Der Windradhersteller Gamesa hat starke Zahlen vorgelegt. Im Bild: Ein Gamesa-Windpark in Bulgarien. / Quelle: Unternehmen.

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Wochenrückblick: Gamesa mit starker Halbjahresbilanz – Solarzulieferer Wacker Chemie erwartet mehr Gewinn – Bahntechnikkonzern Vossloh tief in der Verlustzone

Der Kurs des DAX sank im Verlauf der vergangenen Woche um 0,8 Prozent auf 9.644 Punkte. Ebenfalls um 0,8 Prozent abwärts ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index, der auf 16.956 Punkte fiel. Der japanische Nikkei kletterte dagegen um 0,7 Prozent auf 15.437 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong legte 3,2 Prozent und schloss bei 24.216  Punkten. Um 1,2 Prozent verteuerte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 108,30 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ stieg um 1,9 Prozent auf 7.130 Dollar. Um 1,4 Prozent auf 1,343 Dollar fiel der Kurs des Euro.

Windaktien


Der spanische Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica hat das erste Halbjahr 2014 mit mehr Umsatz und Gewinn beendet: Der Halbjahresumsatz wuchs im Vergleich zu 2013 um 13,1 Prozent und erreichte 1,26 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg sogar um 26 Prozent auf 83 Millionen Euro. Als Nettogewinn verbuchte Gamesa für die ersten sechs Monate des laufenden Jahres 42 Millionen Euro. Gemessen am Vorjahreszeitraum ist das ein Anstieg um 88 Prozent. Ein großer Teil dieses Erfolges sei auf die Markterholung zurückzuführen, die sich in einer verbesserten Nachfrage nach Windrädern niedergeschlagen habe, teilte die Unternehmensführung mit. Außerdem gab das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland mehrere Vertriebserfolge bekannt: Aus Brasilien seien zwei Aufträge für Windräder mit insgesamt 214 Megawatt (MW) eingegangen. Zudem schloss Gamesa Lieferverträge für 110 Windturbinen mit 220 MW ab, die an verschiedenen Standorten in Indien errichtet werden sollen.

Neue Aufträge zur Lieferung von Windrädern in die Türkei hat der Hamburger Hersteller Nordex erhalten. Es gehe um den Bau einer neuen Windfarm sowie die Erweiterung zweier bestehender Windparks, teilte Nordex mit. Dazu hätten drei verschiedene Kunden Anlagen mit zusammen 62,5 MW Kapazität bestellt.

Solaraktien

Der Münchner Solarzulieferer Wacker Chemie AG hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2013 deutlich erhöht. Der Gewinn vor Steuern Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) werde „um mindestens ein Drittel“ höher ausfallen als noch 2013, so der Vorstand. Damals hatte Wacker Chemie 678,7 Millionen Euro EBITDA verbucht. Bislang hatte der Siliziumhersteller zehn Prozent mehr EBITDA in Aussicht gestellt.
Bild: Rohsilizium der Wacker Chemie AG. / Foto: Unternehmen


Die SolarWorld AG bündelt ihre Produktion im sächsischen Freiberg unter einem Dach. Aus den drei Sparten Deutsche Solar GmbH (Wafer), Deutsche Cell GmbH (Solarzellen) und Solar Factory GmbH (Solarmodule) werde die SolarWorld Industries Sachsen GmbH, teilte der Konzern aus Bonn mit.

Mit 175,8 Millionen Dollar Quartalsumsatz und 16,1 Millionen Dollar EBIT beendete der norwegisch-amerikanische Photovoltaik-Hersteller REC Solar das zweite Quartal 2014. Im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte der Solarhersteller noch 175,4 Millionen Dollar Umsatz und 10,7 Millionen Dollar EBIT erreicht. Einerseits habe das Unternehmen unter fallenden Preisen in wichtigen Märkten wie Japan gelitten, andererseits sei die Nachfrage aus Europa angestiegen, hieß es.

Zwei Aufträge zum Bau von Solarparks in seiner US-amerikanischen Heimat hat der Solarkonzern SunEdison Inc. bekommen. Zum einen werde das Unternehmen aus St. Peters in Missouri eine Freiflächenanlage mit 156 MW Kapazität in Colorado errichten. Zum anderen habe die US-Wasserbehörde Southern Nevada Water Authority eine Solarfarm mit 14 MW Kapazität in Auftrag gegeben, die in Clark County realisiert werden solle.

