04.06.12 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa meldet Großauftrag aus Lateinamerika – Stellenabbau bei der SolarWorld AG – 2G Energy AG auf Wachstumskurs

Der DAX verlor in der vergangenen Woche 4,5 Prozent und fiel auf 6.050 Punkte. Um 2,6 Prozent auf 12.448 Punkte sank der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei büßte 3,6 Prozent ein und schloss am Freitag bei 8.255 Punkten. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ stürzte um 7,7 Prozent auf 98,50 Dollar ab. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 3,7 Prozent auf 7.339 Dollar. Der Euro verlor 0,6 Prozent an Wert und ging auf 1,243 Dollar zurück.

Windaktien


Einen Auftrag aus Nicaragua meldete der spanische Windturbinenhersteller Gamesa Corp. Tecnologica. Das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland soll 22 Windturbinen mit zusammen 44 Megawatt (MW) Leistungskapazität für einen Windpark nahe der Stadt Rivas am Ufer des Nicaragua-See liefern. Der Auftraggeber sei Globeleq Mesoamerika Energy (Wind) Ltd., eine Tochtergesellschaft von Globeleq Generation Ltd. und Mesoamerika Power Ltd. Holding, hieß es.


Solaraktien

In zwei Produktionszweigen am Standort Freiberg in Sachsen will der Bonner Solarkonzern SolarWorld AG zum Jahresende 2012 insgesamt 250 Stellen streichen. Betroffen sind die Waferproduktion der Deutsche Solar GmbH und die Modulproduktion der Solar Factory GmbH, beides Töchter von SolarWorld. Bislang arbeiten an den betroffenen Standorten 1800 Beschäftigte, davon 300 Leiharbeiter. Damit sollen knapp 14 Prozent der Belegschaft entlassen werden. SolarWold zufolge hängen die Entlassungen mit der Stilllegung zweier älterer Produktionslinien zusammen. Diese seien Folge „illegaler chinesischer Geschäftspraktiken“ und der Kürzung der Einspeisevergütung für Sonnenstrom in Deutschland, hieß es weiter.

Bildnachweis: SolarWorld-Fabrik in Freiberg. Quelle: Unternehmen


Der Staatschuldenkrise in Griechenland zum Trotz bleibt die Conergy AG aus Hamburg in diesem Markt aktiv. Das Solarunternehmen erhielt den Auftrag zum Bau einer Photovoltaik-Dachanlage mit einem MW Leistungskapazität in Panagia Domokou in der Region Fthiotida. Das Projekt werde noch im Sommer 2012 begonnen. Zudem hat das  Solarunternehmen eine 1,5 MW starke Photovoltaikanlage in Brandenburg realisiert. Der Solarpark wurde auf dem Gelände der dortigen Justizvollzugsanstalt errichtet, so Conergy weiter.

Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen meldete die Fertigstellung einer 69 MW starken Solaranlage in Ontario, Kanada. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit von Q-Cells und Starwood Energy umgesetzt und besteht aus drei Teilprojekten. Nun sei der finale Bauabschnitt mit einer Nennleistung von elf MW fertig gestellt worden, so Q-Cells.

Auf den Dächern von 100 Supermarktfilialen eines süddeutschen Discounters hat die Münchner Centrosolar AG Solaranlagen mit von acht MW Leistungskapazität errichtet. Installiert wurden die Anlagen von der Unternehmenstochter CentroPlan, wie der Mutterkonzern bekannt gab.

Mit dem Einstieg beim US-amerikanischen Photovoltaik-Projektentwickler EarthShift Energy LLC aus Scottsdale in Arizona will die Carpevigo Holding AG aus Holzkirchen den nordamerikanischen Solarmarkt erschließen. Das Nordamerikageschäft der Carpevigo AG  soll von der Entwicklung über den Bau bis zum Betrieb von Solaranlagen reichen. Die neue Beteiligung sei auf die Projektierung von Photovoltaik-Großkraftwerken ab einem MW Leistungskapazität spezialisiert.

Der Solarkonzern SunPower Inc. aus San José in Kalifornien ist in seiner Heimat in die Kritik von Umweltschützern geraten. Grund ist der Bau eines 110 MW starken Freiflächensolarparks in Merced County, ebenfalls in Kalifornien. Das 1.000 Hektar große Projekt stellt für die Kritiker einen starken Eingriff in das biologische Gleichgewicht der Landschaft dar. Die Unternehmensführung von SunPower hat Kompromissbereitschaft signalisiert.

