Techniker von Gamesa bei der Arbeit. / Foto: Unternehmen

27.07.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa und Vestas punkten am indischen Windmarkt –SunEdison schluckt Vivint Solar – Ökostromanlagenbetreiber Capital Stage AG erhöht Prognose

Der DAX sank in der vergangenen Woche um 2,8 Prozent auf 11.347 Punkte. Ebenfalls um 2,8 Prozent gab der US-amerikanische Dow Jones Index auf 17.574 Punkte nach. Der Kurs des japanischen Nikkei verschlechterte sich um 1,6 Prozent auf 20.372 Punkte. Um 1,1 Prozent abwärts auf 25.128 Punkte ging es für den chinesischen Hang Seng Index. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ stürzte um 4,3 Prozent ab auf 54,58 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 3,9 Prozent auf 5.267,50 Dollar. Der Euro kletterte um 1,4 Prozent auf 1,098 Dollar.

Windaktien

125 Windräder mit 250 Megawatt (MW) Gesamtkapazität soll der spanische Hersteller Gamesa Corp. Tecnologica an den Energieversorger Orange liefern. Dieser plane die Errichtung von drei Windparks in den indischen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Madhya Pradesh, teilte der Windkraftkonzern aus Zamudio im Baskenland mit.

Zum Bau eines Windparks im indischen Bundesstaat Karnataka soll Vestas Wind Systems 23 Windräder mit zusammen 46 MW Leistungskapazität liefern. Zusätzlich sei ein Service- und Wartungsvertrag mit 15 Jahren Laufzeit vereinbart worden, erklärte der Windradhersteller aus Århus.

Die Prokon eG wird offiziell ins Genossenschaftsregister eingetragen. Das steht fest, nachdem das zuständige Gericht in Hamburg Beschwerden gegen den Gläubigerentscheid von vor knapp drei Wochen abgewiesen hat. Die Wandlung von der insolventen GmbH zur Genossenschaft ist damit rechtskräftig und das Insolvenzverfahren nähert sich dem Ende.


Solaraktien

Für 2,2 Milliarden Dollar will SunEdison den börsennotierten US-Dachsolaranlagenprojektierer Vivint Solar aus Lehi in Utah kaufen. Dazu sei ein bindender Kaufvertrag unterzeichnet worden, teilte der US-Ökostromgigant aus Belmont in Kalifornien mit. Im Paket seien Dachsolaranlagen mit 523 MW Leistungskapazität enthalten, die noch im laufenden Jahr in Betrieb gehen und in den Bestand der eigenständig börsennotierten Betreiber-Tochter TerraForm Power übergehen sollen, erklärte SunEdison.
Ferner gab SunEdison die Übernahme des britischen Dachsolaranlagen-Spezialisten Mark Group aus Leicester bekannt. Details zu dem Kauf machten die Amerikaner nicht bekannt.
Zudem geht die SunEdison-Gruppe davon aus, dass das anstehende Börsendebüt der Ökostromanlagenbetreiber-Tochter TerraForm Global bis zu 1,2 Milliarden Dollar einbringen wird. Zum Preis zwischen 19 und 21 Dollar sollen die TerraForm-Global-Aktien in Kürze erstmals an der US-Börse Nasdaq gehandelt werden. TerraForm Global konzentriert sich Regional auf Schwellenländer in Asien, Lateinamerika und Afrika.
Für Tata Power Delhi Distribution Ltd. soll die SunEdison-Gruppe in Indien zudem weitere Solarparks mit 180 MW errichten, hieß es dazu.

Die Errichtung einer Solarfarm mit 100 MW Kapazität in Boulder im Eldorado Valley des US-Bundesstaats Nevada soll SunPower übernehmen. Auftraggeber sei ein regionaler Energieversorger, der schon jetzt einen Stromabnahmevertrag mit 20 Jahren Laufzeit für das Vorhaben unterzeichnet habe. Das gab der Konzern aus San José in Kalifornien bekannt.


Das Nasdaq-Debüt von Sunrun Inc. rückt näher: Die Führung der Dachsolaranlagenspezialistin aus San Francisco teilte der US-Börsenaufsicht mit, die Aktien zum Börsengang für einen Preis zwischen 13 und 15 Dollar anbieten zu wollen. Damit könnte der Nettoerlös aus der Erstnotiz auf bis zu 222 Millionen Dollar kommen, hieß es. Wann genau die Aktie im Nasdaq debütieren wird, blieb weiter offen.

