Siemens liefert die Anlagen für von PNE Wind entwickelten Offshore-Windpark. / Quelle: Unternehmen

25.11.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Geldregen für PNE Wind AG – großer Vertriebserfolg für Canadian Solar – Green Mountain Coffee Roasters meldet Gewinnsprung

Der Dax verbesserte hat in der vergangenen Woche 0,55 Prozent auf 9.219 Punkte zugelegt. Der US-amerikanische Dow Jones Index gewann 0,65 Prozent auf 16.065 Punkte hinzu. Der japanische Nikkei kletterte um 1,4 Prozent auf 15.383 Punkte. Um 2,9 Prozent sprang der Hang Seng Index in Hong Kong auf 23.696 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 2,4 Prozent auf 111,01 Euro. Dagegen verteuerte sich die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ um 1,2 Prozent auf 7.091 Dollar. Der Euro gewann leicht um 0,3 Prozent auf 1,355 Dollar an Wert.

Windaktien

Der PNE Wind AG aus Cuxhaven ist eine so genannte Milestone-Zahlung in Höhe von 45 Millionen Euro zugeflossen. Sie hatte die beiden Offshore-Windparks 'Gode Wind' 1 und 2 entwickelt und in 2012 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy verkauft. Nun hat dieser Kunde die Entscheidung zum Bau und zur Finanzierung der beiden Projekte in der Nordsee getroffen. Damit wurde einer der Meilensteine erreicht, für die Dong und der Windkraftprojektierer beim Verkauf Zwischenzahlungen für das Erreichen festgelegter Projektfortschritte vereinbart hätten.

Nach vorläufigen Zahlen hat die wind 7 AG in den ersten neun Monaten weniger Einnahmen aus der Produktion von regenerativer Energie erlöst als im Vorjahreszeitraum. Wie der Grünstrom-Anlagenbetreiber aus Eckernförde mitteilt, sank der Konzernumsatz im Bereich Stromproduktion leicht von 1,287 Millionen auf 1,273 Millionen Euro. Im Bereich Transaktionen schrumpfte der Konzernumsatz von 532.000 auf 267.000 Euro. Dagegen hat die Konzerntochter StiegeWind GmbH ihren Umsatz auf 1,459 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Da auch der Bereich Betrieb und Service der wind 7 AG von 747.000 Euro auf 866.000 Euro wuchs, kletterte der Konzernumsatz im Bereich Betrieb und Service um mehr als 40 Prozent auf 1,903 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) wurde von 4.000 Euro im Vorjahreszeitraum auf 49.000 Euro verbessert. Allerdings betont das Unternehmen, dass diese Zahlen nur vorläufigen Charakter haben. Denn die spanische Regierung habe nach wie vor keine Detailregelungen zur im Juli beschlossenen Novellierung der Einspeisevergütung veröffentlicht. Aus diesem Grund seien die Auswirkungen auf den Solarpark Torremejia und „auf Bilanz und Ergebnis der wind 7 AG sowie auf den Konzernumsatz unverändert unklar“.

Die börsennotierte China Ming Yang Wind Power Group aus dem chinesischen Zhongshan steckt weiter in der Verlustzone. Das Unternehmen gab bekannt, dass ihr Umsatz im dritten Quartal um 22 Prozent auf 960,8 Millionen Renminbi oder 157 Millionen Dollar gewachsen ist. Es sei aber zugleich ein Quartalsverlust in Höhe von 54,8 Millionen Renminbi oder 9,0 Millionen Dollar angefallen an nach einem Plus von 3,48 Millionen Renminbi im Vorjahreszeitraum.

Solaraktien

Die Capital Stage AG aus Hamburg hat über ihre Tochter Capital Stage Solar Service GmbH einen Auftrag aus Italien erhalten. Diese wurde mit Betriebsführung eines Solarparks in Italien beauftragt. Er befindet sich nach Angaben des Unternehmens im Eigentum eines Drittinvestors und verfügt über eine Kapazität von sechs (Megawatt). Mit dieser Vereinbarung habe die Capital Stage Gruppe ihr betreutes Volumen im Bereich Photovoltaik-Services für eigene Parks und Anlagen im Besitz Dritter auf 151 MW erweitert.

