Windräder von Gamesa. / Bildquelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Gamesa zurück in der Erfolgsspur – Solarausrüster Meyer Burger feiert Vertriebserfolge – Gewinneinbruch beim Bahntechnikkonzern Vossloh

Der DAX sank in der vergangenen Woche um ein Prozent auf 8.243 Punkte. Um 0,1 Prozent aufwärts auf 15.560 Punkte verbesserte sich der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei sackte um 5,8 Prozent auf 13.935 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong legte 2,8 Prozent zu und erreichte 21.969 Punkte. 1,2 Prozent billiger wurde das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“, es kostete 107,10 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich um 0,9 Prozent auf 6.920 Dollar. Der Euro kletterte um 1,1 Prozent auf 1,338 Dollar.

Windaktien


Durch den Ausbau seines Servicegeschäftes und stark verringerte Kosten hat der spanische Windkraftkonzern Gamesa seine Profitabilität deutlich verbessert. Das geht aus der Halbjahresbilanz hervor, die das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland vorgelegt hat. Der Umsatz dieser Zeit sank zwar auf Jahressicht um rund 26 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Aber das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) wurde jedoch von 14 auf 66 Millionen Euro vervielfacht. Einem Nettoverlust von 33 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2012 steht nun ein Nettogewinn in Höhe von 22 Millionen Euro gegenüber. Und die Nettoverschuldung wurde um knapp 34 Prozent auf 620 Millionen Euro gedrückt.
Außerdem hat Gamesa die erste eigene Offshore-Windturbine aufgestellt. Der fünf Megawatt (MW) starke Prototyp sei in der Bucht von Arinaga auf Gran Canaria errichtet worden, teilten die Spanier mit.

Solaraktien


Die Zukunft des kriselnden Solarprojektierers Carpevigo Holding AG aus Holzkirchen bleibt weiter in der Schwebe. Das Unternehmen hatte die Gläubiger von drei Anleihen gebeten, auf einen Großteil der fälligen Zinsen zu verzichten, um so die Pleite oder die Zerschlagung zu verhindern. Aber nur zwei der drei dazu einberufenen Gläubigerversammlungen stimmten „mit qualifizierter Mehrheit“ zu. Die Gläubiger der dritten Anleihe müssen erneut abstimmen, weil zum ersten Quorum nicht genügend Teilnehmer erschienen waren.

Vertriebserfolge hat der schweizerische Solarausrüster Meyer Burger Technology AG aus Thun im Kanton Zug erzielt. So gewannen die Schweizer einen Neukunden in Europa. Der Neukunde Sunsolar Energy Ltd. stammt Meyer Burger zufolge aus Großbritannien und hat eine vollautomatische Produktionslinie für Solarmodule bestellt. Die Produktionskapazität der Fertigungsline liege anfänglich bei jährlich 35 MW. Sunsolar Energy Ltd. plane, bald die Erweiterungsmöglichkeit auf 75 MW in Anspruch zu nehmen. Schon im November 2013 soll die Fertigungslinie in Betrieb gehen. Der andere Auftrag stamme von einem Bestandskunden aus Taiwan, hieß es weiter. Dieser habe Drahtsägen geordert, die bei der Herstellung von Solarwafern zum Einsatz kommen. Die damit verbundene Werkserweiterung beim Kunden werde die Waferproduktion auf 200 MW pro Jahr bringen, hieß es dazu.

Die freundliche Übernahme des US-Solarprojektierers Westinghouse Solar durch die australische CBD Energy Ltd. ist endgültig geplatzt. Nachdem sich das seit Frühjahr 2012 laufende Übernahmeverfahren immer weiter verzögerte, hat die kalifornische Übernahmekandidatin die Reißleine gezogen und das Übernahmeabkommen gekündigt.

Der Schuldenberg des teilinsolventen chinesischen Photovoltaikherstellers Suntech Power Holdings beläuft sich auf rund eine Milliarde Dollar. Das geht aus Angaben hervor, die das Unternehmen aus Wuxi gegenüber der US-Börsenaufsicht machte. Demnach entfällt der mit 454 Millionen Dollar größte Teil dieser Schulden auf die insolvente Produktionsgesellschaft am Stammsitz in Wuxi. Beim Bau einer großen Freiflächensolaranlage in Mexiko setzt der portugiesische Generalunternehmer Martifer Solar auf Solartechnik von Suntech. Voll ausgebaut soll das Solarkraftwerk in der Stadt La Paz in Baja California über 30 MW Leistungskapazität verfügen. Suntech werde dafür 132.000 kristalline Solarmodule liefern, hieß es. Besitzer der Anlage sei das Gemeinschaftsunternehmen Corporacion Aura Solar. Geplant werde sie von Gauss Energia.
Bildquelle: Sitz von Suntech in Wuxi. / Quelle: Unternehmen

Einen Großauftrag aus Thailand hat der chinesische Solartechnik-Hersteller Renesola ergattert. Für den Bau einer Freiflächenanlage in der nordthailändischen Provinz Nakornsawan habe sich der heimische Energieanlagen-Projektierer Energy Absolute PCL mit Solarmodulen bei ReneSola eingedeckt, teilte das Unternehmen aus Shanghai mit. Insgesamt seien Module mit 63 MW Gesamtleistungskapazität bestellt worden.

