Windpark mit Anlagen von Gamesa. Der spanische Konzern hat weitere Vertriebserfolge in Indien erzielt. In diesem stark wachsenden Windmarkt sind die Spanier bereits Marktführer. / Foto: Unternehmen

25.01.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Großaufträge aus dem indischen Windmarkt für Gamesa – Phoenix Solar AG erzielt Vertriebserfolg in der Türkei – Brennstoffzellenspezialistin Ballard Power Systems erhält Order aus China

Der deutschen Leitindex DAX erholte sich in der vergangenen Woche um 2,3 Prozent auf 9.765 Punkte. Um 0,7 Prozent kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index auf 16.094 Punkte. Der japanische Nikkei sank um 1,1 Prozent auf 16.959 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index fiel um 2,3 Prozent auf 19.081 Punkte. Der Ölpreis erholte sich zum Ende der Woche. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 12,4 Prozent auf 32,73 Dollar. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verbilligte sich dagegen um 0,7 Prozent auf 4.444,50 Dollar. Der Euro verlor 1,1 Prozent an Wert auf 1,0793 Dollar.

Windaktien

Der Hamburger Windradhersteller Nordex soll für den türkischen Kraftwerksbetreiber Bilgin Enerji vier Windparks mit Anlagen bestücken. Der Bestandkunde von Nordex orderte 33 Windkraftanlagen mit einem Volumen von zusammen 100 Megawatt (MW).

Die PNE Wind AG aus Cuxhaven hat im vergangenen Jahr Windparks mit insgesamt rund 90,5 MW Nennleistung in Betrieb genommen. Wie sie bekannt gab, wurde davon ein Großteil in die konzerneigene YieldCo eingebracht. Zum Jahreswechsel waren hier Windparks mit rund 66,6 MW gebündelt. Außerdem befinden sich dem Unternehmen zufolge derzeit Windkraftprojekte mit rund 50,4 MW Nennleistung in Bau. Von diesen seien 27,3 MW für die YieldCo vorgesehen, während ein Windpark mit 23,1 MW bereits an einen Investor verkauft wurde.

Der spanische Windkraftkonzern Gamesa meldete Vertriebserfolge in Indien. So soll Gamesa die Anlagen für drei Windparks mit einer Kapazität von zusammen 130 MW liefern. Hierbei handelt es sich zum einen um eine Windfarm mit 30 MW, die im ersten Quartal 2016 im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh entstehen und ans Netz kommen soll. Eine weitere Order sieht vor, dass die Spanier ebenfalls in Madhya Pradesh und innerhalb des ersten Vierteljahres ein Projekt beliefern, das auf eine Kapazität von 50 MW angelegt ist. Auch der dritte Auftrag umfasst Windräder mit 50 MW. Sie wurde für ein Projekt im Bundesstaat Gujarat bestellt, das im September dieses Jahres in Betrieb gehen soll. Jeweils machte Gamesa zu den Auftraggebern keine konkreten Angaben. Für alle drei Windfarmen soll der Konzern zudem langfristig den Betrieb und die Wartung der Anlagen übernehmen.

Mit der Übernahme des deutschen Windkraftservice-Dienstleisters Availon GmbH zum Ende des laufenden Quartals stellt sich Vestas Wind Systems im Bereich Wartung und Windparkmanagement auf. Der Windradhersteller aus Århus investiert nach eigenen Angaben 88 Millionen Dollar in den Kauf des Windkraftservicespezialisten aus Rheine. Diese betreut nach eigenen Angaben in Europa und in den USA Windräder mit insgesamt 2.600 MW Leistungskapazität.
Zudem meldete Vestas einen Auftrag aus Polen. Zur Erweiterung des Windparks Kozielice um eine zweite Baustufe sollen die Dänen 18 Windräder mit zusammen 56 MW Gesamtleistung an den Auftraggeber Wiatromil Sp. z o.o. liefern. Dieses Unternehmen sei eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Energix-Renewable Energies Ltd, hieß es. Zusätzlich zur Lieferung werde Vestas nach der Installation im zweiten Quartal 2016 für 15 Jahre Service und Wartung dieser Anlagen übernehmen. heißt es.

Solaraktien

Die Phoenix Solar AG aus dem bayrischen Sulzemoos hat einen Auftrag aus der Türkei erhalten. Das Photovoltaik-Systemhaus und ihr Partnerunternehmen Asunim Yenilenebilir Enerji Teknolojileri, ein Unternehmen des Asunim Konzerns, sollen für ein türkisches Regierungsunternehmen gemeinsam vier Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Nennleistung von zusammen 4,9 MW errichten. Standort ist das Industriegebiet Incesu in Kayseri in Zentralanatolien.

Die 7C Solarparken AG aus Bayreuth hat eine Kapitalerhöhung um eine Million Euro beschlossen und auch bereits bei Investoren platziert. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich dadurch auf 42,3 Millionen Euro. Die neuen Aktien wurdenzum Ausgabebetrag von 2,07 Euro  je Stück ausgegeben. Der Emissionserlös soll dazu dienen, die geplante Portfolioerweiterung auf 105 MW bis zum Jahr 2017 zu beschleunigen.

Die Hängepartie um die Sanierung der finanziell schwer angeschlagenen Singulus Technologies AG geht weiter. Weil erneut nicht genug Anleihe-Anleger zur Abstimmung über das Sanierungskonzept gekommen sind, muss der Solarausrüster aus Kahl am Main nochmals zu einer Gläubigerversammlung einladen. Den nächsten Anlauf will Singulus nun am 15 Februar 2016 unternehmen. Dann würde die Teilnahme von 25 Prozent aller Stimmberechtigten reichen, um eine Entscheidung über das Sanierungskonzept fällen zu können. Die Singulus Technologies AG plant einen Kapitalschnitt. Die Anleihegläubiger sollen ihre Anleihen zum Teil gegen neue Aktien und zum Teil gegen neue Anleihen zu niedrigeren Konditionen tauschen.

