Windrad von Gamesa. / Quelle: Unternehmen

28.10.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa vollzieht Markteintritt bei Offshore-Windkraft – Gewinnwarnung von centrotherm photovoltaics – KTG Energie plant erstmals Dividende

Der Dax legte im Verlauf vergangener Woche 1,4 Prozent zu und erreichte 8.986 Punkte. Um 1,1 Prozent auf 15.573 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei verbuchte 2,4 Prozent Wertverlust auf 14.212 Punkte. Der Kurs des chinesischen Hang Seng Index in Hong Kong fiel um 2,7 Prozent auf 22.698 Punkte. Um 2,7 Prozent verbilligte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 107,11 Euro. Der Preis für die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um 0,6 Prozent auf 7.188 Dollar. Der Euro stieg um 0,9 Prozent auf 1,3805 Dollar.

Windaktien

Spaniens erstes Offshore-Windkraftprojekt ist nun offiziell eingeweiht worden. Das berichtet der Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica aus Zamudio im spanischen Baskenland. Das Projekt besteht aus einer einzigen Offshore-Windturbine von Gamesa mit fünf Megawatt (MW) Leistungskapazität. Der Bau und die Einweihung des Windrades in der Bucht von Arinaga vor der Insel Gran Canaria stelle für Gamesa einen Meilenstein dar, weil der Konzern damit den Schritt auf den Markt der Hersteller von Offshore-Windrädern endgültig offiziell vollzogen habe, so die Unternehmensführung.

Solaraktien

Der Solarausrüster centrotherm photovoltaics AG aus Blaubeuren hat eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Angesichts der aktuellen Auftragslage könne die centrotherm photovoltaics AG ihre Ergebnisprognose für die Jahre 2014 und 2015 nicht mehr aufrecht erhalten, teilte der Vorstand mit. Der erhoffte Anstieg des globalen Markts für Photovoltaik-Produktionstechnik habe sich bislang nicht eingestellt. Um im Gesamtjahr 2014 ein positives Ergebnis zu erzielen, sei eine „signifikante Belebung des Marktes“ notwendig.

Das insolvente Münchner Photovoltaikunternehmen Centrosolar Group AG schickt zwei seiner Tochtergesellschaften in eine reguläre Insolvenz. Mit den kreditgebenden Banken einigte sich die Centrosolar Group AG über ein Finanzierungskonzept, das vorsieht für die beiden Unternehmenstöchter Centrosolar AG aus Hamburg und Centrosolar Sonnenstromfabrik GmbH aus Wismar ein Insolvenzverfahren zu beantragen. Im Gegenzug sei so die Fortführung des Geschäftsbetriebes bis auf Weiteres gesichert. Die Muttergesellschaft stehe weiter unter Gläubigerschutz, so die Centrosolar Group.

Nach dem Verkauf einiger Solaranlagen in seiner Heimat ist der finanziell angeschlagene schweizerische Grünstromproduzent Edisun Power Europe AG in der Lage, eine Anleihe im Umfang von umgerechnet 7,3 Millionen Euro vorzeitig zurück zu zahlen. Die 2009 gestartete Obligationsanleihe war mit 4,25 Prozent verzinst und wäre Ende August 2014 fällig. Das teilte das Unternehmen aus Zürich mit. Zugleich versucht Edisun Power Anleger dafür zu gewinnen, eine neue Anleihe mit bis zu 4,1 Millionen Euro Volumen zu zeichnen. Details zu dieser Anleihe, die zehn Jahre laufen soll, will der Vorstand im Dezember 2013 veröffentlichen, hieß es.

Der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation ASA (REC) aus Sandvika hat seinen Umsatz im dritten Quartal von 1,544 Milliarden Norwegische Kronen (NOK) im Vorjahreszeitraum auf 1,621 Milliarden NOK gesteigert. Das sind umgerechnet knapp 200 Millionen Euro. Dazu trug vor allem die Siliziumsparte bei. Das Quartalsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) fiel erneut negativ aus. Dabei ist der Fehlbetrag von 57 Millionen NOK auf 142 Millionen NOK angewachsen. Umgerechnet belief sich der EBIT-Verlust somit auf 17,5 Millionen Euro. Die finanziell angeschlagene REC ist im Rahmen ihrer Sanierung derzeit im Begriff, sich in zwei unabhängige Börsenunternehmen aufzuspalten: REC Solar einerseits und REC Silicon – die Siliziumsparte – andererseits. Kalkuliert man dies in das Ergebnis ein, belief sich der Umsatz der Geschäfte, die fortgeführt werden, im dritten Quartal auf 705 Millionen NOK nach 474 Millionen NOK im Vorjahreszeitraum. Das entspricht 86,8 Millionen Euro. Der EBIT-Verlust kletterte hier infolge hoher Abschreibungen von 125 Millionen auf 179 Millionen NOK und damit auf 22 Millionen Euro.
Bildnachweis: Solarzellenproduktion von REC in Singapur. / Quelle: Unternehmen