First Solar Inc. aus Tempe in Arizona hat eine Vereinbarung zur Realisierung von drei Photovoltaikanlagen mit zusammen 23 MW Leistungskapazität im US-Bundesstaat New Mexico getroffen. Vertragspartner sei die Public Service Company of New Mexico (PNM), hieß es.

Der US-Wechselrichterhersteller Power One Inc. aus Camarillo in Kalifornien steht vor der Übernahme durch den schwedisch-schweizerischen Mischkonzern ABB. Die im April 2013 mit dem Übernahmeangebot gestartete Transaktion wurde von der EU-Kommission und den deutschen Kartellbehörden genehmigt. Damit steht ihr keine weitere Hürde mehr im Weg. Rund eine Milliarde Euro will ABB in die Komplettübernahme investieren.

Bioenergieaktien

Der Bioethanolhersteller CropEnergies AG aus Mannheim hat den britischen Mitbewerber Ensus Ltd. aus Yarm in England komplett übernommen. Herzstück des Zukaufs ist eine Bioethanol-Fabrik im Norden Englands, die in der Lage ist, jährlich 400.000 Tonnen Bioethanol zu produzieren. Verkäufer sind Fonds des US-Vermögensverwalters Carlyle Group. Die Carlyle Group erhielt im Gegenzug CropEnergies-Aktien im Wert von 13,5 Millionen Euro. Damit ist die Carlyle Group mit 2,6 Prozent an von CropEnergies beteiligt, hieß es aus Mannheim.

Andere Aktien

Der Umsatz des Bahntechnikkonzerns Vossloh ist im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,8 Prozent auf 621,3 Millionen Euro gewachsen. Dagegen hat sich das EBIT mehr als halbiert. 12,5 Millionen Euro aus den ersten sechs Monaten 2013 stehen 31 Millionen Euro EBIT aus der Vorjahreshälfte gegenüber. Auf Konzernebene entstand 3,7 Millionen Euro Verlust. Im ersten Halbjahr 2012 hatte Vossloh noch 14,6 Millionen Euro Konzernüberschuss ausgewiesen. Verschlechtert hat sich auch die Bilanz für das zweite Quartal 2013: Zwar gelang Vossloh gemessen am Vorjahresquartal eine deutliche Umsatzsteigerung um 12,2 Prozent auf 354,1 Millionen Euro. Allerdings brach das Quartals-EBIT auf 2,8 Millionen Euro ein. Im Vorjahresquartal war das EBIT mit 20,8 Millionen mehr als sieben Mal so hoch gewesen. Der Vorstand begründet die Entwicklung mit Verzögerungen im Projektgeschäft und mit einer Rückstellung in zweistelliger Millionenhöhe für eine Schadenersatzklage. Diese betreffe den Geschäftsbereich Transportation, in dem Vossloh Loks und Züge herstellt.

Weiter tiefrote Zahlen schreibt die Aixtron SE. Die Spezialistin für LED-Leuchtmitteltechnologie aus Aachen hat im ersten Halbjahr mit 85,6 Millionen Euro drei Prozent weniger Umsatz erzielt als in der ersten Jahreshälfte 2012. Zugleich hat sich der EBIT-Verlust deutlich mehr als verdoppelt. 86,1 Millionen Euro Defizit in den ersten sechs Monaten 2013 stehen in der Bilanz 34,7 Millionen Euro EBIT-Verlust im ersten Vorjahreshalbjahr gegenüber. Der Nettoverlust des Berichtszeitraums hat sich auf Jahressicht mehr als verdreifacht. Er wuchs auf 87,8 Millionen Euro nach 23,9 Millionen Euro in 2012. Aixtron leide unter dem Überangebot in seinem Kerngeschäft, hieß es.

Der niederländische Bio-Nahrungsmittelanbieter Royal Wessanen hat das zweite Quartal mit einem Nettoverlust abgeschlossen. Vor allem Probleme bei der US-Tochter ABC verhagelten ihm die Quartalsbilanz. Das EBIT schrumpfte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 5,9 Millionen auf 3,5 Millionen Euro. Der Quartalsumsatz sackte um 6,8 Prozent ab auf 187,3 Millionen Euro. Kurzfristige Maßnahmen sollen ABC 2014 wieder profitabel machen. Im Gesamtjahr 2013 werde die Tochtergesellschaft aber voraussichtlich fünf bis zehn Millionen Dollar EBIT-Verlust einfahren. Für das erste Halbjahr verbuchte Royal Wessanen 4,1 Prozent Umsatzrückgang auf 359,8 Millionen Euro. Das EBIT wurde zwar gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 9,1 Millionen auf 14,1 Millionen Euro verbessert. Das Nettoergebnis ging jedoch von 4,9 Millionen auf 3,9 Millionen Euro zurück.

Bildnachweis: Bio-Teessortiment von Royal Wessanen. / Quelle: Unternehmen



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