Die hessische SMA Solar Technology AG, die Wechselrichter für Solarprojekte herstellt, gab einen Vertriebserfolg in Kanada bekannt. Grand Renewable Solar LP habe 130 Zentral-Wechselrichter für das größte Solarkraftwerk des Landes geordert und die Kanada-Tochter von SMA zudem mit der operativen Betriebsführung der 100-Megawatt Anlage betraut. Diese werde in Haldimand County in der Provinz Ontario errichtet. Die Auslieferung der Wechselrichter vom Typ Sunny Central 800CP-US werde Anfang 2014 beginnen. Der SMA Service sei für zehn Jahre vereinbart worden.

Die Hamburger Colexon Energy AG hat im dritten Quartal einen Umsatzeinbruch erlitten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sanken die Erlöse von 7,1 Millionen auf 4,5 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen schrumpfte von 2,7 Millionen auf 2,2 Millionen Euro. Laut der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2013 brach der Umsatz von 22,1 Millionen auf zehn Millionen Euro ein. Das EBIT fiel von 3,2 Millionen auf 2,8 Millionen Euro.

Der US-amerikanische Solarausrüster Spire hat im dritten Quartal ein Nettoverlust in Höhe von 2,2 Millionen Dollar oder 22 Dollarcent je Aktie erwirtschaftet. Damit lag mit nur geringfügig unter dem Fehlbetrag des Vorjahreszeitraums von 2,3 Millionen Dollar oder 27 Dollarcent je Aktie. Dabei hat Spire im letzten Quartal die Unternehmenssparte Biomedizin an N2 Biomedical für 10,5 Millionen Dollar verkauft, um die flüssigen Mittel aufzustocken. Auf Basis der fortgeführten Geschäfte ist der Nettoverlust sogar angestiegen, von minus 2,0 Millionen auf minus 2,2 Millionen Dollar. Wie das Unternehmen aus Bedford im Bundesstaat Massachusetts mitteilte, schrumpfte der Quartalsumsatz von 4,228 Millionen auf 4,154 Millionen Dollar.
Auch für die ersten neun Monate des laufenden Jahres fielen die Zahlen von Spire negativ aus. Der Umsatz des Solarausrüsters sank hier von 18,232 Millionen Dollar in den ersten drei Quartalen des Vorjahres auf 10,966 Millionen Dollar. Der Nettoverlust sprang von 0,740 Millionen auf 6,642 Millionen Dollar.

Die US-amerikanische First Solar will rund 100 Millionen US-Dollar in Japan investieren. Mit dem Kapital sollen – teilweise in Kooperation mit japanischen Unternehmen – Photovoltaikanlagen in Japan entwickelt, errichtet und betrieben werden. Neben den geplanten Projektaktivitäten verkündete First Solar eine Kooperation mit dem japanischen Unternehmen JX Nippon Oil & Energy Cooperation. JX Nippon Oil soll laut dem Solarkonzern aus Tempe im Bundesstaat Arizona den Vertrieb der kristallinen TetraSun-Module in Japan übernehmen. Das kalifornische Unternehmen TetraSun war 2013 von First Solar erworben worden.

Canadian Solar ist ein Solarkonzern mit Fertigungsstätten in China und in Nordamerika, der seinen Hauptsitz in der kanadischen Provinz Ontario hat. Dort will er in diesem und dem kommenden Jahr die Solarfarmen BeamLight in Georgina, Gold Light in Pefferlaw, llumination in Scugog und Glenarm bei Kawartha Lakes umsetzen. Diese Solarkraftwerke sollen nach Unternehmensangaben alle mit Modulen aus der Produktion von Canadian Solar ausgestattet werden und insgesamt eine Kapazität von 40 Megawatt (MW) erreichen.Wie der Solarkonzern bekannt gab, hat er bereits einen Käufer für diese vier Photovoltaikprojekte gefunden. Der institutionelle Investor DIF aus Europa habe einen Vertrag unterschrieben, wonach er die Solarfarmen übernimmt, sofern die Finanzierung der Projekte gewährleistet wird. Darüber verhandle Canadian Solar derzeit mit „führenden internationalen Banken“, hieß es dazu. Über den Kaufpreis machte das Unternehmen keine konkreten Angaben. Man habe zudem vereinbart, dass Canadian Solar nach dem Netzanschluss in 2014 auch den Betrieb und die Wartung der vier Solarkraftwerke übernimmt.

