Windräder von Vestas. / Foto: Unternehmen

19.01.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Großaufträge für Windradhersteller Vestas und Gamesa – SolarWorld stellt Vertrieb um – Neugeschäft der Helma Eigenheimbau AG auf Rekordniveau

Der DAX kletterte in der vergangenen Woche um 5,4 Prozent auf 10.168 Punkte. Um 1,3 Prozent auf 17.499 Punkte sackte der US-amerikanische Dow Jones Index ab. Der Kurs des japanischen Nikkei verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 16.941 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index stieg ebenfalls um 0,8 Prozent auf 24.103 Punkte. Der Ölpreis ist unter die 50-Dollar Marke gefallen. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um 2,4 Prozent auf 49,98 Dollar. Um 5,3 Prozent abwärts auf 5.780 Dollar ging der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“. Der Euro verlor 1,5 Prozent an Wert. Er schloss bei 1,157 Dollar.


Windaktien

In der Region um Lodz plant ein privater Investor den Bau eines Windparks mit 36 Megawatt (MW) Gesamtkapazität aus zwölf Windrädern. Den Auftrag diese Turbinen zu liefern und zu installieren erhielt der Hersteller Vestas Wind Systems. Zusätzlich sei ein Vertrag für fünf Jahre Service und Wartung der Anlagen durch Vestas geschlossen worden, teilte das Unternehmen aus Århus in Dänemark mit.


Eine Reihe neuer Aufträge zur Lieferung und Errichtung von Windrädern mit 46 MW Gesamtkapazität meldete der Windkraftkonzern Gamesa Corp. Tecnologica aus Zamudio. Die Turbinen seien für drei verschiedene Vorhaben in Indien bestimmt, hieß es. Außerdem gelang es den Spaniern, einen Solarpark mit 10 MW Kapazität in der Heimat für 40 Millionen Euro zu verkaufen.


Solaraktien


Die SolarWorld AG erschließt sich ein neues Geschäftsfeld. Um Solarsysteme zu liefern, die Hauseigentümern in Deutschland zur Pacht angeboten werden, hat der Bonner Konzern eine Vertriebspartnerschaft mit dem Hamburger Stromversoger DZ-4 vereinbart. Geschäftliche Details zu der Vereinbarung machte SolarWorld nicht öffentlich.

Der US-Solarkonzern SunEdison Inc. treibt sein Asiengeschäft weiter voran. Der Solarkonzern aus St. Peters in Missouri unterzeichnete zwei Rahmenverträge mit Partnern in Indien. Zum einen verständigten sich die Amerikaner mit Vertretern des Bundesstaats Karnataka darauf, in den nächsten fünf Jahren dort Solaranlagen mit 5.000 MW Gesamtkapazität zu realisieren. 1.000 MW davon sollen schon bis 2016 errichtet werden, hieß es dazu. Zum anderen schloss SunEdison eine Vereinbarung mit der indischen Adani Group. Ziel sei die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens, das im Bundesstaat Gujarat für geschätzte vier Milliarden Dollar eine Solarfabrik errichten werde. Außerdem erhielt SunEdison von der Omnigrid Micropower Company den Auftrag zum Bau von Mikrosolarsystemen mit 250 MW Kapazität in netzfernen Regionen Indiens.
Bild: Solarpark mit Modulen von SunEdison.  / Foto: Unternehmen


Unterdessen gab die eigenständig börsennotierte SunEdison-Tochter TerraForm Power Pläne für eine Kapitalerhöhung bekannt. Die Ausgabe neuer Aktien soll dem Solaranlagenbetreiber 350 Millionen Dollar frisches Kapital einbringen, die für den Einstieg ins Windkraftgeschäft gedacht seien, hieß es.

In Kalifornien hat der US-Konzern First Solar eine Freiflächenanlage mit 550 MW Gesamtkapazität offiziell fertiggestellt. An der Solarfarm Desert Sunlight seien die Konzerne NextEra Energy Resources, GE Energy Financial Services und Sumitomo Corporation of America beteiligt.

