12.12.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Großauftrag für Vestas aus Australien – drastisches Sparprogramm bei MEMC – Großauftrag für Ago Energie + Anlagen AG

Der DAX büßte in der vergangenen Woche 1,5 Prozent ein. Er notierte am Freitagabend bei 5.987 Punkten. Um 1,5 Prozent stieg der US-amerikanische Dow Jones Index auf 12.213 Punkte. Der japanische Nikkei gewann 6,2 Prozent und notierte bei 8.662 Punkten. Ein Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“verbilligte sich um 1,2 Prozent; es kostete 108,80 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ fiel um 0,7 Prozent auf 7.841 Dollar. Der Eurokurs gab 0,2 Prozent nach und sank auf 1,336 Dollar.

Windaktien

Zum Bau eines Windparks mit 168 Megawatt (MW) Leistungskapazität in Australien soll der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems 56 Turbinen der Drei-MW-Klasse liefern. Bestimmt sind die Windkraftanlagen laut Vestas für die Windfarm Musselroe in Tasmanien. Auftraggeber sei das  australische Grünstrom-Unternehmen Hydro Tasmania, so Vestas.

Einen Vertriebserfolg am skandinavischen Markt meldete der Hamburger Windradhersteller Nordex SE. Das Projektierer-Joint-Venture Midtfjellet Vindkraft habe 21 Turbinen bestellt. Die Windräder seien für das Großprojekt  Midtfjellet  mit 51,5 MW Leistungskapazität bestimmt. Der Windpark werde ab Sommer 2012 auf der norwegischen Insel Stord errichtet und voraussichtlich 2013 in Betrieb gehen, so Nordex.

Solaraktien


Der Solarzulieferer Wacker Chemie AG aus München hat angekündigt, im kommenden Jahr eines seiner Siliziumwerke zu schließen. Das betroffene Werk im japanischen Hikari beschäftige derzeit 500 Mitarbeiter. Die zur Jahresmitte 2012 geplante Schließung werde Wacker voraussichtlich 70 Millionen Euro kosten. Die Produktionsleistung des Werkes werde dann auf Fabriken in Singapur und in Portland im US-Bundesstaat Oregon verteilt um diese auszulasten, erklärte die Wacker Chemie AG.

Den Auftrag zum Bau einer Photovoltaik-Dachanlage mit 1,54 MW Leistungskapazität hat die Ralos New Energies AG erhalten. Wie das Solarunternehmen aus Darmstadt mitteilte, will der Systemtechnologie-Zulieferer Kern-Liebers Gruppe auf den Dächern seiner Konzernzentrale in Schramberg im Schwarzwald 6.200 Solarmodule durch Ralos New Energies installieren lassen.

Der norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation (REC) will mehr Photovoltaikmodule in Japan verkaufen. Das REC-Büro in Tokio habe eine erste Modulbestellung für ein Projekt mit einem MW Leistung erhalten. Diese solle Anfang 2012 auf die Insel Shikoku geliefert werden, hieß es aus der Konzernzentrale in Oslo.

Die Streichung von 1300 Stellen oder 20 Prozent der gesamten bisherigen Belegschaft hat der US-Solarkonzern MEMC Electronic Materials Inc. bekannt gegeben. Die Entlassungen seien Teil eines neuen Sparprogramms und für das erste Quartal 2012 vorgesehen. Zudem sei die Produktion des MEMC-Siliziumwerks im italienischen Merano auf Eis gelegt worden, erklärte das Unternehmen aus St. Peters, Missouri. Auch die komplette Schließung dieser Fabrik sei denkbar. Ein weiteres Siliziumwerk in Portland im US-Bundesstaat Oregon werde ebenfalls vorrübergehend stillgelegt. Die Kapazität der MEMC-Wafer-Fabrik in Malaysia werde zunächst weniger stark erweitert als ursprünglich geplant. Desweiteren werde MEMC seine Solarprojektierer-Gesellschaft SunEdisun ab 2012 mit dem Firmensegment Solar Materials zusammenlegen. Die Einschnitte und Umstellungen seien die Reaktion des Konzerns auf das anhaltend schwierige Marktumfeld und den wachsenden Preis- und Margendruck, teilte MEMC mit. Dieses umfassende Maßnahmenpaket soll MEMC nach eigenen Angaben 15 Prozent Kostenersparnis bringen. Die Umstellungen würden jedoch zunächst wohl 700 Millionen Dollar kosten, rechnet der Konzern.