Für den Projektentwickler CarbonFree Technology soll der Konzern Canadian Solar in seiner Heimatprovinz Ontario ein großes Freiflächensolarprojekt realisieren. Der Auftraggeber aus Toronto habe den Solarhersteller aus Guelph in Ontario damit beauftragt, eine Solarfarm mit 140 MW Leistungskapazität zu errichten, erklärte Canadian Solar.

Yingli Green Energy Co. Ltd. aus Baoding soll die Module für ein Photovoltaikvorhaben mit 32 MW Leistungskapazität im japanischen Okayama liefern. Der Projektentwickler Pacifico Energy K.K. aus Tokio werde rund 108.000 Module erhalten, kündigten die Chinesen an. Außerdem hat Yingli eine Niederlassung in Santiago de Chile eröffnet, um sich so den lateinamerikanischen Markt zu erschließen.

Der chinesische Solarkonzern Renesola Ltd. steht vor dem Verkauf von Solarparks mit 220 MW Gesamtkapazität aus dem Eigenbestand. Dazu seien Absichtserklärungen unterzeichnet worden, die vorsehen, dass die Transaktionen in den kommenden 18 Monaten komplett abgewickelt werden, erklärte das Unternehmen aus Jiashan. Der potenzielle Käufer ist demnach die Investmentgesellschaft China Seven Star Holdings Ltd.

Bioaktien

Die KTG Energie GmbH hat im ersten Halbjahr 2013/2014 (November bis April) mit 32,1 Millionen Euro 49 Prozent mehr Umsatz erzielt als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Zugleich kletterte das EBIT um 37 Prozent auf 5,6 Millionen Euro. Weil diese Entwicklung die eigenen Erwartungen übertroffen habe, sei die Prognose für das Gesamtjahr angehoben worden, so der Vorstand. Er rechnet nun mit bis zu  12,5 Millionen Euro EBIT. Bisher hattte er 11,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Bild: Die KTG Energie AG betreibt Biogasanlagen.  / Foto: Fotolia

Ein Umsatzeinbruch hat die BDI BioEnergy International AG in die Verlustzone gebracht: Nach vorläufigen Berechnungen fiel bei der Spezialistin für Biodieselproduktionsanlagen aus Grambach bei Graz in der ersten Jahreshälfte 2014 ein EBIT-Verlust von 2,4 Millionen Euro an. Im Vorjahreszeitraum hatte BDI BioEnergy noch 700.000 Euro EBIT erwirtschaftet. Der Umsatz lag mit 8,6 Millionen Euro knapp 52 Prozent unter dem des ersten Halbjahres 2013. BDI BioEnergy bewege sich in einem „schwierigen Marktumfeld“, so die Unternehmensführung.

Andere Aktien

Tiefrote Zahlen veröffentlichte der Bahntechnikkonzern Vossloh AG aus Werdohl. Im ersten Halbjahr 2014 stieg der Umsatz demnach zwar um 2,2 Prozent auf 626 Millionen Euro. Dennoch fiel 145 Millionen Euro EBIT-Verlust an, nachdem im Vorjahr noch 12, 1 Millionen Euro EBIT-Ertrag erreicht worden waren.

Hinter der Holzwerkstoffspezialistin Steico SE liegt das erfolgreichste 1. Halbjahr der Firmengeschichte: In den ersten sechs Monaten 2014 erzielte das Unternehmen aus Feldkirch bei München 45,3 Millionen Euro Umsatz und 3,9 Millionen Euro EBIT. Beides Rekordwerte, wie die Unternehmensführung betonte. In der ersten Jahreshälfte 2013 hatte Steico noch 41 Millionen Euro Umsatz und drei Millionen Euro EBIT verbucht. Steico habe von der Baukonjunktur in Deutschland und Großbritannien profitiert, so der Vorstand.

Eine verbesserte Bilanz für das erste Halbjahr 2014 hat der schwedische Papierhersteller Svenska Cellulosa Aktiebolaget (SCA) vorgelegt. Demnach gelang es dem Unternehmen aus Stockholm, den Halbjahresumsatz im Vergleich zu 2013 um acht Prozent auf umgerechnet 5,4 Milliarden Euro zu steigern. Zugleich stieg der operative Gewinn um 21 Prozent auf 601,2 Millionen Euro.

Die Gläubiger einer Anleihe des Fahrradherstellers Mitteldeutsche Fahrradwerke (MIFA) AG haben zugestimmt, vorübergehend auf fällige Zinsen zu verzichten und auch Kündigungsrechte nicht wahrzunehmen. Damit hat die MIFA AG Spielraum gewonnen um ihre Sanierung voranzutreiben.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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