Windrad von Vestas /Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Geschäftserfolg für Vestas in Südafrika – Sunpower schreibt wieder schwarze Zahlen – Gewinneinbruch bei init innovation in traffic

Der DAX beendete die vergangene Woche mit 1,9 Prozent Kursanstieg bei 8.407 Punkten. Um 0,6 Prozent verbesserte sich der US-amerikanische Dow Jones Index. Er schloss bei auf 15.658 Punkten. Der japanische Nikkei legte 2,8 Prozent zu und erreichte 14.337 Punkte. Ein Prozent aufwärts auf 22.191 Punkte ging es für den chinesischen Hang Seng Index in Hong Kong. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 108,90 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ stieg um 1,2 Prozent auf 7.007 Dollar. Der Euro sank um 0,7 Prozent auf 1,328 Dollar.

Windaktien

Für den Bau von drei Windparks in Südafrika soll der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems aus Århus Windräder mit zusammengenommen 105 Megawatt (MW) Leistungskapazität liefern. Bestellt worden seien die Turbinen von einem Konsortium unter Führung der Grünstromsparte des französischen Energieriesen EDF. Alle drei Windfarmen mit den Projektnamen Chaba, Waainek und Grassrige sollen ab dem dritten Quartal 2014 in der Provinz Eastern Cape errichtet werden, teilte Vestas mit. Außerdem strengt das Unternehmen Schadenersatzprozesse gegen zwei ehemalige Partnerunternehmen in Indien an. Zusammen mit der Rückforderung eines Darlehens von einem der beiden beklagten Unternehmen verlangt Vestas 24 Millionen Euro von den Indern. Hintergrund sind Geschäfte des ehemaligen Vestas-Finanzvorstands Henrik Nørremark, die er ohne Wissen der übrigen Führung getätigt haben soll. Vestas kündigte an, auf der Basis von Ermittlungsergebnissen des dänischen Polizeidezernats für Wirtschaftskriminalität auch Nørremark für eventuelle Verluste aus den Vorgängen haftbar machen zu wollen.

Im Süden Mexikos soll die spanische Gamesa Corp. Tecnologica einen Windpark mit Anlagen ausstatten. Wie das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland mitteilte, hat der Versorger Renovalia über die Tochtergesellschaft Desarrollos Eólicos Mexicanos de Oaxaca 69 Windräder dafür bestellt. Sie erreichen zusammen eine Kapazität von 138 MW und sollen nahe der Pazifikküste am Standort Tehuantepec errichtet werden, erklärten die Spanier.

Nur dank seines deutschen Tochterunternehmens Breeze To Energy hat der französische Windkraftprojektierer Theolia S.A. im ersten Halbjahr 2013 einen Umsatzsprung erreicht. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Unternehmens aus Aix-en-Provence hervor: Die Erlöse aus dem Betrieb eigener Windfarmen wuchsen um 53 Prozent auf 40,392 Millionen Euro. Ohne den Beitrag der deutschen Tochtergesellschaft gerechnet wäre der Halbjahresumsatz um zehn Prozent auf 23,7 Millionen gesunken. Angaben zur Gewinnentwicklung machte Theolia nicht.

Solaraktien


Wie die Centrosolar AG bekannt gab, ist die Summe ihrer liquiden Mittel und freien Kreditlinien im zweiten Quartal 2013 auf 7,2 Millionen Euro geschmolzen. Ende Juni 2012 hatten sie sich noch auf 22,4 Millionen Euro belaufen. Nach nicht ungeprüften Zahlen stieg der Quartalsverlust vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 4,3 Millionen Euro nach 1,2 Millionen Euro EBITDA-Verlust im Vorjahreszeitraum. Der Quartalsumsatz des Solarunternehmens aus München ist demnach auf Jahressicht um 38,6 Prozent auf 33 Millionen Euro eingebrochen. Das Unternehmen befindet sich bereits auf einem harten Sanierungskurs und strebt einen Schuldenschnitt an.

Die Bonner SolarWorld AG soll zwei Photovoltaikprojekte in Südafrika beliefern. Es handelt sich zum einen um eine Anlage auf Dächern des Landwirtschaftsunternehmens Ceres Fruitgrowers in der Region Ceres, die voll ausgebaut bis zu 1.015 MW erreichen soll. Zum anderen hat der Tee-Hersteller Rooibos bei SolarWorld Module für eine Anlage auf den Dächern eines Lagers in Clanwilliam in der Region Cederberg geordert. Diese soll eine Kapazität von rund 0,5 MW erreichen.