Bild: Techniker von Sunrun im Einsatz. / Foto: Unternehmen



Drei Photovoltaikanlagen mit 5,2 MW Gesamtkapazität hat Canadian Solar in Japan ans Stromnetz gebracht. Außerdem hat der Konzern aus Guelph in der kanadischen Provinz Ontario die Zusagen für 40,8 Millionen Dollar als Finanzierung für eine im Bau befindliche Solarfarm in Kanada erhalten. Kreditgeber sei die Manufacturers Life Insurance Company, hieß es dazu. Das Darlehen sei für ein Bauvorhaben mit neun MW Kapazität in Ontario vorgesehen. Zudem haben die Kanadier in Ontario ein weiterer Solarpark mit 100 MW in Betrieb genommen, mit dessen Bau im September 2013 begonnen worden war.

Für die Errichtung zweier Solarparks mit zusammen 149 MW Gesamtkapazität in Indien soll der koreanische Konzern Hanwha Q Cells Co. Ltd. aus Seoul die benötigten Module liefern. Zudem gaben die Koreaner bekannt, dass sie 49 Prozent der Anteile an den beiden Bauprojekten gekauft haben.

Auf dem Gelände eines ehemaligen Kohleabbaugebiets in China sollen in den kommenden zwölf Monaten zahlreiche große Solarparks errichtet werden. Den Auftrag zu Planung und Bau einer dieser Anlagen mit 50 MW Kapazität erhielt Yingli Green Energy aus Baoding. Auftraggeber sei die Stadt Datong in der Provinz Shangxi, teilte Yingli mit.

Bioenergieaktien


Die KTG Energie AG hat beschlossen neue Aktien auf den Markt zu bringen. 650.000 Aktien sollen Großinvestoren angeboten werden. So soll das Grundkapital um bis zu 650.000 Euro auf maximal 7,15 Millionen Euro erhöht werden, teilte die Unternehmensführung mit.

Andere Aktien

Die Führung der Capital Stage AG hat die bisherige Prognose für das Gesamtjahr 2015 im Durchschnitt um zehn Prozent angehoben. In der jüngsten Schätzung gehen die Verantwortlichen des Ökostromanlagenbetreibers aus Hamburg davon aus, 115 Millionen Euro Gesamtumsatz zu erzielen. Bisher waren 105 Millionen Euro Umsatz erwartet worden. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) werde voraussichtlich 48 Millionen Euro erreichen. Bislang hatte der Vorstand 43 Millionen Euro EBIT in Aussicht gestellt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) soll die 80-Millionen-Euro-Marke übersteigen statt der bisher erwarteten 73 Millionen Euro EBITDA. Grund für die gestiegenen Erwartungen seien einige Zukäufe für den Kraftwerkspark, unter anderem in Italien, hieß es.


Der niederländische Biolebensmittelhersteller Royal Wessanen hat im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal 2015 weiteres Wachstum erzielt. Das  Unternehmen aus Amsterdam gab dazu einige Eckdaten bekannt. Der Halbjahresumsatz stieg demnach gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,4 Prozent. Der Umsatz im zweiten Quartal lag 7,9 Prozent über dem des Vorjahresquartals. Das operative Halbjahresergebnis belief sich auf 19,2 Millionen Euro nach 19,1 Millionen Euro in Vorjahreszeitraum. Dazu steuerte das zweite Quartal 6,9 Millionen Euro bei. Zudem verlängerte und erweiterte das Unternehmen einen Kredit, der ursprünglich 2013 ausgelaufen wäre. Die neue Kreditlinie sei um 25 Millionen auf 100 Millionen Euro angehoben worden und laufe bis 2020, hieß es.

Tomra Systems ASA aus Norwegen hat im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr ein deutliches Wachstum erzielt. In beiden Zeiträumen hat das auf  Pfandflaschenrücknahme-Automaten spezialisierte Unternehmen den Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Bilanz von Tomra zufolge sprang der Umsatz im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,47 Milliarden Norwegische Kronen (NOK). Das sind umgerechnet 165,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) stieg um ebenfalls 16 Prozent auf 240 Millionen NOK, also knapp 27 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr verbuchte Tomra einen Umsatz von 2,58 Milliarden NOK, also knapp 290 Millionen Euro, nach 2,16 Milliarden NOK oder rund 243 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA kletterte im Vergleich um 13 Prozent auf 344 Millionen NOK (38,6 Millionen Euro). Die Führung von Tomra geht davon aus, auch im zweiten Halbjahr 2015 den Wachstumskurs fortsetzen zu können: Die Auftragslage sei sehr gut. Daher sei damit zu rechnen, dass Umsatz und Gewinn weiter ansteigen würden, hieß es.

Bild: Tee ausdem Sortiment von Royal Wessanen. / Foto: Unternehmen


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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