Tief in die Verlustzone ist der chinesisch-koreanische Solarkonzern Hanwha SolarOne Co. Ltd. im ersten Quartal 2012 gerutscht. Das geht aus der jüngsten Bilanz hervor. Demnach schloss Hanwha SolarOne die ersten drei Monate des Jahres mit 53,8 Millionen Dollar EBIT-Verlust ab. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern im operativen Geschäft noch 36,84 Millionen Gewinn erzielt. Dabei konnte Hanwha SolarOne den Umsatz deutlich steigern: von 127,7 Millionen Dollar im ersten Vierteljahr 2011 auf aktuell 347,2 Millionen Dollar.

Schwere Verluste hat auch der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy aus Boading im ersten Quartal 2012 erlitten. Nach 58 Millionen Dollar Nettogewinn im Vorjahreszeitraum verbuchte Yingli für die ersten drei Monate 2012 satte 45 Millionen Dollar Verlust. Der Quartalsumsatz sank auf Jahressicht um acht Prozent auf 499 Millionen Dollar.

Die Fertigstellung einer Solaranlage mit acht MW Leistungskapazität im hessischen Dreieich-Buchschlag hat der chinesisch-kanadische Solarkonzern Canadian Solar mit Sitz in Ontario bekannt gegeben. Errichtet hatte Canadian Solar das Kraftwerk für die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH.

Bioaktien

Die 2G Energy AG aus Heek ist weiter auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2012 hat die Spezialistin für Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) ihren Umsatz mehr als verdoppelt. Er stieg um 115 Prozent von 11,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 25,6 Millionen Euro im ersten Quartal dieses Jahres. Auch das Quartals-EBIT der ersten drei Monate verdoppelte sich von 400.000 auf 800.000 Euro.

Bildnachweis: Motor einer KWK-Anlage von 2G Energy. / Quelle: Unternehmen.



Trotz eines Umsatzanstiegs ist die Envitec Biogas AG aus Lohne im ersten Quartal 2012 in die Verlustzone gerutscht. Das geht aus der aktuellen Quartalsbilanz der Spezialistin für Biogasanlagen hervor. Der Quartalsumsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 7,9 Prozent auf 39,5 Millionen Euro. Dennoch verbuchte Envitec Biogas 1,7 Millionen Euro EBIT-Verlust. Im Vorjahresquartal hatte Envitec noch 500.000 Euro Gewinn vor Zinsen und Steuern ausgewiesen.

Andere Aktien

Die Bohrtechnikspezialistin Daldrup & Söhne AG schreibt rote Zahlen. Für Geschäftsjahr 2011 verbuchte das Unternehmen mit Sitzen in Ascheberg und Erfurt zwei Millionen Euro EBIT-Verlust. Das teilte Daldrup & Söhne mit. Im Vorjahr hatte der Konzern noch vier Millionen Euro Gewinn vor Steuern erzielt. Dabei war die Gesamtleistung des Unternehmens auf Jahressicht von 41,1 auf 47,1 Millionen Euro geklettert.

Bildnahweis: Geothermie-Bohrung von Daldrup & Söhne. / Quelle: Unternehmen


Die Aktionäre der versiko AG aus Hilden sollen für das Geschäftsjahr 2011 0,27 Euro Dividende je Vorzugsaktie und 0,26 Euro je Stammaktie ausgeschüttet bekommen. Das teilte   die auf nachhaltige Finanzdienstleistungen spezialisierte Versicherungsgesellschaft mit. Zudem gab versiko die testierte Bilanz für 2011 bekannt. Demnach lag der Bilanzgewinn mit 3,5 Millionen Euro knapp 9,8 Prozent unter dem des Vorjahres. Der Jahresüberschuss nach Steuern sank auf Jahressicht um 87 Prozent von 2,8 auf 1,5 Millionen Euro.

Mit einer Firmenübernahme erweitert Tomra Systems ASA sein Geschäftsfeld. Der norwegische Hersteller von Pfandrücknahme-Automaten schluckt den Spezialmaschinenhersteller BEST Kwadraat NV zu 100 Prozent. Eine entsprechende Vereinbarung sei  unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen aus Asker mit. Die Übernahme werde voraussichtlich im Juli 2012 vollzogen. BEST aus Leuven in Belgien stellt Sortiermaschinen mit LED und Strahlentechnik her, die unter anderem in der Lebens- und Genussmittelindustrie zum Einsatz kommen, beispielsweise beim sortieren von Gemüse, Nüssen, Meeresfrüchten aber auch Tabak.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite "Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)“.

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltBank.

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