Einen Käufer für sein 550 MW starkes Photovoltaikprojekt Topaz in Kalifornien hat der US-Solarkonzern First Solar Inc. gefunden. Die MidAmerican Energy Holdings hat dazu eine Absichtserklärung mit der in Tempe, Arizona, ansässigen First Solar unterzeichnet. Der Energieversorger ist ein Tochterunternehmen der Berkshire Hathaway Inc., die im  Besitz von Warren Buffet ist.

Der kalifornische Solarkonzern SunPower hat angekündigt, 125 Stellen und damit zwei Prozent des Personals abzubauen. Das Unternehmen müsse im vierten Quartal wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche voraussichtlich 9 bis 17 Millionen Dollar Restrukturierungskosten verkraften, so die Begründung von SunPower. Unterdessen gewann die das Unternehmen aus San José den Auftrag zur Lieferung von 22.000 flexiblen Ultraleicht-Solarmodulen für das schweizerische Solar Impulse Projekt. Dabei handelt es sich um die Entwicklung eines mit Photovoltaik angetriebenes Flugzeugs, dass die Welt umrunden soll.

Die kanadische Carmanah Technologies Corporation hat einen Großauftrag aus Mexiko erhalten. Der Auftrag zur Beleuchtung von Straßen und Wegen mit solarbetriebenen LED-Laternen hat einen Wert von einer Millionen Dollar. Eingeworben wurde er gemeinsam mit dem lokalen Partner Semex S.A.

Der kanadische Solarmodulhersteller OSM Solarform Corp. soll auf seinen Produktionslinien in Ontario Photovoltaikmodule des chinesischen Konzerns LDK Solar fertigen. Dies sei im Rahmen eines Kooperationsvertrages zwischen den OSM und dem der in Xinyu ansässigen LDK Solar vereinbart worden, teilten die beiden Partner mit. Die Kooperation sieht vor, dass OSM Module mit insgesamt 20 MW Leistungskapazität für den kanadischen Markt produziert. Zudem übernehme OSM den Vertrieb von LDK-Solarmodulen in Kanada – dies allerdings nicht exklusiv, wie LDK betonte.

Bioaktien

Für die neue Energiezentrale eines Lebensmittelbetriebes soll die Ago Energie + Anlagen AG aus Kulmbach ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung im Wert von 2,2 Millionen Euro liefern und installieren. Der Kunde werde das Blockheizkraftwerk mit zwei MW elektrischer Wärme-Leistungskapazität zum Betrieb einer ebenfalls von Ago stammenden Kühlanlage nutzen, die 475 Kilowatt Kälte bei minus 6,7 Grad Celsius verwende, so die Spezialistin für Kraftwärmekopplungs-Anlagen (KWK).

Andere Aktien

Zur Finanzierung von Pachtverträgen für weitere Bambusplantagen in China hat die Asian Bamboo AG seine Kreditlinien erweitert. Wie die Bambusspezialistin mitteilte, gewährt die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH ein neues Darlehen, über das die Asian Bamboo bis zu 20 Millionen US-Dollar frisches Kapital abrufen kann. Ein entsprechender Vertrag sei unterzeichnet worden, hieß es. Das Darlehen läuft über sieben Jahre. Es handle sich um die zweite laufende Kreditline der Gläubigerin für Asian Bamboo.
Bildnachweis: Plantage der Asian Bamboo AG. / Quelle: Unternehmen


Eine erste Bohrung zum Bau eines geothermischen Großkraftwerks im bayrischen Taufkirchen hat die Bohrtechnikspezialistin Daldrup & Söhne AG abgeschlossen. Nach der Bohrung sei nun davon auszugehen, dass die Anlage 35 bis 40 MW thermischen Leistung erbringen kann, teilte das Unternehmen mit Sitz in Ascheberg und Erfurt mit. Eine erforderliche zweite Bohrung werde voraussichtlich vor Ostern 2012 abgeschlossen. Daldrup & Söhne ist selbst Mehrheitseigner des Projekts.

Einen Umsatz- und Gewinnanstieg für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres meldete der Berliner Klavierbauer C. Beckstein. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 1,6 Prozent auf 24,5 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern dieser Bilanzperiode wurde auf Jahressicht mehr als verdoppelt. Er kletterte von knapp einer Million Euro auf 2,3 Millionen Euro.

Der spanische Technologiekonzern Abengoa meldete einen weiteren Erfolg im Geschäft mit solarthermischen Großkraftwerken. Er soll in Südafrika zwei Projekte mit einer Gesamtleistung von 150 MW umsetzen. Bei den Projekten Khi Solar One und KaXu Solar One handle es sich um die ersten beiden solarthermischen Großkraftwerken des Landes am Kap der Guten Hoffnung. Der Auftrag dazu sei den Spaniern vom südafrikanischen Energieministerium erteilt worden, teilten die Spanier mit.

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