28.09.09 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa SA und Iberdrola SA modifizieren Kooperation – Q-Cells SE will mehr Solarparks bauen – Steico AG schreibt wieder schwarze Zahlen

Der DAX verlor in der vergangenen Woche 2,15 Prozent auf 5.605 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones büßte 0,78 Prozent ein auf 9.707 Punkte. Der japanische Nikkei gewann 0,96 Prozent auf 10.544 Punkte. Öl verbilligte sich um 8,9 Prozent auf 64,86 US-Dollar je Barrel der Sorte Brent Crude Oil. Der Kupferpreis sank um 2,9 Prozent auf 5.966 Dollar je Tonne der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro notierte unverändert bei 1,47 Dollar.


Windaktien

Der dänische Windturbinenbauer Vestas soll ein Projekt in Kenia mit Anlagen ausstatten. Laut einem Medienbericht plant die einheimische Lake Turkana Wind Power (LTWP) einen Windpark mit einer Gesamtleistung von 300 Megawatt (MW). Sie habe dafür mit Vestas einen Vorvertrag über die Lieferung von 353 Windrädern mit je 850 Kilowattstunden Leistung abgeschlossen. Das Projekt soll laut dem Bericht 760 Millionen Dollar kosten.

Der Windturbinenbauers Gamesa und der Energiekonzern Iberdrola wollen anders zusammen arbeiten, als im Juni 2008 vereinbart. Wie der Windturbinenbauer und der Energiekonzern aus Spanien bekannt gaben, soll möglicherweise doch kein joint venture gegründet werden. Gamesa werde selbst errichtete Windparks in Großbritannien und in der Dominikanischen Republik unter Umständen behalten.

Die Gründung einer Tochterfirma in Korea meldete das US-amerikanische Technologieunternehmen American Superconductor Corporation (AMSC). Die Gesellschaft aus Devens im Bundesstaat Massachusetts setzt nach eigenen Angaben verstärkt auf den koreanischen Markt. Das Hauptquartier der AMSC Korea befinde sich im südkoreanischen Busan, so AMSC.

Der kanadische Windkraftanlagenhersteller AAER Inc. hat einen Vorvertrag für die Lieferung einer 1,65 MW-Windkraftanlage unterzeichnet. Auftraggeber ist laut AAER die Camelot Wind, LLC in Plymouth im US-Bundesstaat Massachusetts. Die Lieferung ist im ersten Quartal 2010 vorgesehen.


Solaraktien

Die Umwandlung von kurzfristigen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 9,5 Millionen Euro hat der BGI EcoTech AG einen neuen Investor beschert. Die ING Bewaar Maatschappij VII B.V. hat den Angaben zufolge zugestimmt, dass die Darlehens- und Zinsforderung in einen Brückenkredit mit einem achtprozentigen Zinskupon und einer Fälligkeit zum 30.11.2009 umgewandelt werden. Der BGI stehe es frei, die Verpflichtungen bis zur Fälligkeit in einem frei wählbaren Verhältnis aus Barmitteln oder eigenen Aktien zu tilgen. Bei der Tilgung durch Aktien werde ein Preis von zehn Euro pro Aktie zugrunde gelegt.

Frank Asbeck, Vorstands-Chef der SolarWorld AG, hat sich für die Senkung der garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom ausgesprochen. Da die Preise für Solarmodule derzeit schneller fielen als die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vorgesehene jährliche Vergütungskürzung, könnten so die Stromverbraucher entlastet werden, erklärte er gegenüber der Zeitung Financial Times Deutschland.
Wie SolarWorld AG weiter mitteilte, will man die Produktionskapazität für Solarstrommodule im sächsischen Freiberg bis Ende 2010 auf 450 MW verdreifachen. Gemeinsam mit dem bereits begonnenen Ausbau der Waferfertigung in Freiberg auf 1.000 MW schaffe man damit über 500 neue Arbeitsplätze in der Region.

Für knapp eine Million Euro hat das Centrotherm-Vorstandsmitglied Peter Fath Aktien des eigenen Unternehmens abgestoßen. Der für Forschung und Entwicklung zuständige Vorstand trennte sich am 16. September von 30.000 Aktien zu einem Stückpreis von 32,48 Euro.

Das kanadische Solarunternehmen Arise Technologies Corp. hat eine Kooperationsverarbeitung mit QuickContractors.com geschlossen. Wie Arise aus Waterloo mitteilte, soll QuickContractors.com künftig Installationsdienstleistungen für Solare Systeme bei Haushalten für Arise übernehmen. Damit will das Unternehmen dem erwarteten Nachfrageboom nach Einführung eines Einspeise-Tarifsystems für Photovoltaik in der Provinz Ontario entgegenkommen.

Einen Großauftrag für Aufdachsolaranlagen mit acht Megawatt peak (MWp) Leistung meldete die Münchener Centrosolar Group AG. Das Unternehmen ist demnach Projektpartner des DCM Solarfonds 3 geworden. Dieser werde neun Großdachsolaranlagen auf deutschen ALDI-Logistikzentren errichten, die planmäßig noch in diesem Jahr ans Netz gehen sollen. Zum finanziellen Volumen des Auftrags machte Centrosolar keine Angaben.