Der chinesischen Trina Solar aus Changzhou ist die Rückkehr in die Gewinnzone gelungen. Der Solarkonzern meldete einen Quartalsgewinn von sechs Millionen Dollar nach einem operativen Verlust in Höhe von 76 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sei im dritten Quartal um 84 Prozent auf 548,4 Millionen US-Dollar angewachsen.

ReneSola, ein ebenfalls chinesischer Solarkonzern aus Jiashan, hat einen Auftrag aus Texas erhalten. Der US-amerikanische Projektierer OCI Solar Power setzt dort ein großes Photovoltaik-Projekt um, das bis 2016 insgesamt eine Kapazität von 400 Megawatt (MW) erreichen soll. Nachdem ein erster Teilabschnitt der Solarfarm Alamo im Frühjahr fertiggestellt wurde, entsteht nun das Solarkraftwerk Alamo II. Dafür hat OCI Solar Power jetzt Solarmodule mit einer Kapazität von 53,5 MW bei ReneSola geordert.

JinkoSolar, chinesischer Solarhersteller aus Shanghai, erreichte im dritten Quartal 2013 einen Nettogewinn in Höhe von 16,9 Millionen US-Dollar. Im dritten Quartal des Vorjahres hatten die Chinesen noch einen Nettoverlust von 18,4 Millionen Dollar verbucht. Von Juli bis September 2013 hat JinkoSolar den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 48 Prozent auf 320,7 Millionen Dollar gesteigert. Es wurde Solartechnik mit einer Gesamtkapazität von 518,9 Megawatt (MW) ausgeliefert. Davon entfielen 10,9 MW auf Solarwafer und 18,7 MW auf Solarzellen, der Rest auf Solarmodule. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind die Auslieferungen um rund 55 Prozent gewachsen.

Die chinesisch-koreanische Hanwha SolarOne hat ein großes Paket mit Solarmodulen nach Portugal geliefert. Wie die im chinesischen Quidong ansässige Tochter des koreanischen Mischkonzerns Hanwha bekannt gab, waren die Solarmodule mit einer Gesamtkapazität von knapp 13 Megawatt (MW) vom spanisch-portugiesischem Konsortium Gransolar Hyperion geordert worden. Sie seien für zwei Solarkraftwerke in Portugal vorgesehen, die nahe der Städte Lissabon und Coimbra umgesetzt würden.

Andere Aktien


Einen Auftrag über mehr als 90 Millionen Euro hat eine Tochtergesellschaft des Bahntechnikkonzerns Vossloh AG erhalten. Wie das Unternehmen aus Werdohl mitteilte, haben die Üstra Hannoversche Verkehrsbetriebe eine Vertragsoption genutzt und bei Vossloh Electrical Systems (Vossloh Kiepe) 50 weitere Stadtbahnwagen bestellt. Vor zwei Jahren hatte die Kundin bereits 50 solcher Stadtbahnwagen bei der Vossloh-Tochter geordert. Bei der Übergabe des ersten Stadtbahnwagens aus dem Ursprungsauftrag habe sie nun die Option gezogen und weitere Fahrzeuge in Auftrag gegeben.

Die auf Biokaffee spezialisierte Green Mountain Coffee Roasters hat ihren Umsatz im Ende September abgeschlossenen Geschäftsjahr um 13 Prozent auf 4,358 Milliarden Dollar verbessert. Der Nettogewinn sprang um 33 Prozent auf 483,2 Millionen Dollar oder 3,16 Dollar je Aktie. Für das vierte Quartal wies das Unternehmen ein Umsatzplus von elf Prozent auf 1,05 Milliarden Dollar aus. Der Nettogewinn erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal von 91,9 Millionen auf 127 Millionen Dollar.

Die Hydrotec Gesellschaft für Wassertechnik AG aus Rehau meldete für die ersten drei Quartale einen Umsatz in Höhe von 1,375 Millionen Euro im dritten Quartal. Im Vorjahreszeitraum hatten sich die Erlöse noch auf 1,746 Millionen Euro belaufen. Das operative Ergebnis (EBIT) brach von 157.000 auf 67.000 Euro ein.

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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der UmweltBank.

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