14.06.10 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Großauftrag für australischen Windturbinenbauer – Solon SE kündigt Aktienemission an – Vertriebserfolge für SW Umwelttechnik AG

In der vergangenen Woche hat sich der Dax um 1,8 Prozent auf 6.048 Punkte verbessert. Der US-amerikanische Dow Jones Index legte 2,8 Prozent auf 10.211 Punkte zu. Der japanische Nikkei verlor dagegen 2 Prozent auf 9.705 Punkte. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ ist um 2,3 Prozent auf 75,50 US-Dollar gestiegen. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 6.461 US-Dollar. Der Euro gewann 1,2 Prozent auf 1,212 US-Dollar an Wert.

Windaktien

Der australische Windkraftanlagenhersteller Windworks Engineering hat einen Auftrag zur Lieferung von 100 Vertikalachsen-Windturbinen des Typs WW 5000 SWT erhalten. Wie das Unternehmen mit Sitz in Perth mitteilte, hat die Worldwide Property aus Singapur eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Sie wolle die Windkraftanlagen auf Bali und in Australien errichten lassen. Das Auftragsvolumen beläuft sich nach Angaben der Windworks Engineering auf 2,5 Millionen Euro.

Gemeinsam mit dem koreanischen Industriekonzern Hyundai Heavy Industries will der US-amerikanische Windkraftzulieferer American Superconductor Corporation (AMC) eine 5 Megawatt-Turbine entwickeln. Die Anlage soll nach Unternehmensangaben vorwiegend im Offshore-Bereich eingesetzt werden. Die Produktion soll Ende 2011 beginnen.

Solaraktien

Durch die Ausgabe neuer Aktien will der Berliner Solarkonzern Solon SE 20 Millionen Euro an frischem Kapital einnehmen. Das hat der Konzern-Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen. Angeboten werden die neuen Aktien zum Stückpreis von 4,26 Euro. Die Kapitalerhöhung wird von der Deutsche Bank begleitet, die auch das achtköpfige Bankenkonsortium anführte, das jüngst die Kreditlinien der Solon SE erneuerte und so 275 Millionen Euro bereit stellte.

Das Oberlandesgericht Hamburg soll in einem Musterprozess über die Vorwürfe von Aktionären der Conergy AG entscheiden, das Solarunternehmen habe in den Jahren 2006 und 2007 gegen Bilanzierungsregelungen verstoßen. Die Aktionäre werfen der früheren Konzernführung vor, dadurch überhöhte Umsatzzahlen ausgewiesen und zudem über Lieferverzögerungen bei Silizium und Modulen verspätet informiert zu haben. Bereits im Oktober 2008 hatte die auf das Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Münchner Kanzlei Rotter Rechtsanwälte für Aktionäre erste Klagen gegen die Conergy AG eingereicht. Wie sie mitteilt, hat das Landesgericht Hamburg nun entschieden, die derzeit insgesamt rund 20 Klagen gegen die Conergy AG in ein Musterverfahren zu überführen.

Der Hamburger Solarkonzern gab unterdessen eine strategische Partnerschaft mit der Saint-Gobain Building Distribution Deutschland GmbH (SGBDD) bekannt. Der Baufachhändler wolle künftig unter der Vertriebsmarke "Solarkauf" mit Conergy-Produkten in den Photovoltaikmarkt einsteigen.

Der hessische Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG hat eine mehrjährige Liefervereinbarung mit der Schweizer Electronic AG abgeschlossen. Diese liefert unter anderem Bauelemente für Leistungselektronik.

Mit der Metalco & Mazzanti Group S.r.l. hat der Stuttgarter Solarprojektierer Sinosol AG eine Projektgesellschaft in Italien gegründet. Nach Angaben der Stuttgarter besitzt das in Castelfranco in der Region Venetien ansässige Joint-Venture die Projektrechte für die Realisierung von Dach- und Freiflächenanlagen mit 200 Megawatt (MW), die zwischen 2010 und 2012 errichtet werden sollen.

Die Münchener Siliziumproduzentin Wacker Chemie will von der norwegischen Fesil Group für 65 Millionen Euro ein Siliconmetall-Produktionswerk erwerben. Vorstandchef Rudolf Staudigl verspricht sich von dem Zukauf unter anderem eine größere Unabhängigkeit vom  Rohstoffmarkt mit seinen volatilen Preisen. Die Anlage soll rund ein Drittel des jährlichen Bedarfs abdecken. Das Werk liegt nach Unternehmensangaben im norwegischen Holla. Der Kauf soll im kommenden Quartal abgeschlossen werden. Die Kartellbehörden müssen noch zustimmen.

Der US-Dünnschichtmodulhersteller First Solar hat angekündigt, seine Produktionskapazitäten in Frankfurt/Oder auf 446 MW pro Jahr zu verdoppeln. Die Erweiterung soll bis Ende 2011 abgeschlossen sein. First Solar will so die gestiegene Nachfrage in Europa bedienen und Wechselkursrisiken aus dem Weg gehen.