Der US-amerikanische Solarprojektierer SolarCity hat eine Kapitalspritze im Umfang von 200 Millionen Dollar erhalten. Kreditgeber sei eine Tochter der schweizerischen Bank Credit Suisse, so die Amerikaner.

Das Neugeschäft des US-Solarausrüsters Amtech Systems Inc. lief im ersten Quartal des Fiskaljahres 2015 (Bilanzstichtag 31. Dezember 2014) besser als zuvor. Nach vorläufigen Berechnungen der Unternehmensführung erreichte der Auftragsbestand in den letzten drei Monaten des Vorjahres ein neues Rekordniveau. Demnach verbuchte Amtech in dieser Zeit Aufträge im Gesamtwert von 30 Millionen Dollar, wobei 21 Millionen Dollar auf Bestellungen aus der Solarbranche entfielen.

Den Stromnetzanschluss eines Solarparks mit 90 MW Gesamtkapazität in der chinesischen Provinz Xinjiang meldete Trina Solar. Der Konzern aus Xinyu verbaute dabei nach eigenen Angaben rund 300.000 Module.

Einen Solarpark mit zehn MW Leistungskapazität hat der Konzern Yingli Green Energy in seiner chinesischen Heimat fertiggestellt. Die Anlage sei in Fuping, einer bergigen Region in der Provinz Hebei, errichtet worden, teilte das Unternehmen aus Baoding mit.

Bioenergieaktien


Preisdruck hat die Bilanz der CropEnergies AG für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2014/2015 (Bilanzstichtag 30. November) verhagelt. Der Bioethanolhersteller aus Mannheim verbesserte zwar den Umsatz dieses Zeitraums auf Jahressicht um 9,4 Prozent auf 626,4 Millionen Euro. Dennoch entstand beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ein Verlust von 6,1 Millionen Euro nach 38 Millionen Euro EBIT-Gewinn in den ersten drei Quartalen 2013/2014. Der Umsatz des dritten Quartals 2014/2015 wuchs um 10,3 Prozent auf 221,8 Millionen Euro. Dabei entstand 1,7 Millionen Euro EBIT-Verlust nach 11,4 Millionen Euro EBIT-Ertrag im Vorjahresquartal.

Im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt hat die Envitec Biogas AG mit dem Bau einer Aufbereitungsanlage begonnen, die die Einspeisung von Biogas ins Erdgasnetz ermöglicht. Das Vorhaben soll nach ihren Angaben über 385 Normkubikmeter (Nm³) Leistungskapazität verfügen und voraussichtlich ab dem dritten Quartal 2015 ans Stromnetz angeschlossen werden. Rechnerisch sei die Anlage dann dazu in der Lage, 1800 Haushalte  mit Bio-Erdgas zu versorgen, hieß es aus der Firmenzentrale in Lohne.

Einen Großauftrag aus Polen im Wert von drei Millionen Euro hat die BioEnergy International AG erhalten. Der Biogasanlagenbauer soll im Nordosten des Landes eine Anlage mit 65.000 Tonnen Kapazität errichten, teilte das Unternehmen aus Grambach in Österreich mit.

Andere Aktien


Zum achten Mal in Folge hat die Helma Eigenheimbau AG Rekord-Vertriebszahlen vorgelegt. Die Spezialistin für individuelle Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte beendete 2014 nach vorläufigen Berechnungen mit neuen Aufträgen im Wert von 193 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahr sei dies eine Steigerung um 21 Prozent, erklärte das Unternehmen aus Lehrte. Helma sei in einer guten Ausgangsposition, um sowohl den Umsatz als auch den Ertrag und den Auftragseingang 2015 nochmals „deutlich zu steigern“, so der Vorstand.

Bild: Baustelle der Helma Eigenheimbau AG. / Foto: Unternehmen


Der Insolvenzverwalter der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG hat den Widerruf der Börsenzulassung für das Unternehmen aus Sangerhausen beantragt. Außerdem kündigte er den Handel der MIFA-Anleihe im Prime Standard der Frankfurter Börse und beantragte stattdessen die Aufnahme in ein niederschwelliges Handelssegment. MIFA ist im Begriff, vom Autozulieferer IFA Rotorion-Holding GmbH aus Haldensleben übernommen zu werden.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).
Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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