Nordex hat die Produktionskosten deutlich verringert und damit die Gewinnmarge erhöht: Einblick in die Rotorproduktion des Windkraftanlagenherstellers. / Quelle: Nordex SE

18.11.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Gewinnsprung von Nordex – Umsatzeinbruch bei SolarWorld AG – BDI BioEnergy International AG zurück in der Gewinnzone

Der Dax verbesserte sich in der vergangenen Woche um ein Prozent auf 9.169 Punkte. Um 1,3 Prozent verbesserte sich der US-amerikanische Dow Jones Index auf 15.962 Punkte. Der japanische Nikkei sprang um 7,7 Prozent auf 15.166 Punkte. 1,3 Prozent verlor dagegen der Hang Seng Index in Hong Kong auf 23.032 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 108,4 Euro. Dagegen sank der Preis für die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ um 2,1 Prozent auf 7.010 Dollar. Der Euro stieg um 0,3 Prozent auf 1,350 Dollar.

Windaktien

Der Windkraftanlagenhersteller Nordex SE hat für die ersten neun Monate 2013 einen Gewinnsprung gemeldet. Das Unternehmen aus Hamburg erzielte in den ersten drei Quartalen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 31 Millionen Euro nach 2,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich betrug der Konzernüberschuss 5,3 Millionen Euro, nachdem vor einem Jahr noch ein Nettoverlust von 15,6 Millionen Euro angefallen war. Dies gelang vor allem durch eine Verringerung der Kosten. Der Umsatz von Nordex stieg in den ersten neun Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 1,051 Milliarden Euro. Das Volumen der Neuinstallationen wuchs um 61 Prozent auf 924 Megawatt (MW). Die EBIT-Marge belief sich nach den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2013 auf 3,0 Prozent nach 0,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Im dritten Quartal 2013 lag die Marge sogar bei 4,0 Prozent. Hier kletterte das EBIT von 15,4 auf 16 Millionen Euro bei einem Umsatzanstieg von 294,4 Millionen auf 390,1 Millionen Euro. Der Nordex-Vorstand bekräftigte die im August erhöhte Prognose für das Gesamtjahr 2013.  Er stellt weiterhin 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht und einen Auftragseingang in ähnlicher Höhe. Die EBIT-Marge soll auf 2,5 bis 3,5 Prozent klettern. In 2012 hatte Nordex 1,1 Milliarden Euro Umsatz und eine negative EBIT-Marge von minus 5,5 Prozent verbucht.

Die PNE Wind AG aus Cuxhaven hat in den ersten neun Monaten 2013 deutlich weniger Umsatz erzielt und zudem einen Verlust vor Steuern und Zinsen (EBIT) hinnehmen müssen. Der Windkraftprojektierer erzielte laut eigenen Angaben in den ersten drei Quartalen 2013 rund 43,6 Millionen Euro Umsatz und verbuchte dabei knapp sechs Millionen Euro EBIT-Verlust. Damit hat sich der Umsatz dieses Zeitraums beinahe halbiert. Für die ersten neun Monaten 2012 hatte das Unternehmen aus Cuxhaven noch 80,9 Millionen Euro Umsatz und 24,8 Millionen Euro Ertrag vor Steuern und Zinsen ausgewiesen. Je Aktie fiel nun ein Verlust von 0,28 Euro an, nachdem im Vergleichszeitraum 2012 noch 0,48 Euro Gewinn erzielt worden waren.

Solaraktien

In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist der Umsatz der SolarWorld AG um mehr als ein Viertel auf 345,6 Millionen Euro geschrumpft. Dies erklärte der Bonner Solarkonzern mit dem zwar eingeleiteten, aber noch nicht beendeten Finanz-Umbau des Unternehmens. Zudem habe sich der Absatz im Hauptmarkt Deutschland „schwächer als geplant“ entwickelt. Aufgrund von verringerten Materialaufwendungen sowie geringerer Abschreibungen und Wertberichtigungen konnte SolarWorld das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwar deutlich verbessern. Es fiel jedoch mit minus 107,2 Millionen Euro erneut ein hoher Fehlbetrag an, auch wenn dieser im Vorjahreszeitraum mit minus 189,6 Millionen Euro noch deutlichhöher ausgefallen war. Ferner sank in den ersten neun Monaten 2013 der konzernweite Absatz von Modulen und Bausätzen von 431 auf 390 MW.  Der Solarkonzern geht für das Gesamtjahr weiterhin von einem negativen operativen Ergebnis aus.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 hat sich der Umsatz der aleo solar AG mehr als halbiert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum verringerte er sich um 55,5 Prozent auf 99,1 Millionen Euro. Das geht aus der aktuellen Zwischenbilanz des Solarunternehmens mit Sitzen in Oldenburg und Prenzlau hervor. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) fiel ein Fehlbetrag in Höhe von 38,0 Millionen Euro an, nach einem Minus von 51,5 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Die EBIT-Marge schrumpfte von negativen 23,2 Prozent auf minus 38,3 Prozent. Die produzierte Leistung sank von 258,2 auf 113,4 Megawatt (MW).  