First Solar aus dem US-Bundesstaat Arizona meldete einen großen Erfolg im Geschäft mit Solarparks. Der Solarkonzern hat mit dem kalifornischen Versorger Southern California Edison (SCE) vereinbart, dass dieser Solarstrom aus Projekten mit einer Gesamtkapazität von 500 MW abnimmt. SCE gehört zu den ältesten Kunden der Projektsparte von First Solar. Mit SCE hatte First Solar in 2009 den ersten Abnahmevertrag geschlossen. Damals hatte sich das kalifornische Unternehmen dazu verpflichtet, den Solarstrom aus dem Projekt Blythe mit 21 MW für 20 Jahre zu Festpreisen abzunehmen. Weitere Verträge dieser Art folgten. Inklusive der neuen Vereinbarungen von First Solar und SCE nimmt der Versorger nun insgesamt 2.200 MW Solarstrom aus Projekten des Solarkonzerns ab.
In Australien hat First Solar jetzt die beiden größten Solarparks des Kontinents in Betrieb genommen. Für die australische AGL Energy Limited hatten die Amerikaner die Solarfarmen Nyngan und Broken Hill im australischen Bundesstaat Neusüdwales umgesetzt. Sie erreichen laut First Solar eine Gesamtkapazität von 155 MW. Insgesamt seien bislang in Australien große Solarfarmen mit einer Gesamtkapazität von 245 MW am Netz. Davon habe der US-Konzern mit zusammen 165 MW den Löwenanteil gestellt, hieß es dazu.

Bildhinweis: Bauarbeiten an einem Photovoltaikprojekt von First Solar. / Foto: Unternehmen

Eine Finanzspritze in dreistelliger Millionenhöhe erhält die US-amerikanische Dachsolaranlagenspezialistin Sunrun. Kreditgeber ist demnach ein Bankenkonsortium, das von zwei Banken der Investec-Gruppe geführt wird: Investec Inc. und Investec Bank plc. Das Konsortium stellt laut Sunrun bis 2020 insgesamt 250 Millionen Dollar zur Verfügung, die in zwei Kredittranchen ausgereicht werden. Dieses Kapital diene zur Finanzierung von Solaranlagen auf privaten Dächern in den USA. Das Unternehmen aus San Francisco bietet komplette Dachsolaranlagen samt langfristiger Finanzierung an. Hauptzielgruppe sind dabei Privathaushalte.

Canadian Solar soll einen großen Solarpark in der kanadischen Provinz Ontario beliefern. Wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Guelph, Ontario, mitteilt, wurden bei ihm die Solarmodule für die Solarfarm  Windsor Solar LP bestellt. Diese werde von Samsung Renewable Energy Inc. für den Connor, Clark and Lunn Infrastructure in Windsor umgesetzt. Sie soll eine Kapazität von 50 MW erreichen. Canadian wurde beauftragt, neben den Solarmodulen auch 30 Wechselrichter für das Projekt bereitzustellen.

Der Verkauf von drei britischen Solarparks mit zusammen 53,3 MW Leistungskapazität in England hat dem koreanischen Photovoltaikkonzern Hanwha Q Cells umgerechnet 86,7 Millionen Euro eingebracht. Käufer ist der NextEnergy Solar Fund, ein börsennotierter Fonds des US-Investmentkonzerns NextEnergy Group LCC aus Dallas.

Der Londoner Flughafen Southend bekommt eine große Solaranlage. Modullieferant ist der chinesische Solarkonzern China Sunergy. Die Anlage soll 2,5 Megawatt Leistungskapazität erreichen und voll ausgebaut 20 Prozent des jährlichen Strombedarfs des Flughafens decken. Das teilt der Photovoltaikhersteller aus Nanjing mit.

Andere Aktien

Ballard Power Systems erhielt in der vergangenen Woche einen Nachfolgeauftrag von einer Kundin aus China. Guangdong Synergy Hydrogen Power Technology hat bei der Brennstoffzellenspezialistin aus Burnaby in der kanadischen Provinz British Columbia weitere Systeme für den Einsatz im Busverkehr bestellt. Die nun georderten Systeme sollen die Kanadier in diesem und im kommenden Jahr ausliefern. Die chinesische Kundin kooperiert beim Bau von Bussen mit emissionsarmen Antrieben mit der staatlichen Dongfeng Xiangyangtouring Car Co., Ltd., laut Ballard Power Systems ist diese der größte Fahrzeughersteller der Volksrepublik. Wie Ballard-Chef Randy MacEwen erläutert, hat die Brennstoffzellenspezialistin jetzt aus China Aufträge für Bus-Systeme im Umfang von 27 Millionen Dollar erhalten. Hinzu kommen ihm zufolge Bestellungen von Ballard-Technologie für Trambahnen im Umfang von neun Millionen Dollar, so dass sich diese Bestellungen auf 36 Millionen Dollar summieren.
   
Die bislang für die Teakholz International (THI) AG angestrebte Sanierung kommt nicht zustande. Der Plan, der den Gläubigern insgesamt 20 Prozent ihres Investments als Insolvenzquote bringen sollte, wurde zurückgezogen.  Damit ist THI jetzt im Konkursverfahren. Die seit Anfang September 2015 insolvente THI AG steuert jetzt offiziell auf ihre Zerschlagung zu.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).'

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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