Der Solarzellenhersteller Q-Cells SE will sein Geschäft verstärkt auf den Bau von Solarparks verlagern. Das hat Firmenchef Anton Milner gegenüber der Financial Times Deutschland (FTD) erklärt. Der lange geplanter Strategiewechsel sei durch die „strukturellen Veränderungen der Photovoltaikmärkte“ beschleunigt worden, die zu einem massiven Preisverfall bei Solarprodukten führten. Die für die Planung und Errichtung großer Photovoltaik-Freiflächenanlagen zuständige Konzerntochter Q-Cells International solle in Zukunft die Hälfte der Erlöse erwirtschaften, hieß es, in 2008 lag ihr Beitrag bei acht Prozent. Neben Projekten in Deutschland visiert Q-Cells insbesondere den ausländischen Markt für Solarparks an.

Ein 3,5 MW-Solarkraftwerk in Nordrhein-Westfalen wird mit Solarmodulen der Freiburger Solar-Fabrik AG ausgestattet. Laut dem Unternehmen entsteht die Freilandanlage "Solarpark Oberlar" derzeit auf einer Fläche von 80.000 m2 in Troisdorf. Die Solar-Fabrik liefere 15.500 Module, Auftraggeber seien die Stadtwerke Troisdorf. Zum finanziellen Volumen des Auftrags machte die Solar-Fabrik keine Angaben.

Die US-amerikanische Ascent Solar Technologies hat einen Auftrag von der Goal Zero LLC aus Utah erhalten. Wie die Herstellerin von Dünnschichtsolarmodulen aus Littleton mitteilte, orderte die Tochter von Provo Craft and Novelty aus Spanish Fork in Utah 30.700 Einheiten von Ascent Solar. Sie sollen bis 2010 geliefert werden und für tragbare Energiesysteme eingesetzt werden. Nähere Angaben über das Finanzvolumen des Auftrags machte das Unternehmen nicht.

Die Waferproduzentin MEMC Electronic Materials gewährt ihrer Kundin taiwanesischen Gintech in 2009 einen Preisnachlass auf Waferlieferungen. Wie MEMC meldete, wurde zugleich die Bestellmenge für dieses Jahr angehoben. Ferner erhalte MEMC von Gintech deren 8,4-prozentigen-Anteil an der Eversol. Man sei übereingekommen, auch in Zukunft flexibel auf die Preisentwicklungen im Weltmarkt zu reagieren.
Wie das Düsseldorfer Handelsblatt berichtete, bemüht sich die Conergy AG um Deeskalation in ihrem Streit mit MEMC. Nach dem ersten Erfolg mit einer Kartellklage vor einem US-Gericht hätten Conergy und MEMC Gespräche über eine Einigung aufgenommen, hieß es.

Ein schwaches Geschäftsjahr 2009 erwartet der Reutlinger Ausrüster für die Solarbranche Manz Automation AG. Wie die Nachrichtenagentur pressetext.deutschland (pte) berichtete, bezeichnete Finanzvorstand Martin Hipp die Auftragslage im laufenden Quartal als „sehr schwach“. Das anvisierte operative Nullergebnis sei vor diesem Hintergrund schwer zu erreichen. Der aktuelle Aufwind in der Solarbranche werde sich erst mit Beginn des kommenden Jahres in den Finanzkennzahlen des Konzerns niederschlagen, so Hipp laut pte.

Das Solarunternehmen ReneSola aus Jiashan übernimmt die ebenfalls chinesische Green Energy Limited. Das geht aus einer Mitteilung der börsennotierten Gesellschaft hervor. Im Gegenzug für die vollständige Übernahme übergebe ReneSola rund 27 Millionen eigene junge Aktien und 10 Millionen Dollar in Form von Schuldscheinen. Green Energy produziert über Tochtergesellschaften an verschiedenen Standorten in China metallurgisches Silizium (50 Tonnen pro Jahr), Ingots, Wafer, Solarzellen und –module.

Das neu gegründete malaysische Unternehmen San Du Solar Energy errichtet in Malaysia mit Unterstützung der Schweizer 3S Gruppe eine erste kristalline Solarmodulfabrik. Laut 3S unterzeichneten die Partner einen Vertrag für den Verkauf einer schlüsselfertigen 25 MW-Produktionslinie, diese werde Anfang 2010 installiert. Über den Kaufpreis wurde nichts mitgeteilt.

Das US-amerikanische Solarunternehmen SunPower hat seine Zuliefervereinbarung mit der koreanischen Woongjin Energy verlängert. Demnach wurde die Bestellung von Solarsilizium und Solaringots um vier Jahre bis 2016 verlängert. Finanzielle Details und Mengen wurden nicht genannt.