Die aktuell größte Photovoltaik-Anlage Großbritanniens hat jetzt einen neuen Besitzer. Laut der S.A.G. Solarstrom AG aus Freiburg, die das Projekt gemeinsam mit Hazel Capital Solar 2 LLP umgesetzt und nun veräußert hat, erwarb ein institutioneller Investor das Solarkraftwerk mit einer Gesamtleistung von 33 MW. Den Deutschen fließt damit den Angaben zufolge ein „hoher einstelliger Millionenbetrag“ zu. „Ein deutlicher Anteil davon“ bleibe jedoch zunächst als „Barhinterlegung für etwaige Gewährleistungen“ für zwei Jahre gebunden. Das Photovoltaik-Großkraftwerk befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Royal Air Force in Wymeswold, Leicestershire, etwa 190 km nordwestlich von London. Es ist bereits seit März 2013 am Netz.
 
Der Solarausrüster Manz AG hat eine deutlich verbesserte Bilanz für das dritte Quartal 2013 vorgelegt. Das Unternehmen steigerte den Quartalsumsatz um 44 Prozent auf 213 Millionen Euro. Zudem gelang die Rückkehr in die Gewinnzone. Der Gewinn nach Steuern und Zinsen (EBIT) erreichte 5,2 Millionen Euro nach 3,5 Millionen Euro EBIT-Verlust im Vorjahreszeitraum. Dies gelang, obwohl die Solarsparte weiter schwach blieb. Der Quartalsumsatz dieses Segments halbierte sich auf 7,5 Millionen Euro. Zudem belasteten Investitionen in diesem Bereich das EBIT des Gesamtunternehmens.

Weiterhin rote Zahlen schreibt die US-amerikanische Dünnschicht-Photovoltaik-Spezialistin Ascent Solar Technologies Inc. aus Thornton in Colorado. Das von dem chinesisch-singapurischen Mischkonzern TFG Radiant Group kontrollierte Unternehmen beendete sowohl die ersten neun Monate als auch das dritte Quartal 2013 mit geringerem Umsatz und höherem Nettoverlust als im jeweiligen Vorjahreszeitraum. Mit 734,8 Millionen Dollar lag der Umsatz der ersten drei Quartale 36,2 Prozent unter dem des Vergleichszeitraums 2012. Zugleich kletterte der Nettoverlust dieses Zeitraums auf Jahressicht um 11,8 Prozent auf 19,7 Millionen Dollar.

Der chinesisch-kanadische Solarkonzern Canadian Solar ist dagegen zurück in der Gewinnzone.  Das Unternehmen mit Sitz in Guelph in der kanadischen Provinz Ontario verbesserte sowohl seine Bilanz für die ersten neun Monate als auch die für das dritte Quartal 2013 deutlich. Zwischen  Januar und September 2013 erzielte Canadian Solar 1,13 Milliarden Dollar Umsatz und 21,5 Millionen Dollar Nettogewinn. Gemessen an den ersten drei Quartale 2012 bedeutet dies einen Umsatzanstieg um 13 Prozent. Im Vorjahreszeitraum hatte Canadian Solar noch 90,3 Millionen Dollar Nettoverlust verbucht. Den Umsatz im dritten Quartal verbesserte der Solarkonzern auf Jahressicht um 50,5 Prozent auf knapp 491 Millionen Dollar. Nach 43,35 Millionen Dollar Nettoverlust im Vorjahresquartal erreichte der Solarkonzern nun 33,3 Millionen Dollar Nettogewinn. Die Verbesserung sei vor allem auf verbesserte Absätze und auf Effekte aus Einsparungs- und Effizienzmaßnahmen zurückzuführen, teilte die Führungsspitze von Canadian Solar dazu mit. Ferner gab das Unternehmen Vertriebserfolge bekannt. So soll es für die China Perfect Machinery Industry Corp. aus Shanghai Solarmodule mit einer Kapazität von 32 MW liefern. Sie sind den Angaben zufolge für ein Solarkraftwerk in China bestellt worden. Canadian Solar will sie noch innerhalb dieses Monats ausliefern. Zudem setzt ein türkisches Konsortium beim Bau einer Freiflächensolaranlage in Kayseri in Zentralanatolien auf Solarmodule von Canadian Solar mit 2,3 MW Leistungskapazität, die der Solarkonzern nach eigener Darstellung bereits ausgeliefert hat. Außerdem wurde eine Absichtserklärung unterschrieben, laut der Canadian Solar Photovoltaikanlagen mit mehreren hundert MW Leistungskapazität in der pakistanischen Provinz Pujab beliefern soll.

