Windräder von Vestas im Einsatz. Das Unternehmen soll drei Windparks in der Türkei mit Turbinen bestücken. / Quelle: Unternehmen

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Großauftrag aus der Türkei für Windradhersteller Vestas – SolarWorld setzt zwei Anleihen aus – Tesla Motors Inc. gibt Patente für die Konkurrenz frei

Der Dax verbuchte in der vergangenen Woche ein Prozent Kursverlust und schloss bei 9.913 Punkten. 1,2 Prozent abwärts auf 16.731 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei fiel um 0,8 Prozent auf 15.058 Punkte. Der chinesische Hang Seng Index in Hong Kong kletterte um 1,6 Prozent auf 23.319 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 3,5 Prozent auf 112,61 Euro. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ ging um 2,8 Prozent zurück auf 6.640 Dollar. Der Euro verlor 0,7 Prozent an Wert. Sein Kurs: 1,3537 Dollar.

Windaktien


Zum Bau von drei Windparks in der Türkei mit zusammen 158 Megawatt (MW) Leistungskapazität soll der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems aus Århus die nötigen Windkraftturbinen liefern. Das deutsch-türkische Gemeinschaftsunternehmen Borusan EnBW Enerji mit Beteiligung des Energieriesen EnBW habe dazu 48 Windräder bestellt, hieß es. Außerdem meldeten die Dänen die Verlängerung eines Servicevertrages für mehrere Windparks in Kanada um zehn Jahre. Es handele sich um Windturbinen mit 27 MW Kapazität, die Vestas 2009 errichtet habe, so der Windradhersteller weiter.

Solaraktien
Zwei Anleihen der SolarWorld AG werden vorübergehend aus dem Handel genommen. Das hat der Bonner Solarkonzern angekündigt. Die vorübergehende Aussetzung für acht Kalendertage werde vorgenommen, um die Anleihen zum Teil zu tilgen, teilt die SolarWorld AG dazu mit. Es handele sich um die Anleihen SolarWorld FRN IS. 2014/2019 Serie 1116 (ISIN DE000A1YDDX6) und SolarWorld FRN IS. 2014/2019 Serie 1017 (ISIN DE000A1YCN14), die beide im Rahmen des Schuldenschnitts bei der Sanierung der SolarWorld AG auf den Markt gekommen waren. Die Teiltilgung von 1,79 Euro beziehungsweise 34,46 Euro pro Stück sei schon im Sanierungskonzept vereinbart gewesen und die Aussetzung vom Handel sei notwendig, um diese tatsächlich durchzuführen, hieß es.

Bild: Einblick in die Produktion der SolarWold AG. / Quelle: Unternehmen


Der US-Solarkonzern SunPower Inc. hat eine Kapitalmaßnahme abgeschlossen. Über eine Tochtergesellschaft hat der französische Ölkonzern Total SA Wandelanleihen im Wert von 250 Millionen US-Dollar von SunPower erworben.

Der chinesische Solarkonzern Trina Solar hat ebenfalls eine Kapitalmaßnahme abgeschlossen. Es handele sich um die Ausgabe einer neuen Wandelanleihe, die bis 2019 läuft. Der Konzern warb 146,3 Millionen US-Dollar über diese Anleihe ein.

Zwei Vertriebserfolge in Europa verbuchte der chinesisch-koreanische Solarkonzern Hanwha SolarOne. Das Unternehmen mit Sitz in Quidong soll im Osten der Türkei einen großen Solarpark mit 5 MW geplanter Leistungskapazität mit Modulen bestücken. Auftraggeber sei die heimische Halk Enerji. Für zwei Solarparks in Großbritannien orderte Iklaros Solar Solarmodule mit insgesamt 9,5 MW Kapazität. Das erste der beiden Freiflächen-Vorhaben solle auf 3 MW Kapazität kommen, das zweite auf 6,5 MW, so Hanwha SolarOne.

Der chinesische Solarhersteller ReneSola Ltd. aus Jiashan geht in den USA eine Kooperation mit einem schweizerischen Wechselrichterhersteller ein. Die Schweizer sollen langfristig als Lieferant von Wechselrichtern für ReneSola-Vorhaben in den USA fungieren, hieß es

Andere Aktien

Die KTG Agrar SE hat einen guten Start ins Jahr 2014 erwischt. Der Hamburger Landwirtschaftskonzern teilte mit, dass der Umsatz der ersten fünf Monate des laufenden Jahres um 32 Prozent höher ausgefallen ist als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt erzielte die KTG Agrar SE demnach 75 Millionen Euro Umsatz zwischen Januar und Mai 2014. Im gesamten Halbjahr 2013 hatte die KTG Agrar SE mit 67,8 Millionen Euro 9,6 Prozent weniger Umsatz verbucht.

Die finanzielle Lage der Asian Bamboo AG ist prekär. Um dem entgegenzuwirken hat der Vorstand der Bambus-Spezialistin aus Hamburg damit begonnen, mehr als 13.000 Hektar Plantagenfläche im chinesischen Fujan zu verkaufen. Außerdem kündigte Vorstandschef und Gründer Lin Zuojun an, er werde bis zum Ende seiner laufenden Amtsperiode am 30. September 2015 auf sein Gehalt verzichten. Insgesamt peilt der Vorstand 15 Millionen Euro Erlös aus dem Verkauf von Grundstücken und einer Verarbeitungsstätte für Bambussprossen an.

Der US-Elektroautomobilhersteller Tesla Motors will künftig auf Patentrechtsklagen verzichten. Alle Patente des Unternehmens sollen für die Konkurrenz offen gelegt werden. Das kündigte Firmenchef Elon Musk auf der Internetseite des Autoherstellers aus Palo Alto in Kalifornien an. Es sei eine „traurige Realität“, dass die Autoindustrie bis heute praktisch keine Elektroautos entwickle und deren Anteil am Verkauf weltweit weit unter einem Prozent liege. Tesla allein sei nicht in der Lage, schnell genug ausreichend Elektroautos zu produzieren. Daher seien nicht die wenigen Elektroautos anderer Hersteller die Konkurrenz, sondern die „enorme Flut an Kraftstoff-Fahrzeugen“, die täglich produziert würden, so der Konzernchef.
Bild: Tesla baut sportliche Elektroautos wie den Roadster. / Quelle: Unternehmen

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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