Der US-Photovoltaik-Konzern First Solar aus Tempe in Arizona soll in Australien mehrere große Photovoltaikanlagen errichten. Zunächst orderte die Universität von Queensland Module mit 3,3 MW Leistungskapazität für eine Freiflächenanlage, die 2014 auf dem Campusgelände in Betrieb gehen soll. Dieser Auftrag sei zugleich das Pilotprojekt für zwei weitere Anlagen mit insgesamt 155 MW, die für die Universität von New South Wales realisiert werden sollen, hieß es. In den Vereinigten Arabischen Emiraten stellte First Solar nahe Dubai eine Freiflächenanlage mit 13 MW fertig. Diese Anlage ist dem Unternehmen zufolge die eines Solarkomplexes, der voll ausgebaut über 50 MW Leistungskapazität verfügen soll.

Zwei Geschäftserfolge hat der chinesisch-kanadische Solarkonzern Canadian Solar erzielt. Zum einen erwarb der staatliche saudi-arabische Ölkonzern Arabian Oil Company (Saudi Amarco) von ihm Photovoltaikmodule mit 1,8 MW Leistungskapazität für ein Projekt auf dem Gelände eines Ölindustrie-Forschungszentrums in Riad. Zum anderen startete Canadian Solar mit dem des Solarparks Grand Renewable Solar (GRS) in Haldimand County in der Provinz Ontario. GRS soll voll ausgebaut über 100 MW Kapazität verfügen. Den Auftragswert der Anlage, die auf 297 Hektar Land in der Provinz Ontario entstehen soll, beziffert Canadian Solar auf 301 Millionen Dollar.

In den kommenden drei Jahren soll in China ein großer Dachsolaranlagenkomplex errichtet werden. Die dafür notwendigen Module mit zusammen 120 MW wurden beim einheimischen Hersteller JinkoSolar geordert. Das gab das Unternehmen aus Jiangxi bekannt. Jinko schloss einen Vertrag als Generalunternehmer, um die Dächer eines Industriegebietes großflächig mit Photovoltaikanlagen zu bestücken.

Bei der Errichtung von drei Freiflächensolaranlagen mit zusammen 59 MW Kapazität in China sollen kristalline Photovoltaikmodule des Herstellers Yingli Green Energy Holding Co. Ltd. zum Einsatz kommen. Der chinesische Grünstromanlagenprojektierer China Three Gorges New Energy Co. (CTGNE) hat dafür bei Yingli die Module geordert. Die drei Solarparks werden den Angaben zufolge in den Provinzen Hebei, Gansu und in der autonomen Region der Inneren Mongolei gebaut und sollen noch 2013 in Betrieb gehen.

Bioenergieaktien

Die Geschäfte der Biodiesel-Herstellers Petrotec AG liefen in 2013 bislang offenbar besser als es die Unternehmensführung erwartet hat. Der Vorstand der Borkener Spezialistin für Kraftstoff aus Altspeiseölen und Altfetten korrigierte die bisherige Prognose für das Gesamtjahr leicht nach oben. Der Gesamtjahresumsatz soll zwar wie bisher prognostiziert zwischen 150 und 190 Millionen Euro liegen. Allerdings sei damit zu rechnen, dass der Umsatz sich „am oberen Ende“ dieser Schätzung bewegen werde. Zugleich werde 2013 profitabler ausfallen als bisher vorhergesagt. Die Gewinn-Marge soll statt zwei Prozent drei Prozent erreichen, so der Vorstand.

Bildnachweis: Biodiselanlage von Petrotec. / Quelle: Unternehmen


Die Biostromspezialistin KTG Energie AG will zum ersten Mal eine Dividende an die Aktionäre auszuschütten. Deren Höhe gab das Hamburger Unternehmen noch nicht bekannt.

Andere Aktien

Trotz eines Umsatzrückgangs erzielte der niederländische Biolebensmittelhändler Royal Wessanen NV im ersten Dreivierteljahr und im dritten Quartal 2013 weniger EBIT als im Vorjahreszeitraum. Laut der aktuellen Bilanz beendete Royal Wessanen die ersten neun Monate 2013 mit 531 Millionen Euro Umsatz und 21 Millionen Euro EBIT. Im Vorjahreszeitraum hatten die Niederländer 547 Millionen Euro Umsatz und 15 Millionen Euro EBIT erzielt. Für das dritte Quartal 2013 verbuchte Royal Wessanen 171,2 Millionen Euro Umsatz und 9,3 Millionen Euro EBIT. Im Vergleichszeitraum 2012 hatten 176,3 Millionen Euro Umsatz und 6,7 Millionen Euro EBIT zu Buche geschlagen. Zu der Verbesserung im operativen Geschäft habe die Abwendung eines Rechtsstreits beigetragen. Dies habe zu einem Sondereffekt in Höhe von sieben Millionen Euro geführt. Außerdem trage der eingeschlagene Sparkurs erste Früchte, hieß es.


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