04.04.11 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Großauftrag für Vestas aus Brasilien – Solon SE schreibt trotz Gewinnsprung weiter rote Zahlen – Vossloh AG meldet Rekordergebnis

Der Dax knackte in der vergangenen Woche die 7.000-Punkte-Marke. Er legte 3,3 Prozent zu und erreichte 7.179 Punkte. Der US-amerikanische Dow Jones Index gewann 1,2 Prozent an Wert und stieg auf 12.376 Punkte. Der japanische Nikkei erholte sich weiter. Er verbesserte sich um 1,8 Prozent auf 9.708 Punkte. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude Oil“ verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 117,55 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade“ fiel um 3,6 Prozent auf 9.379 Dollar. Der Euro kletterte um 1,3 Prozent auf 1,423 Dollar.


Windaktien

Einen Auftrag zur Lieferung von 75 Windturbinen der Zwei-Megawatt-Klasse hat der dänische Hersteller Vestas Wind Systems aus Brasilien erhalten. Ihm zufolge sind die Anlagen mit einer Gesamtleistung von 150 Megawatt (MW) für vier Windparks im Norden des Landes in der Region Rio Grande do Norte bestimmt.


Der Hamburger Windkraftanlagenhersteller Nordex hat die vorläufigen Zahlen für das Jahr 2010 bestätigt. Der Umsatz sank von 1,1 Milliarden auf 972 Millionen Euro, das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) blieb mit 40,1 Millionen Euro stabil. Damit stieg die EBIT-Marge von 3,5 auf 4 Prozent. Zudem hat der Windturbinenhersteller über die Ausgabe von 6,7 Millionen neuen Aktien 56 Millionen Euro frisches Kapital bei institutionellen Anlegern eingesammelt. Bestimmt seien die neuen Mittel für die Bereiche Forschung und Entwicklung, hieß es.


Für das Geschäftsjahr 2010 bestätigte auch der Cuxhavener Windpark-Projektierer PNE Wind AG die vorläufigen Zahlen. Das EBIT sank von 14,7 auf 9,5 Millionen Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) von 9,9 auf 5,4 Millionen Euro. Der Umsatz schrumpfte gegenüber dem Vorjahr von 133,6 auf 80 Millionen Euro.


Solaraktien

Deutlich verbesserte Zahlen für das Gesamtjahr hat das Berliner Solarunternehmen Solon SE veröffentlicht. Laut der Bilanz für 2010 steigerte Solon den Umsatz auf Jahressicht um 76 Prozent auf 619,9 Millionen Euro. Nach 199,2 Millionen Euro Verlust vor EBIT im Vorjahr erwirtschaftete Solon 400.000 Euro Vorsteuergewinn in 2010. Dennoch schreibt die weiterhin hoch verschuldete Solon SE weiter rote Zahlen. Das Defizit im Konzernergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings deutlich. Nach 271,6 Millionen Euro Verlust im Vorjahr schlug für 2010 ein Defizit von 19,8 Millionen Euro zu Buche.


Die Q-Cells SE aus Bitterfeld-Wolfen hat ihre vorläufigen Zahlen für 2010 bestätigt. Der Umsatz stieg um 70 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro. Das EBIT erreichte 82,3 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen betrug 90,9 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2010. Inklusive des Ergebnisanteils aufgegebener Geschäftsbereiche belief sich das Jahresergebnis auf 18,9 Millionen Euro.



Auch der in Niestetal bei Kassel ansässige Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG (SMA) bestätigte seine vorläufige Bilanz für 2010. Der Konzernumsatz verdoppelte sich auf 1,9 Milliarden Euro, das EBIT wuchs von 228 auf 516 Millionen Euro. Das entspricht einer EBIT-Marge von 26,9 Prozent. Der Konzernüberschuss hat sich mit 365 Millionen Euro ebenfalls mehr als verdoppelt.


Eine Schadenersatzklage in dreistelliger Millionenhöhe hat das Hamburger Solarunternehmen Conergy AG gegen die Roth & Rau AG eingereicht. Der Solarausrüster mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal soll eine Zellproduktionsline für das Conergy-Werk in Frankfurt an der Oder verspätet geliefert haben. Ferner wirft im Conergy vor, dass die Anlage nicht über die vereinbarten Eigenschaften verfügt habe.


Einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 40,6 Prozent auf 228,5 Millionen Euro weist die Solar-Fabrik AG in ihrer Bilanz für das Geschäftsjahr 2010 aus. Zugleich stige das EBIT des Solarunternehmens mit Sitz in Freiburg von 1,6 Millionen auf 10,6 Millionen Euro.


Starke Zuwächse bei Umsatz und Gewinn in 2010 meldete die S.A.G. Solarstrom AG. Mit einem Umsatzanstieg um 32 Prozent auf 201 Millionen Euro hat das Unternehmen das Geschäftsjahr 2010 abgeschlossen. Die Gesamtleistung kletterte auf Jahressicht um 64 Prozent auf 253 Millionen Euro. Das EBIT wuchs um 55 Prozent auf 13,1 Millionen Euro.