Der Solarausrüster Applied Materials Inc. aus dem kalifornischen Santa Clara hat einen Großauftrag von ENN Solar Energy erhalten, einer Tochter der ENN Group. Diese produziert im chinesischen Langfang große Dünnschicht-Solarmodule. Dafür soll Applied Materials über fünf Jahre Fertigungslinien liefern. Über finanzielle Details machten die Unternehmen keine Angaben.

Die börsennotierte US-amerikanische Kraftwerksbetreiberin NRG Energy Inc. errichtet in Houston im US-Bundesstaat Texas eine Zehn-MW-Photovoltaikanlage. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Die Stadt habe sich verpflichtet, den erzeugten Strom 25 Jahre lang zum Fixpreis abzunehmen. Der Einspeisetarif für Solarstrom betrage 19,8 Cent pro Kilowattstunde.


Andere Aktien

Die US-amerikanischen Umwelttechnikunternehmen dck worldwide und Tetra Tech Inc. haben sich einen millionenschweren Auftrag des US-Verteidigungsministeriums gesichert. Das Joint-Venture dck/TtEC LLC der beiden soll demnach zusammen mit drei anderen Vertragspartnern Projekte in den Bereichen Energieversorgung, Hafenanlagen, medizinische Versorgung und Wasser im Wert von 900 Millionen Dollar für die Behörde realisieren.

Bei der österreichischen Best Water Technology AG (BWT) ist ein Übernahmeangebot aus Kanada eingegangen. Wie das Wasserunternehmen aus Mondsee mitteilte, schlägt die an der Toronto Stock Exchange gelistete GLV Inc. den Zusammenschluss zu einem global tätigen Wassertechnologie-Konzern und die Übernahme von bis zu 100 Prozent der CWT-Aktien vor. GLV habe 3,35 Euro pro CWT-Aktie angeboten. Die WAB Privatstiftung, der größte Aktionär von CWT, unterstütze das Angebot. GLV ist demnach Lieferant für Technologielösungen in den Bereichen Wasseraufbereitung, Recycling und Reinigung sowie für die Zellstoff- und Papierindustrie.

Den Sprung zurück in die schwarzen Zahlen hat die Dämmstoffspezialistin Steico AG aus Feldkirchen bei München im ersten Halbjahr 2009 geschafft. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte von 0,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 3,3 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte demnach leicht von 51,5 Millionen auf 50,3 Millionen Euro. Steico erhöhte die Prognose für das Gesamtjahr deutlich: Statt eines lediglich ausgeglichenen Ergebnisses sollen fünf bis sieben Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet werden.

Die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft Capital Stage AG hat in ein weiteres Photovoltaik-Kraftwerk in Krumbach investiert. Das Kraftwerk Krumbach II soll demnach zwei MW Leistung erreichen und werde bis Ende 2009 ans Netz gehen. Die Tochtergesellschaft CapitalStage Trade GmbH halte die Anteile.

Großaufträge mit einem Gesamtvolumen von 5,4 Millionen Euro meldete die Klagenfurter Spezialistin für Abwasserinfrastruktur SW Umwelttechnik AG (SWU). Laut dem Unternehmen soll es in Ungarn und Rumänien Maßnahmen im Bereich Infrastruktur und Wasserschutz durchführen.

Mit einem Nettoverlust in Höhe von 4,1 Millionen Dollar oder 0,58 Dollar je Aktie hat die US-amerikanische Natural Alternatives International das Geschäftsjahr 2008/2009 abgeschlossen. Im Vorjahr hatte das Minus bei 371.000 Dollar oder 0,05 Dollar je Aktie gelegen. Der Jahresumsatz ist laut dem Unternehmen aus dem kalifornischen San Marcos von 81,8 Millionen auf 73,9 Millionen Dollar geschrumpft.

Im ersten Halbjahr 2009 hat die Dortmunder Recyclingspezialistin Envio AG den Umsatz um rund fünf Prozent auf 5,57 Millionen Euro verbessert. Das EBIT brach dagegen von 1,78 Millionen auf 643.000 Euro ein. Zur Erklärung verwies Envio unter anderem auf Anlaufkosten einiger Geschäftsbereiche. Dr. Dirk Neupert, CEO von Envio, rechnet dennoch mit einem sehr guten zweiten Halbjahr für sein Unternehmen.

Einen Auftrag im Wert von mehr als 35 Millionen US-Dollar hat die Karlsruher Telematikspezialistin init innovation in traffic systems AG aus den USA erhalten. Sie soll demnach als Generalunternehmer ein integriertes Leitsystem mit automatischer Fahrzeugortung und Fahrgastzählung schlüsselfertig an die Tri-Country Metropolitan Transportation District of Oregon (TriMet) aus Portland liefern. Der Vertrag soll in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Gegen zwei Ex-Geschäftsführer hat die Düsseldorfer Technologieholding M.A.X. Automation AG erfolgreich auf Schadensersatz geklagt. Wie die börsennotierte Gesellschaft meldete, erstritt deren Tochtergesellschaft altmayerBTD GmbH & Co. KG 900.000 Euro. Der Mittelzufluss werde im laufenden Geschäftsjahr voll ergebniswirksam, teilte das Unternehmen mit.

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