Das erste Halbjahr 2013 hat der Silizium-Hersteller Wacker Chemie AG mit 2,23 Milliarden Euro Umsatz und 84 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) beendet. Gemessen am Vorjahreszeitraum sank der Umsatz damit um 7,9 Prozent. Das Halbjahres-EBIT hat sich sogar mehr als halbiert. Der Quartalsumsatz von April bis Juni 2013 ging auf Jahressicht um 5,9 Prozent zurück auf 1,15 Milliarden Euro. Das Quartals-EBIT fiel mit 52,2 Millionen Euro nicht einmal halb so hoch aus wie im zweiten Quartal 2012. Als Hauptgrund für den Gewinneinbruch nannte die Konzernspitze das niedrige Preisniveau von Silizium als Rohstoff für kristalline Solarmodule und Halbleitertechnologie.

Den Bau zweier großer Solaranlagen in Australien kann der US-Konzern First Solar bald in Angriff nehmen. Das Unternehmen aus Tempe in Arizona soll in New South Wales zwei Freiflächensolarparks mit zusammen 155 MW Leistungskapazität realisieren. Der eine ist das Projekt Broken Hill mit 53 MW geplanter Kapazität, das zweite Projekt Nyngan soll nach der Fertigstellung 102 MW stark sein. Die Gesamtkosten taxieren die Amerikaner auf 450 Millionen Dollar. 231,6 Millionen Dollar davon sollen aus verschiedenen staatlichen Fördertöpfen kommen. Der Auftraggeber  AGL Energy Ltd. (AGL) habe die Finanzierung der Projekte nun unter Dach und Fach gebracht, so First Solar.
Bildnachweis: Montage einer Freiflächenanlage von First Solar. / Quelle: Unternehmen
Die Pleite des Hamburger Solarkonzerns Conergy AG belastet den US-Zulieferer STR Holdings. Das börsennotierte Unternehmen aus Enfield in Connecticut gab kurz vor der geplanten Veröffentlichung der Bilanz für das zweite Quartal 2013 bekannt, dass die insolvente Conergy AG Rechnungen über zwei Millionen Dollar bei STR noch nicht bezahlt hat. Conergy gehörte in den vergangenen Jahren zu den wichtigsten Kunden der Amerikaner.

Die Rückkehr in die Gewinnzone hat der US-Solarkonzern SunPower aus San José in Kalifornien geschafft. Im zweiten Quartal 2013 erzielte SunPower 19,6 Millionen Dollar Nettogewinn. Im Vorjahreszeitraum waren noch 84,2 Millionen Dollar Nettoverlust angefallen. Der Quartalsumsatz schrumpfte hingegen um 3,3 Prozent auf 576,5 Millionen Dollar, was der Konzern auf den Preisverfall bei Solarmodulen zurückführte. Dass SunPower dennoch wieder schwarze Zahlen schrieb, habe an den guten Geschäften in Japan gelegen und daran, dass die Produktion wesentlich effizienter gestaltet werden konnte als früher.

Der britische Bau- und Anlagebauspezialist Amec aus London hat beim chinesischen Photovoltaik-Konzern Jinko Solar aus Shangrao in der Provinz Jiangxi Module mit zusammen 39 MW Leistungskapazität bestellt. Die Lieferung sei für drei Solaranlagen in Marion County im US-Bundesstaat Indiana bestimmt, teilte Jinko mit.

Seinen ersten Kunden aus Pakistan hat der chinesische Solarhersteller ReneSola Ltd. gewonnen. Das Unternehmen aus Jiashan wurde von einem nicht näher benannten Grünstromanlagenbetreiber mit der Lieferung von Wechselrichtern und Montagesystemen beauftragt. Es handelt sich laut ReneSola um spezielle Mikrowechselrichter, die in der Lage seien, die Leistung von Solarmodulen noch zu steigern, weil sich damit in Reihe geschaltete Solarmodule einzeln steuern lassen, so die Chinesen.

Zur gemeinschaftlichen Erschließung neuer Photovoltaikmärkte hat der chinesische Solarkonzern JA Solar aus Shanghai eine strategische Partnerschaft geschlossen. Neue Partnerin sei die ebenfalls in China ansässige Powerway Energy Co. Ltd. aus Foshan, gab JA Solar bekannt. Powerway unterhalte eine Fabrik und gute Geschäftskontakte in Südafrika, hieß es. In Südafrika wollen JA Solar und Powerway unter anderem an der nächsten staatlich geförderten Ausschreibungsrunde für Solarprojekte teilnehmen. Dabei sollen kristalline Module von JA Solar zum Einsatz kommen.


