgen (CDU) sehen vor große Freiflächensolarparks mit Leistungskapazitäten über 10 MW nicht mehr zu fördern. „Das gesamte Geschäftsmodell der solarhybrid in Deutschland ist in Frage gestellt, da solarhybrid aktuell ausnahmslos auf die Projektentwicklung und -realisierung von Solarstrom-Kraftwerken mit einer Leistung von mindestens 10 MW ausgerichtet ist“, teilte das Unternehmen aus Brilon mit. Komme es so, stünden zahlreiche begonnene Großprojekte vor dem Aus, was Abschreibungen in Millionenhöhe nach sich zöge, hieß es. Auch die vertraglich gesicherte Übernahme der US-Sparte der insolventen Solar Millennium AG stehe auf der Kippe. Die für den laufenden Monat angekündigte Veröffentlichung der Jahresbilanz 2011 wurde bis auf Weiteres verschoben.

Photovoltaik-Großprojekt der Solarhybrid AG / Quelle: Unternehmen



Beim Bau eines Photovoltaik-Großkraftwerks mit 290 MW geplanter Leistungskapazität im US-Bundesstaat Arizona sollen 400 Wechselrichter der SMA Solar Technologies AG aus Niestetal bei Kassel zum Einsatz kommen. Errichtet wird der Freiflächen-Solarpark Caliente in Yuma County vom US-Solarkonzern First Solar aus Tempe in Arizona, der zugleich die Dünnschicht-Solarmodule für das Projekt liefert.

Der Solarzellenhersteller Microsol hat große Teile der insolventen Solon SE gekauft. Nach Angaben des Solon-Insolvenzverwalters hat das indisch-arabische Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten die wesentlichen Bestandteile des Berliner Solarkonzerns sowie seiner zwei ausländischen Tochterunternehmen erworben. Es sei nicht zu erwarten, dass die Solon-Aktionäre „an den zu erzielenden Erlösen partizipieren werden“, hieß es. Solon SE sei in eine neu gegründete GmbH überführt worden. Die neue Solon Energy GmbH habe rund 600 Arbeitsplätze von Solon SE übernommen. Die Standorte in Berlin-Adlershof, Tuscon (USA) und Carmignano (Italien) bleiben erhalten, hieß es weiter.

Vor allem dank guter Geschäfte im Segment Tablet-Computer und Smartphones verbuchte der Solarausrüster Manz AG aus Reutlingen 2011 ein Rekordergebnis. Die noch ungeprüfte Bilanz weist 3,1 Millionen Euro EBIT und 240,5 Millionen Euro Umsatz aus. Im Vergleich zum Vorjahr kletterte der Umsatz damit um 33 Prozent, während das EBIT sich verfünffachte. 2010 hatte Manz noch 181,4 Millionen Euro Umsatz und 500.000 Euro EBIT erzielt.

Dagegen meldete der Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG aus Blaubeuren eine schwache vorläufige Bilanz. Demnach rutschte das Unternehmen trotz eines Umsatzanstiegs um 11,9 Prozent 2011 in die Verlustzone. centrotherm steigerte den Gesamtjahresumsatz im Vergleich zu 2010 von 624,2 auf 698,5 Millionen Euro. Nach 75,4 Millionen Euro EBIT im Vorjahr fiel nun 19,8 Millionen Euro EBIT-Verlust an. Vor dem Hintergrund werde die centrotherm photovoltaics AG für 2011 keine Dividende an seine Aktionäre ausschütten, kündigte centrotherm-Finanzvorstand Thomas Riegler an. Zudem werde centrotherm einen harten Restrukturierungskurs einschlagen, bei dem 400 Mitarbeiter in Deutschland entlassen werden sollen. Was diese Maßnahme kosten wird sei noch nicht zu beziffern, so Riegler. Auch wann centrotherm den Sprung zurück in die Gewinnzone schaffen kann, sei offen.

Ein neuer 118-Millionen Euro-Kredit sichert dem Photovoltaik-Projektierer S.A.G. Solarstrom AG die Finanzierung seines 48 MW starken Projektes in Serenissima in Norditalien. Gewährt worden sei das Darlehen von einem Bankenkonsortium bestehend aus Deutsche Bank AG, Bayerische Landesbank, Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale und KfW IPEX-Bank, erklärte das Unternehmen aus Freiburg.