Einen 70 Millionen Dollar-Auftrag hat der US-Solarausrüster GT Solar von einem ungenannten asiatischen Polysilikonhersteller erhalten. Über Lieferfristen und weitere Details machte das Unternehmen aus Merrimack im Bundesstaat New Hampshire keine Angaben.

In der italienischen Stadt Narni hat Canadian Solar einen Solarpark fertiggestellt. Das gab das Unternehmen mit Hauptsitz in Kanada und Produktion in China bekannt. Die Anlage besteht demnach aus 4.000 Modulen des Unternehmens und liefert 1,18 Megawattstunden Strom pro Jahr. Installiert wurde die Anlage vom italienischen Partner Progetti & 3i.

Zusätzliche Produktionskapazitäten baut der chinesische Solarkonzern Suntech auf. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben am Standort Shanghai 393 Millionen Dollar. Es will dort künftig ein Gigawatt Solarmodule pro Jahr zusätzlich produzieren. Bereits Ende Juni sollen 180 Megawatt zusätzlicher Produktionskapazität bereitstehen.

An den US-Versorger Southern California Edison (SCE) soll der chinesische Solarkonzern Trina Solar Solarmodule mit einer Kapazität von 45 MW liefern. Die Lieferungen sollen nach Unternehmensangaben zwischen dem zweiten Quartal 2010 und dem ersten Quartal 2011 erfolgen.

Bioaktien

Der mit Liquiditätsproblemen kämpfende Ethanolhersteller Pacific Ethanol hat angekündigt, die 100prozentige Tochtergesellschaft Pacific Ethanol Holding Company in eine neue Holding zu transferieren. Damit würde das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Sacramento von 290 Millionen Dollar Verbindlichkeiten befreit. Der Transfer wird für Ende Juni angestrebt.

Andere Aktien

Neue Aufträge im Wert von über zwei Millionen Euro hat die Klagenfurter Umwelttechnikspezialistin SW Umwelttechnik erhalten. Die Aufträge kommen dem Unternehmen zufolge aus Bulgarien, Moldawien, Ungarn und Österreich. Ihr Wert summiert sich auf mehr als 1,2 Millionen Euro.

Einen Auftrag für Solarinverter mit einer Gesamtleistung von einem Megawatt hat das kanadische Technologieunternehmen Sustainable Energy Technologies erhalten. Auftraggeber ist die Düsseldorfer Photon Solar Ltd. Die Inverter sollen vor Ende Juni ausgeliefert werden. Photon will die die Inverter zusammen mit kleineren Photovoltaikanlagen vertreiben.

Weiterhin rote Zahlen schreibt die in Danbury im US-Bundesstaat Connecticut ansässige Brennstoffzellen-Spezialistin FuelCell Energy Inc. Der Bilanz für das zweite Quartal des laufenden Jahres zufolge ging der Umsatz von 22,9 Millionen US-Dollar im Vorjahr auf 16,6 Millionen zurück. Begründet wurde der Rückgang zum Bilanzstichtag 30. April mit der Umstellung der Produktpalette. Hatte die FuelCell Energy Inc. im vergangenen Jahr ganze Brennstoffzellenkraftwerke gebaut und vertrieben, beschränkte sich der Konzern in diesem Jahr nach eigenen Angaben weitgehend auf den Verkauf von Brennstoffzellen-Modulen.

Der Produktabsatz im zweiten Quartal 2010 fiel von 19,3 Millionen US-Dollar auf 13 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust für das zweite Quartal verringerte sich von 19,88 Million US-Dollar oder 0,29  Verlust je Aktie auf 16,68 Millionen US-Dollar oder 0,20 US-Dollar je Aktie. Der Fehlbetrag im operativen Geschäft reduzierte sich von 18,39 auf 15,43 Millionen US-Dollar.

Durch einen Tropensturm und einen Vulkanausbruch ist das Erdwärmekraftwerk der US-amerikanische Geothermiespezialistin Ormat in Guatemala so stark beschädigt worden, dass die Anlage vorübergehend abgeschaltet werden musste. Wann es wieder in Betrieb genommen werden kann, ist dem Unternehmen zufolge noch offen. Das Kraftwerk liefert bei Vollauslastung 20 MW Strom.

Die Hamburger Bambusspezialistin Asian Bamboo AG hat ihre Plantagenflächen in China erweitert. Wie sie mitteilt, wurde ein Pachtvertrag für 1733 Hektar Land im chinesischen Longyan in der Provinz Fujian mit Laufzeit über 20 Jahre abgeschlossen. Dafür investiert die Asian Bamboo 7,3 Millionen Euro beziehungsweise 6,31 Euro pro Hektar. Die Plantage soll im ersten Quartal 2011 erste Erträge erzielen. Die zum Jahresende angestrebten 40.000 Hektar Plantagenflächen sind laut der Asian Bamboo AG somit vorzeitig erreicht.

Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie auf unserer Informationsseite  "Opens external link in new windowAktien: Kurse (Link entfernt)".

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der Opens external link in new windowUmweltbank.



Bildhinweis: Solarpark mit Modulen der First Solar. / Quelle: Unternehmen

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