14.03.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa investiert in Asien – Evergreen Solar verbucht Rekordverlust – Helma Eigenheimbau AG auf Wachstumskurs

Der Dax verlor im Vergleich zur Vorwoche 2,7 Prozent an Wert. Er sank auf 6.981 Punkte. Ebenfalls leicht rückläufig war der US-amerikanische Dow Jones Index. Er verlor ein Prozent und erreichte 12.044 Punkte. Der japanische Nikkei büßte 4,1 Prozent auf 10.254 Punkte ein. Der Preis für das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ verbilligte sich um 2,1 Prozent auf 113,40 Dollar. Deutlich billiger wurde die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“. Sie verlor 5,9 Prozent und fiel auf 9.849 Dollar. Der Euro blieb stabil. Er notierte bei 1,397 Dollar, 0,1 Prozent unter dem Kurs vergangener Woche.

Windaktien


Der spanische Windturbinenhersteller Gamesa Corp. Tecnologia S.A. will in Indien investieren. Für 110 Millionen Dollar soll dort eine Windkraftanlagenproduktion entstehen, teilte Gamesa mit.


Die japanische Sumitomo Heavy Industries hat dem belgischen Windkraftzulieferer Hansen Transmissions International NV die Getriebefertigung abgekauft. Nach Angaben des in Kontich ansässigen Unternehmens haben die Aktionäre dem Verkauf der Tochterfirma Hansen Industrial Transmissions NV (HIT) zugestimmt. Damit sei die Transaktion abgeschlossen.

Solaraktien


Zwei Solaraktien werden künftig nicht mehr im TecDax geführt, dem deutschen Börsenindex für die wichtigsten deutschen Technologieunternehmen. Betroffen sind der finanziell angeschlagene Hamburger Solarkonzern Conergy und der Reutlinger Solarausrüster Manz Automation. Das teilte die Deutsche Börse AG mit. Die Änderungen werden zum 21. März wirksam. Neu in den TecDax aufgenommen wurden die Süss MicroTec AG und die Gigaset AG.


Neue Aufträge und Absichtserklärungen von Kunden aus der Solarindustrie im Wert von 25 Millionen Euro und eine gesteigerte vorläufige Jahresbilanz meldete die Manz Automation AG. Dabei handele es sich sowohl um Anlagen zur Laserstrukturierung und nasschemischen Bearbeitung von Dünnschicht-Solarmodulen als auch um Maschinen für die Herstellung kristalliner Solarzellen, teilte der Technologie-Anbieter mit Sitz in Reutlingen mit. Laut der vorgelegten Geschäftszahlen sprang das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 15,9 Millionen Euro Verlust im Vorjahr auf 600.000 Euro Gewinn. Zudem konnte die Manz Automation AG sowohl den Jahresumsatz als auch die Gesamtleistung mehr als verdoppeln. Der Umsatz wuchs um 111 Prozent auf 181,4 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis kletterte von 101,1 Millionen auf 205 Millionen Euro.


Die Merkendorfer Payom Solar AG ist 2010 weiter gewachsen. So steigerte Payom den Umsatz um 115,5 Prozent auf 154,3 Millionen Euro. Auch das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg von 5,6 Millionen Euro in 2009 auf 11,2 Millionen Euro in 2010.

Vor allem um Großprojekte in den USA zwischenfinanzieren zu können, hat die in Erlangen ansässige Solar Millennium AG eine neue Anleihe begeben. Wie die Spezialistin für solarthermische Großkraftwerke mitteilte, strebt sie einen Emissionserlös von 100 Millionen Euro an. Das auf fünf Jahre angelegte Beteiligungsangebot werde mit 6 Prozent pro Jahr fest verzinst. Wie das Vorgängerprodukt soll auch diese Anleihe durch eine Bank in den Freiverkehr der deutschen Börse aufgenommen und somit nach Vollplatzierung handelbar gemacht werden, kündigte die Solar Millennium AG mit.
Bildnachweis: Solarthermisches Kraftwerk der Solar Milliennium AG. / Quelle: Unternehmen


Der Solarausrüster Roth & Rau AG aus Hohenstein-Ernstthal hat einen ersten Auftrag auf Basis des neuen Turnkey-Modells von einem indischen Telekommunikationsunternehmen erhalten. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf sechs Millionen Euro. Geliefert werden sollen einzelne Technologiekomponenten. Hinzu kommt ein Service-Paket mit Dienstleistungen, hieß es.


Im vergangenen Geschäftsjahr hat die solarhybrid AG ihren Umsatz auf Jahressicht vervielfacht. Dies ging aus der vorläufigen Bilanz des Solarunternehmens mit Sitz in Brilon hervor. Nach 15 Millionen Euro Jahresumsatz im Vorjahr meldete solarhybrid 145 Millionen Euro Umsatz für 2010. Mit einem Gewinnsprung auf zwei Millionen Euro EBIT gelang der solarhybrid die Rückkehr in die Gewinnzone. 2009 war 5,4 Millionen Euro EBIT-Verlust zu Buche geschlagen. Zwei italienische Projekte, die weitere 4 Millionen Euro Vorsteuergewinn hätten zur Bilanz 2010 beitragen sollen seien verschoben worden und würden somit erst im ersten Halbjahr 2011 bilanzwirksam, hieß es weiter. Überdies kündigte die solarhybrid AG den Rückzug aus dem deutschen Heimatmarkt zum Ende des laufenden Jahres an. Ab  2012 werde die solarhybrid ihr Kerngeschäft auf internationale Märkte im Nahen Osten, Südafrika und den USA verlegen, hieß es.


