Windrad von Vestas. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Großaufträge für Vestas – First Solar verstärkt Projektgeschäft – Tochter der Biogas Nord AG insolvent

Der DAX beendete die Vorwoche mit 2,8 Prozent Kursanstieg bei 8.509 Punkten. Um drei Prozent verbessert schloss der US-amerikanische Dow Jones Index bei 15.382 Punkten. Der japanische Nikkei kletterte um 3,8 Prozent auf 14.396 Punkte. 1,3 Prozent Kursgewinn auf 22.621 Punkte verbuchte der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ fiel im Preis um 3,7 Prozent auf 111,70 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ sank um 1,3 Prozent auf 7.066 Dollar. Der Euro legte 0,8 Prozent auf 1,329 Dollar zu.

Windaktien

Aus Deutschland, China und aus den USA hat der Windradhersteller Vestas Wind Systems neue Großaufträge erhalten. Das Unternehmen aus Århus soll insgesamt 38 Windräder mit zusammen 170 Megawatt (MW) Leistungskapazität ausliefern. Ein Rahmenvertrag sieht überdies mögliche Lieferungen für weitere Turbinen mit bis zu 670 MW vor. Der neue Auftrag aus Deutschland bezieht sich laut Vestas auf ein Windparkvorhaben in Schleswig-Holstein. Die Betreibergesellschaft Bordelum III GmbH & Co. KG habe für das gleichnamige Bauvorhaben in Bordelum an der Küste von Nordfriesland 14 Windräder mit 42 MW Stromproduktionskapazität bestellt. Der zweite Auftrag umfasst 24 Windräder mit zusammen 48 MW und stammt den Angaben zufolge von der Hebei Construction and Investment Group. EDF Renewable Energy, die Grünstromsparte des französischen Energieriesen EDF, setzt bei der Errichtung verschiedener Windparks in den USA ebenfalls auf Technologie von Vestas. Fest gebucht habe der Kunde zunächst 40 Windräder mit zusammen 80 MW. Diese letzte Order könne auf bis zu 750 MW aufgestockt werden , gaben die Dänen bekannt.

Einen Vertriebserfolg in Italien erzielte der Windradhersteller Nordex SE. Das Unternehmen aus Hamburg teilte mit, es werde sieben Windräder mit 17,5 MW Gesamtleistungskapazität zum Bau der Windfarm Manfredonia in Apulien liefern. Auftraggeber sei die Projektgesellschaft Eolsiponto Srl. Dessen Eigentümer seien eine Tochtergesellschaft der Santander Bank und der italienische Windkraftprojektierer Alerion Clean Energy.

Solaraktien


Der US-amerikanische Solarkonzern First Solar aus Tempe in Arizona setzt seit seinem Strategiewechsel verstärkt auf das Geschäft als Solarprojektierer. Hierfür hat er eine Partnerschaft mit der deutschen Beleletric Holding GmbH vereinbart. Ihr Gemeinschaftsunternehmen soll seinen Sitz in Deutschland haben und als PV Projects GmbH & Co. KG firmieren. Es werde Photovoltaik-Projekte in den USA, in Europa und Nordafrika umsetzen, hieß es. Die Kartellbehörden müssen dem Joint Venture noch zustimmen.

JinkoSolar aus Shanghai ist als Modullieferant für mehrere große Solaranlagen ausgewählt worden. Die Chinesen einigten sich mit dem spanischen Mischkonzern Acciona S.A. auf Lieferungen mit bis zu 274 MW Leistungskapazität. Das südafrikanische Acciona-Joint-Venture Oakleaf werde beim Bau einer Solaranlage in der Provinz Northern Cape mit 94 MW auf Solartechnik von Jinko zurückgreifen, hieß es. Ebenfalls fest vereinbart sei eine Order über 24 MW für eine Freiflächenanlage im australischen Hauptstadtterritorium, der Region um Canberra. Für die übrigen 156 MW liege ein Rahmenvertrag mit Acciona S.A. aus Madrid vor, der später in konkrete Aufträge umgewandelt werde.

Bildnachweis: Solaranlage mit Modulen von JinkoSolar. / Quelle: Unternehmen


ReneSola aus Jiashan in der chinesischen Provinz Zhejiang hat Panasonic als neuen Kunden gewonnen. Die Japaner bestellten ReneSola zufolge Solarmodule mit 3,4 MW für US-Projekte in Colorado und Kalifornien.

Einen Auftrag aus der chinesischen Heimat zur Lieferung von Solarmodulen für zwei Solaranlagen mit zusammen 96 MW meldete JA Solar. Gebaut werden solle in der Region Gonghe, die zu der autonomen Provinz Hainan gehört. Auftraggeber sei eine Tochter von China Power Investment, hieß es. Das gab der Solarkonzern aus Shanghai bekannt.

Der staatliche chinesische Netzbetreiber State Grid Corporation of China (SGCC) hat Solarmodule mit 28 MW Kapazität bei Yingli Green Energy geordert. Die Module des Herstellers aus Baoding sollen bei einem Hybridkraftwerk zum Einsatz kommen, das in der Region Zhangbei entsteht. Die Testanlage soll verschiedene Erneuerbare Energien und Speichertechnologien kombinieren, so Yingli.

Bioenergieaktien

Die für das Segment Anlagebau zuständige Tochtergesellschaft der Biogas Nord AG ist insolvent. Das teilte die in Bielefeld ansässige Muttergesellschaft mit. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist demnach Dr. Norbert Westhoff von der Bielefelder Kanzlei Stange Westhoff. Die Biogas Nord AG sei vorerst noch nicht von der Insolvenz der 100-prozentigen Tochter Biogas Nord Anlagebau GmbH betroffen, hieß es. Diese habe wegen„hoher Außenstände und Liquiditätsschwierigkeiten“ Insolvenz beantragt.

Andere Aktien

Innerhalb weniger Stunden hat die Helma Eigenheimbau AG über eine Mittelstandsanleihe 25 Millionen Euro bei Anlegern eingeworben. Das mit 5,875 Prozent fest verzinste Wertpapier der Spezialistin für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lehrte wurde daraufhin früher als geplant, nämlich am 10. September, in den Handel an der Frankfurter Börse aufgenommen.

Mittels eines 9,4 Milliarden Dollar schweren Übernahmeangebots will der schwedische Papier- und Hygieneartikelhersteller Svenska Cellulosa Aktiebolaget (SCA) die Mehrheit beim chinesischen Taschentuchhersteller Vinda International Holdings Ltd. übernehmen. Der Konzern aus Stockholm ist mit 21,7 Prozent bereits zweitgrößter Teilhaber von Vinda. Nun hat SCA den übrigen Aktionären ein Angebot angekündigt, über das die Schweden ihren Anteil um bis zu 34,5 Prozent auf 56,3 Prozent steigern wollen. Bis spätestens zum 30. September 2013 soll den Aktionären ein detailliertes Angebot vorliegen, erklärten die Schweden. Weil es bei einem Subunternehmen in Schweden zu Zwangsarbeit gekommen sein soll, wurde die SCA-Aktie unterdessen aus dem Global Challengers Index (GCX) der Börse Hannover entfernt.

Bildnachweis: Der SCA-Hauptistz in Stockholm. / Quelle: Unternehmen.

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