Der Schweizer Hightech-Konzern Oerlikon verkauft seine Solarsparte Oerlikon Solar an Tokyo Electron. Der japanische Konzern gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Halbleiter-Ausrüstern des Landes. „Dieser Verkauf ist ein wichtiger Teil unserer Rationalisierungsstrategie“, kommentierte Michael Buscher, Vorstand des Oerlikon Konzerns, die Entscheidung.

Trotz eines Umsatzanstiegs ist der kanadisch-chinesische Solarkonzern Canadian Solar Inc. in die Verlustzone gerutscht. Nach 50,8 Millionen Dollar Nettogewinn im Vorjahr ist 2011 ein Nettoverlust in Höhe von 90,9 Millionen Dollar entstanden. Dabei hatte das Unternehmen mit Sitz im kanadischen Ontario und Produktion in China den Jahresumsatz von 1,5 auf 1,9 Milliarden Dollar gesteigert. Das vierte Quartal 2011 beschloss Canadian Solar mit 474,1 Millionen Dollar Umsatz. Damit stieg der Quartalsumsatz auf Jahressicht um 4,7 Prozent an. Zugleich fiel nach 25,5 Millionen Dollar Gewinn im vierten Quartal 2010 in 2011 ein Nettoverlust von 59,6 Millionen Dollar an.

Schwere Verluste hat auch der chinesische Solarkonzern Suntech Power Holdings Co. Ltd. aus Wuxi in 2011 erlitten. Sowohl im Gesamtjahr als auch im vierten Quartal 2011 ist Suntech tief in die Verlustzone geraten. Obwohl der Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Dollar in 2010 auf 3,1 Milliarden Dollar in 2011 anstieg, verbuchte Suntech für 2011 rund 633 Millionen Dollar Nettoverlust. Im Vorjahr hatte der Solarkonzern noch 197,2 Millionen Dollar Nettogewinn erwirtschaftet. Schwach fiel auch das vierte Quartal aus. Der Umsatz dieses Zeitraums schmolz auf Jahressicht um 30 Prozent auf 629 Millionen Dollar ein. Nach 358,6 Millionen Dollar Nettogewinn im Vorjahresquartal fiel nun 136,9 Millionen Dollar Nettoverlust an.


Der chinesische Photovoltaikkonzern JinkoSolar Holdings Co. hat seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal sowie für das Gesamtjahr 2011 vorgelegt. Der Quartalsumsatz ist demnach auf umgerechnet 143,58 Millionen Euro eingebrochen. Im Vergleichszeitraum 2010 lag der Umsatz noch bei etwa 211 Millionen Euro. Nach 44,14 Millionen Nettogewinn im vierten Quartal 2010 schlugen 2011 rund 43,9 Millionen Euro Nettoverlust zu Buche. Das Gesamtjahr 2011 beendete der Solarkonzern aus Shangrao in der Provinz Jiangxi mit 32,8 Millionen Euro Nettogewinn. Im Vorjahr hatte Jinko mit 105,6 Millionen Euro noch mehr als drei Mal so viel Gewinn erzielt. Dabei stieg der Jahresumsatz von 557,4 auf 884 Millionen Euro an.

Andere Aktien

Einen deutlichen Gewinn und ein sattes Umsatzplus für das Jahr 2011 verbucht die Helma Eigenbau AG. Unbestätigten Geschäftszahlen der Bau-Spezialistin für Massivhäuser aus Lehrte zufolge stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber 2010 um 39 Prozent auf 103,6 Millionen Euro. Das EBIT belief kletterte demnach auf Jahressicht von 2,7 auf 4,8 Millionen Euro.
Haus der Helma Eigenheimbau AG. / Quelle: Unternehmen

Die Karlsruher Telematik-Spezialistin init traffic systems AG hat ungeprüften Zahlen zufolge im Geschäftsjahr 2011 rund 20,4 Millionen Euro EBIT erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Gewinnsteigerung um mehr als ein Viertel. 2010 hatte init 15,1 Millionen Euro EBIT erzielt. Zugleich steigerte init den Umsatz auf Jahressicht um 9,7 Prozent auf 88,7 Millionen Euro.

Die Gelsenkirchener Schlauchsystemspezialistin Masterflex AG, hat vorläufigen Angaben zufolge ihren Umsatz sowie das operative Ergebnis in 2011 erhöhen können. Der Jahresumsatz lag demnach bei rund 53 Millionen Euro, was eine 15-prozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Das operative Ergebnis betrug voraussichtlich 7,5 Millionen Euro, rund 900.000 Euro mehr als im Vorjahr.

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