Bildhinweis: Solarfarm mit Modulen von Canadian Solar. / Quelle: Unternehmen

Eine auf Jahressicht deutlich verbesserte Bilanz für das dritte Quartal 2013 hat der chinesische Photovoltaik-Hersteller Yingli Green Energy vorgelegt. Allerdings verbuchte das Unternehmen aus Baoding weiterhin einen Nettoverlust in zweistelliger Millionenhöhe. Nach 157,4 Millionen Dollar Nettoverlust für das dritte Quartal 2012 gab es nun ein Minus von 38,6 Millionen Dollar im dritten Quartal 2013 bekannt. Das sei durch deutlich verbesserte Absätze und verringerte Fixkosten gelungen, hieß es dazu. Der Quartalsumsatz lag mit 596,3 Millionen Euro knapp 68 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Bioaktien

Die Petrotec AG aus Borken hat starke Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2013 veröffentlicht. Demnach steigerte das auf Biodiesel auf Reststoffen spezialisierte Unternehmen den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) der ersten drei Quartale auf Jahresssicht um 89 Prozent auf 6,2 Millionen Euro. Der Umsatz dieses Zeitraums fiel mit 144,6 Millionen Euro um 17 Prozent höher aus als im Vorjahreszeitraum. Eine starke Nachfrage und steigende Produktionsvolumina haben dem Unternehmen zufolge wesentlich zu dem deutlich verbesserten Ergebnis in den ersten neun Monaten beigetragen. Die positive Entwicklung fiel im dritten Quartal 2013 nicht ganz so deutlich aus. Hier verzeichnet Petrotec 47,6 Millionen Euro Umsatz und 2,5 Millionen Euro EBIT. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet das 2,3 Prozent mehr Umsatz und einen EBIT-Anstieg um 4,1 Prozent.

Die Biokraftstoff-Spezialistin BDI BioEnergy International AG hat in den ersten neun Monaten 2013 die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Das Unternehmen aus dem österreichischen Grambach nahe Graz wies 900.000 Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) aus nach einem EBIT-Verlust in Höhe von 4,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 38,9 Prozent auf 26,5 Millionen Euro.

Andere Aktien

In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres ist der Umsatz der Centrotec Sustainable AG um 1,4 Prozent auf 383 Millionen Euro gesunken. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern dieses Zeitraums lag mit 22,2 Millionen Euro um 7,2 Prozent unter dem von 2012. Die Spezialistin für Energieeffizienztechnologie aus Brilon erklärte dies unter anderem mit einem „herausfordernden“ gesamtwirtschaftlichen Marktumfeld und schlechten Wetterbedingungen im ersten Quartal. Zwischen Juli und September 2013 erzielte Centrotec Sustainable 147 Millionen Euro Umsatz und 15,2 Millionen Euro EBIT.  Gemessen am Vorjahresquartal entspricht dies einem Umsatzzuwachs um 3,8 Prozent und einer EBIT-Steigerung um 2,6 Prozent.

Nach einem schwachen ersten Halbjahr ist der Sto AG aus Stühlingen im dritten Quartal die Trendwende geglückt. Wie der Hersteller von Produkten und Systemen für Gebäudebeschichtungen mitteilt, wurde nicht nur der Umsatz in den ersten neun Monaten gesteigert, gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent auf 892 Millionen Euro. Auch das operative Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und das Nettoergebnis lagen nach drei Quartalen über den vergleichbaren Vorjahreswerten. Das Unternehmen veröffentlichte hierzu allerdings keine konkreten Zahlen. Die Sto AG erklärte die positive Ergebnisentwicklung damit, dass sich die Kosten insbesondere für die Materialaufwendungen im Jahresverlauf insgesamt günstiger entwickelt hätten als erwartet. Der Umsatz sei vor allem dank der sich belebenden Geschäftstätigkeit in den Sommermonaten gesteigert worden. Deshalb habe man die witterungs- und konjunkturbedingt hohen Ausfälle der ersten Monate des Jahres aufholen können konnten. Im Gesamtjahr 2013 rechnet das Unternehmen unverändert mit einem Zuwachs beim Konzernumsatz von etwa zwei Prozent auf rund 1,165 Milliarden Euro. Beim EBIT rechnet die Unternehmensführung entgegen der bisherigen Prognose nun mit einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 95,3 Millionen Euro.

Für den Fahrradhersteller Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA) verliefen die ersten neun Monate 2013 profitabler als der Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das gab das Unternehmen aus Sangerhausen auf Basis ungeprüfter Zahlen bekannt. Demnach gelang es den Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) deutlich zu verbessern, obwohl der Umsatz nur minimal zulegte.
Im ersten Dreivierteljahr 2013 erzielte MIFA 4,7 Millionen Euro EBIT. Gemessen am Ergebnis des Vergleichszeitraums 2012 entspricht einer Steigerung um 176 Prozent. Dabei blieb der Umsatz mit 97,7 Millionen Euro in etwa auf dem Niveau der ersten drei Quartale 2012.  

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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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