Bioenergieaktien

Nachdem der Bioethanolhersteller CropEnergies AG den britischen Mitbewerber Ensus übernommen hat, senkte das Unternehmen aus Mannheim die Gewinnerwartung für das Gesamtjahr 2013. Das  neu übernommene Werk im britischen Yarm werde voraussichtlich erst im zweiten Jahr nach der Übernahme einen positiven Beitrag zum Gewinn der neuen Muttergesellschaft leisten, hieß es dazu. Daher werde CropEnergies das Jahr 2013 wohl nur mit maximal 50 Millionen Euro EBIT abschließen anstatt der bisher prognostizierten 50 bis 60 Millionen Euro. Der Umsatz soll dank der Übernahme allerdings 10 bis 20 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen, hieß es weiter. Bislang hatte der Vorstand damit gerechnet, wie im Vorjahr 689 Millionen Euro Umsatz in 2013 erzielen zu können. Für das Geschäftsjahr 2012 werden die CropEnergies-Aktionäre 0,26 Euro Dividende je Aktie erhalten. Das Unternehmen zahlt damit rund 22,1 Millionen Euro an seine Anteilseigner aus. So hat es die Hauptversammlung der CropEnergies AG beschlossen.

Der Bielefelder Biogasanlagenbauer Biogas Nord AG hat die Veröffentlichung der Bilanz für 2012 kurzfristig ein zweites Mal verschoben. Das Zahlenwerk werde Ende September 2013 veröffentlicht, hieß es nun. Ursprünglich war die Bilanz für Ende Juni 2013 angekündigt worden. Bei der Umstellung der Bilanzrechnung auf den International Financial Reporting Standard (IFRS) seien „Sachverhalte aufgedeckt“ worden, die weiterer Prüfungen bedürfen, so die Begründung des Unternehmens.

Andere Aktien


Die Karlsruher Verkehrstelematik-Spezialistin init innovation in traffic systems AG hat rückläufige vorläufige Zahlen für die erste Jahreshälfte 2013 herausgeben. Demnach sank der Umsatz auf 37,1 Millionen Euro nach 42,1 Millionen in den ersten sechs Monaten 2012. Das EBIT fiel auf 4,2 Millionen Euro nach 7,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Eine stark verbesserte Halbjahresbilanz hat die Grünstromtochter des italienischen Energieriesen Enel vorgelegt. Enel Green Power, das eigenen Angaben zufolge nach Börsenwert weltgrößte Grünstromunternehmen, erzielte in den ersten sechs Monaten 2013 mit 1,46 Milliarden Euro 22,3 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum. Damals kam das Unternehmen mit Sitz in Rom auf knapp 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Das EBIT kletterte um 22,9 Prozent auf 617 Millionen Euro. Der Nettogewinn des Berichtszeitraums stieg auf Jahressicht um 21,7 Prozent auf 269 Millionen Euro nach 221 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Whole Foods Market aus dem texanischen Austin hat im dritten Quartal erneut Gewinn und Umsatz gesteigert. Wie der Bio-Lebensmittelhändler bekannt gab, kletterte der Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 3,06 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis sprang auf 142 Millionen Dollar nach 117 Millionen Dollar im dritten Quartal 2012.

Die erste Jahreshälfte 2013 beendete der kanadische Brennstoffzellenhersteller Ballard Power Systems mit 26,9 Millionen Dollar Umsatz und 13,1 Millionen Euro Nettoverlust. Gemessen am Vorjahreszeitraum entspricht das einem Umsatzanstieg um 59 Prozent während der Nettoverlust um 18 Prozent zurück ging. Das zweite Quartal 2013 beschloss Ballard Power Systems mit 14,6 Millionen Dollar Umsatz. Das ist mehr als doppelt so viel als im Vorjahresquartal. Der Nettoverlust sank um 30 Prozent auf 5,2 Millionen Dollar nach 7,4 Millionen Dollar Netto-Defizit im Vergleichszeitraum 2012. Hintergrund seien deutlich verbesserte Geschäfte in den Bereichen netzferne Backup-Systeme für Telekommunikation und Service, teilte das Unternehmen dazu mit.
Bildnachweis: Brennstoffellen von Ballard Power Systems. / Quelle: Unternehmen

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