Der Hamburger Solarprojektierer Colexon Energy AG hat einen neuen Finanzvorstand (CFO) bestellt. Dr. Rolando Gennari übernehme mit sofortiger Wirkung den Posten, teilte das Unternehmen mit. Damit habe der Aufsichtsrat von Colexon die personelle Umstrukturierung des Vorstands abgeschlossen. Vorstandschef Volker Hars hatte sein Amt Anfang Januar angetreten.


Den Auftrag zur Lieferung von Solarmodulen mit einer Gesamtleistungskapazität von 83 Megawatt (MW) hat die US-Division von Q-Cells SE erhalten. Sie wurden nach Unternehmensangaben vom kalifornischen Solarkonzern SunPower Corp. bestellt. Bestimmt seien sie für Photovoltaik-Projekte in den USA, die SunPower unter anderem für öffentliche Auftraggeber realisiere. Eine strategische Vereinbarung zur Lieferung von Solarpaneelen mit einer Gesamtleistungskapazität von 48 MW hat der  SunPower Corp. darüber hinaus mit Toshiba Corp. aus Japan geschlossen. Wie das in San Jose ansässige Solarunternehmen mitteilte, will Toshiba die Paneele für Projekte von öffentlichen Auftraggebern verwenden.


Trotz eines Umsatzanstieges um 20 Prozent hat der US-Solarkonzern Evergreen Solar im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres weiter tiefrote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen mit Sitz in Marlboro, Massachusetts, erwirtschaftete nach eigenen Angaben in der Berichtsperiode 89,3 Millionen Dollar Umsatz. Aufgrund massiver Abschreibungen, die insbesondere mit der Werkschließung am Stammsitz in Devens zusammenhingen, wies Evergreen Solar einen Nettoverlust in Rekordhöhe von 411 Millionen Dollar für das vierte Quartal 2010 aus. Im Vorjahr hatte sich der Fehlbetrag noch auf 98,4 Millionen Dollar belaufen.


Mit deutlich gesteigerten Umsätzen hat der Solarkonzern Canadian Solar das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2010 abgeschlossen. Dies geht aus einer Unternehmensmeldung der Gesellschaft mit Hauptsitz in der kanadischen Provinz Ontario und Produktionsstätten in China hervor. Demnach kletterte der Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 78 Prozent auf 452 Millionen US-Dollar. Zudem gelang Canadian Solar im vierten Quartal die Rückkehr in die Gewinnzone. Nach einem Nettodefizit von 15,6 Millionen US-Dollar in 2009 wies der Solarkonzern einen Nettogewinn von 25,5 Millionen US-Dollar aus. Laut der Bilanz für das Gesamtjahr konnte Canadian Solar seinen Nettoertrag im Vergleich zu 2009 mehr als verdoppeln. Er stieg von 22,7 Millionen auf 50,8 Millionen US-Dollar. Nach 630,96 Millionen US-Dollar Jahresumsatz im Vorjahr erzielte das Unternehmen in 2010 1,49 Milliarden US-Dollar Umsatz. Dies entspricht einer Steigerung um 141 Prozent.


Die Solarkonzerne MEMC Electronic Materials aus den USA und Ja Solar aus China wollen gemeinsam eine Produktionsanlage für Solarzellen errichten. In dem Gemeinschaftunternehmen halten beide Konzerne jeweils 50 Prozent. Standort soll die Konzernzentrale von Ja Solar in Yangzhou sein. In der ersten Phase wollen die Partner 250 Megawatt Produktionskapazität schaffen. Ja Solar Holdings will darüber hinaus ihre Produktionskapazitäten deutlich ausbauen. Der Solarkonzern aus Shanghai hat angekündigt, in der staatlich geförderten Wirtschaftszone Hefei eine Produktionsstätte mit einer Jahreskapazität von drei Gigawatt (GW) zu errichten. Das entspricht in etwa der Hälfte der 2010 in Deutschland, dem weltweit mit Abstand größten Solarmarkt, verbauten Photovoltaik-Leistung.


Der chinesische Solarkonzern Suntech Power Holdings hat Ergebnisse für das Gesamtjahr 2010 und das vierte Quartal bekanntgegeben. Der Umsatz ist 2010 um 71,4 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar gestiegen, der Gewinn betrug 262 Millionen Dollar oder 1,44 Dollar pro Aktie. Die Auslieferungen nahmen um 124 Prozent auf 1.572 MW zu. Die Produktionskapazität betrug Ende Dezember 1,8 Gigawatt (GW) bei Zellen und Modulen und 500 MW bei Silizium und Wafern.
Im vierten Quartal erreichte der Umsatz 945 Millionen Dollar. Das sind 62 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn betrug 61 Millionen Dollar.