Von UniSource Energy hat der US-Solarkonzern SunPower einen Auftrag für die Lieferung von Solarprodukten mit einer Kapazität von elf Megawatt erhalten. Die UniSource-Tochter Tucson Electric Power mit Sitz in Arizona habe die verschiedenen Technikkomponenten bestellt, teilte die in Tempe, Arizona ansässige SunPower mit.


Einen Strategiewechsel hin zur Herstellung ultraleichter, flexibler Dünnschicht-Solarmodule hat das US-Solarunternehmen Ascent Solar aus Thornton in Colorado in die Wege geleitet. Mit der Neuausrichtung wurde der bisherige CEO Ron Eller durch Fargad Moghadam abgelöst.


Bioaktien

Die Gründung einer Tochtergesellschaft in Italien hat die 2G-Bio-Energietechnik AG bekannt gegeben. Die 2G Italia S.r.l. mit Sitz in Verona verantworte sowohl den regionalen Vertrieb als auch den technischen Service in Italien, teilte der Hersteller von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen aus Heek mit. Zudem sei ein weiterer Vertriebsstandort in Hamburg eröffnet worden, so 2G weiter.
 
Bildnachweis: Kraft-Wärme-Kopplungsanlage der 2G Bio-Energietechnik AG. / Quelle: Unternehmen



Der Schweizer Biokraftstoffhersteller Biopetrol Industries schreibt 2010 bei erhöhtem Umsatz weiterhin rote Zahlen. Der Verlust betrug 73 Millionen Euro. Davon waren 47,7 Millionen Euro Abschreibungen. Vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) betrug  der Verlust 9 Millionen Euro. Der Umsatz verdreifachte sich nahezu von 127,39 auf 369,2 Millionen Euro.


Eine auf Jahressicht deutlich gesteigerte Bilanz für 2010 legte die BDI BioEnergy International AG mit Sitz im österreichischen Grambach vor. Der Umsatz kletterte im Vergleich zu 2009 um 17,7 Prozent auf 39,9 Millionen Euro. Das EBIT wuchs um 43,7 Prozent auf 3,2 Millionen Euro. Die EBIT-Marge stieg von 5 auf 8 Prozent.


Andere Aktien

Im Vergleich zum Vorjahr hat der Bahntechnikkonzern Vossloh AG in 2010 15,1 Prozent mehr Umsatz erzielt und ein um 10,2 Prozent verbessertes EBIT. Nach eigenen Angaben erreichte der Konzern mit Sitz in Werdohl in 2010 1,35 Milliarden Euro Umsatz. Das EBIT kletterte im Jahresvergleich auf 151,1 Millionen Euro.


Mit Rekordzahlen hat die Centrotec Sustainable AG mit Sitz in Brilon das Geschäftsjahr 2010 abgeschlossen. Der Umsatz von 479,7 Millionen Euro und das EBIT von 36,2 Millionen Euro wurden mit testierten Zahlen bestätigt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Umsatzzuwachs von 2,8 Prozent und 24 Prozent mehr EBIT.


Mit dem aktuellen Jahresbericht bestätigt die init innovation in traffic AG ihre vorläufige Bilanz für 2010. Die Telematikspezialistin mit Sitz in Karlsruhe erzielte demnach 28,3 Prozent mehr EBIT und 24,5 Prozent mehr Umsatz als 2009. Der Umsatz  stieg auf Jahressicht um 15,9 Millionen Euro auf 80,9 Millionen Euro. Das EBIT kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Millionen Euro auf knapp 15,1 Millionen Euro.


Ihre vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2010 bestätigte auch die Hamburger Bambusspezialistin Asian Bamboo AG. Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 75,9 Millionen Euro, der Konzernjahresüberschuss um 17 Prozent auf 33,5 Millionen Euro.



Der unter anderem im Bereich Grünstrom tätige Handelskonzern BayWa AG schloss das vergangene Geschäftsjahr mit 11 Prozent mehr EBIT und 8 Prozent mehr Umsatz ab. Der aktuellen Bilanz der BayWa AG zufolge stieg der Jahresumsatz auf 7,9 Milliarden Euro an während der Gewinn vor Zinsen und Steuern auf 128,9 Millionen Euro kletterte.


Laut aktueller Bilanzzahlen hat der kanadische Technologiekonzern Carmanah Technologies seinen Umsatz im vierten Quartal 2010 auf Jahressicht um 36,1 Prozent auf 9,3 Millionen US-Dollar gesteigert. Gleichzeitig hat sich der Nettoverlust der Berichtsperiode mehr als vervierfacht. Das Defizit erhöhte sich von 900.000 auf 4,1 Millionen US-Dollar. Den Umsatz für das gesamte Fiskaljahr 2010 steigerte Carmanah um 7,3 Prozent auf 33,9 Millionen US-Dollar. Belastet durch einmalige Effekte stieg auch der Nettoverlust für 2010 deutlich. Nach 600.000 Dollar Nettoverlust in 2009 stieg das Defizit in 2010 auf 5 Millionen US-Dollar an.


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