Bioaktien


Drei Monate nach ihrem Debüt an der Börse treibt die DTB - Deutsche Biogas AG ihr Engagement im Bereich Forschung und Entwicklung voran. Das Unternehmen mit Sitz in Friesoythe startete nach eigenen Angaben ein Sonderkulturenprogramm im eigenen, mit Biogas betriebenen, Gewächshaus. Darüber hinaus habe die DTB - Deutsche Biogas AG ein Pilotprojekt im Bereich Substratforschung ins Leben gerufen. Dies forsche an alternativen Nutzungsmöglichkeiten von verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten als Rohstoff für die Biogasproduktion.


Andere Aktien

Vorläufigen Zahlen zufolge liegt ein starkes Geschäftsjahr 2010 hinter der in Lerthe ansässigen Helma Eigenheimbau AG. Besonders deutlich fiel dabei der Gewinnsprung des Spezialistin für ökologisches Bauen aus. Das EBIT wuchs auf Jahressicht um 247 Prozent von 1,1 Millionen auf 2,72 Millionen Euro. Der Jahresumsatz kletterte um 19,4 Prozent auf 74,5 Millionen Euro. Die Konzern-Gesamtleistung legte im Geschäftsjahr 2010 um 14,8 Millionen Euro beziehungsweise 23,7 Prozent auf 77,2 Millionen Euro zu. Zudem meldete das Unternehmen die Neugründung der Helma Ferienimmobilien GmbH als 100-prozentige Tochter der Helma Eigenheimbau AG. Kerngeschäft der neuen GmbH werde die Entwicklung, Planung und der Vertrieb von Ferienhäusern und -wohnungen sein, die vorwiegend an der Nord- und Ostseeküste Deutschlands entstehen sollen, hieß es.


Per Aktienrückkauf strebt der spanische Energiekonzern Iberdrola aus Bilbao die Komplettübernahme seiner Tochter Iberdrola Renovables an. Derzeit hält Iberdrola 80 Prozent der Anteile des Grünstromprojektierers, der mit einer Gesamtkapazität von 12.500 MW der größte Windenergieerzeuger weltweit ist. Nun bot die Konzernmutter den übrigen Anteilseignern der Iberdrola Renovables einen Umtausch von einer Iberdrola-Aktie gegen zwei Wertpapiere von Iberdrola Renovables an.

Bildnachweis: Windpark von Iberdrola Renewables.

Der börsennotierte Hildener Versicherer versiko AG hat 2010 nach vorläufigen Zahlen einen Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 2,9 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr waren Verluste in Höhe von 3,2 Millionen Euro entstanden. Den Bilanzgewinn beziffert versiko auf über vier Millionen Euro. 2009 waren es 1,1 Millionen Euro. Die Gesamtleistung beträgt 11,3 Millionen Euro gegenüber 9,5 Millionen Euro in 2009.


Ein gesteigertes Bilanzergebnis für das Fiskaljahr 2010 legte der kanadische Biolebensmittelhändler SunOpta Inc. vor. Demnach kletterte der bereinigte Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10,6 Prozent auf 898 Millionen US-Dollar. Deutlicher fiel der Zuwachs des Nettoertrages aus. Dieser sprang auf Jahressicht von 6,8 Millionen US-Dollar Verlust auf 61,1 Millionen US-Dollar Ertrag. Für das vierte Quartal 2010 meldete SunOpta einen Umsatzanstieg von 15,6 Prozent auf 230,4 Millionen US-Dollar. Auch der Nettoertrag des vierten Quartals steigerte sich. In der Berichtsperiode des Vorjahres hatte noch ein Verlust von 2,2 Millionen US-Dollar zu Buche geschlagen. Als Nettoertrag für das vierte Quartal 2010 wies SunOpta Inc. 1,9 Millionen US-Dollar aus.


Die kanadische Brennstoffzellenspezialistin Ballard Power Systems spürt Aufwind. Der Umsatz stieg 2010 um 39 Prozent auf 65 Millionen Dollar. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 33 Prozent auf 26 Millionen Dollar. Dennoch entstand ein Nettoverlust in Höhe von 34,9 Millionen Dollar. Im Vorjahr betrug das Defizit 3,3 Millionen Dollar.


Die Telematik-Spezialstin init innovation in traffic systems AG aus Karlsruhe lässt ihre Aktionäre am vor kurzem gemeldeten Rekordgewinn teilhaben. Laut dem Unternehmen haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, der am 24. Mai 2011 stattfindenden Hauptversammlung für 2010 eine Verdoppelung der Dividende auf 0,60 Euro vorzuschlagen. Dieser Betrag setze sich zusammen aus einer ordentlichen Dividende von 0,45 Euro und einer einmaligen Sonderausschüttung von 0,15 Euro pro Aktie.  
Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite „Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

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