Windräder von Gamesa im Einsatz. / Foto: Unternehmen

27.10.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Große Windkraftaufträge für Gamesa – Millionenklage gegen Ex-Manager von Solar Millennium – Behörden ermitteln gegen Teakholz International AG

Einen Kurszuwachs um 1,5 Prozent auf 8.988 Punkte verbuchte der DAX im Verlauf der vergangenen Woche. Um 2,5 Prozent auf 16.799 Punkte kletterte der US-amerikanische Dow Jones Index. Der japanische Nikkei stieg um 3,8 Prozent auf 15.428 Punkte. 1,2 Prozent Kursgewinn brachten den chinesischen Hang Seng Index auf 23.302 Punkte. Um 0,3 Prozent verteuerte sich das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ auf 86,34 Euro. Die Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verteuerte sich um 0,8 Prozent auf Preis: 6.685 Dollar. Der Euro verlor 0,7 Prozent an Wert und fiel auf 1,2669 Dollar.

Windaktien

Im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca hat der spanische Hersteller Gamesa Corp. Tecnologica nach eigenen Angaben 37 Windräder mit 74 Megawatt (MW) Gesamtkapazität installiert. Auftraggeber sei die Grupo México. Gamesa werde die Anlage in den kommenden fünf Jahren für den Kunden betreiben, teilte das Unternehmen aus Zamudio im Baskenland mit. Zudem gelang Gamesa der Markteintritt in Jordanien: Der Infrastruktur- und Energieanlagen-Projektierer Elcnor Group aus Madrid habe 33 Windräder mit 66 MW Kapazität bestellt, die im Auftrag der jordanischen Regierung in dem Königreich errichten werden sollen.

Für das Emissionshaus Leonidas Associates GmbH soll der Windradhersteller Nordex SE Turbinen mit 25,3 MW Leistungskapazität in Nordfrankreich errichten. Das gab das Windkraftunternehmen aus Hamburg bekannt.

Die Bremer Energiekontor AG hat die Genehmigung zum Bau ihres bisher größten Windparkvorhabens erhalten. Es handle sich um den Windpark Lunestedt-Heerstedt, der im 2015 südöstlich von Bremerhaven im Landkreis Cuxhaven errichtet und zum Ende desselben Jahres noch in Betrieb genommen werden solle, hieß es. Das 70-Millionen Euro Projekt werde voll ausgebaut über 38,5 MW Leistungskapazität aus 14 Windrädern verfügen, erklärte die Unternehmensführung.

Solaraktien


Der Insolvenzverwalter der Solar Millennium AG hat eine Schadenersatzklage über rund 200 Millionen Euro gegen ehemalige Führungskräfte des Unternehmens eingereicht. Darin wirft der Insolvenzverwalter ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten unter anderem vor, Geld der Anleger für private Zwecke missbraucht zu haben.

Der norwegische Solarhersteller REC Solar hat seine Bilanz für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2014 veröffentlicht und einen neuen Großauftrag erhalten. Das Unternehmen aus Oslo erzielte 500,3 Millionen  Dollar Umsatz und 36,9 Millionen Dollar Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT). Das dritte Quartal beendeten die Norweger mit 149,1 Millionen Dollar Umsatz und 10,1 Millionen Dollar EBIT. Im dritten Quartal des Vorjahres erzielte REC Solar 139,3 Millionen Dollar Umsatz und 3,9 Millionen Dollar EBIT. Mit dem US-Kunden Recurrent Energy seien außerdem zwei Ausrüsterverträge abgeschlossen worden, die die Lieferung von Modulen mit 300 MW Kapazität vorsehen, teilten die Norweger mit. Die Module seien für Solaranlagen in Kalifornien bestimmt.
Bild: Monteure von REC Solar bei der Arbeit. / Foto: Unternehmen

Den Verkauf eines im Bau befindlichen Solarparks in Kalifornien mit 150 MW Gesamtkapazität hat First Solar Inc. bekannt gegeben. Das Unternehmen aus Tempe in Arizona teilte mit, der Energieversorger Southern Power werde die Anlage übernehmen. Finanzielle Details nannten die Amerikaner nicht.

Der insolvente Solarausrüster und Spezialglashersteller GT Advanced Technologies Inc. (GTAT) aus Merrimack in New Hampshire hat seine Kooperation mit dem IT-Giganten Apple einvernehmlich aufgelöst. GTAT gab die Einigung bekannt. Demnach einigten sich Vertreter beider Seiten darauf, dass GT Advanced 2.000 Brennöfen verkauft, die in einer gemeinschaftlichen Fabrik in Arizona bei der Produktion von Saphirglas für IT-Displays zum Einsatz gekommen waren. Mit dem Verkaufserlös soll GTAT Apple auszahlen, hieß es. Im Gegenzug kann GTAT das Werk in Arizona schließen.

Die Deutsche Bank finanziert ein Solarparkvorhaben des US-Konzerns SunEdison in Kalifornien. Die Anlage werde nach ihrer Fertigstellung über 26 MW Leistungskapazität verfügen. Außerdem hat SunEdison ebenfalls in Kalifornien eine Dachsolaranlage mit 1,7 MW Kapazität fertiggestellt. Zudem gewann der Konzern die Ausschreibung zum Bau von mehr als 30 Solaranlagen mit 17,7 MW Kapazität, die ebenfalls in Kalifornien errichtet werden sollen. Auftraggeber seien in diesem Fall die Behörden von drei kalifornischen Landkreisen, teilte das Unternehmen aus St. Peters in Missouri mit.

Vier Solarpark-Vorhaben in Kalifornien mit 34 MW Leistungskapazität sind mit Modulen des chinesischen Herstellers JinkoSolar ausgerüstet worden. Der Konzern aus Shanghai erklärte, der Auftrag dazu sei von dem unabhängigen Energieversorger sPower aus Salt Lake City gekommen.

Im Süden Frankreichs sollen acht Freiflächensolaranlagen mit 39 MW Gesamtkapazität entstehen, bei denen Technik des chinesischen Herstellers China Sunergy Co. Ltd. zum Einsatz kommt. Der Konzern mit Sitz in Nanjing habe die Lieferung der bestellten Module an den Auftraggeber Third Step abgeschlossen, hieß es.

Aller US-Einfuhrbeschränkungen zum Trotz verkauft der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy nach wie vor sehr viele Solarmodule auf den amerikanischen Kontinenten. Das Unternehmen aus Baoding lieferte nach eigenen Angaben inzwischen Module mit mehr als 2.000 MW Gesamtkapazität nach Nord- und Südamerika. In der gesamten Region seien mehr als 85.000 Solaranlagen mit Technik des Weltmarktführers unter den Modulherstellern bestückt, so die Unternehmensführung.

Hanwha SolarOne aus Qidong in China gab bekannt, dass der Kunde O2 Energies für mehrere Photovoltaikanlagen in North Carolina Module mit 17 MW Gesamtkapazität bestellt habe. Damit sollen drei Solarparks bestückt werden, die noch bis zum Ende des laufenden Jahres fertiggestellt werden und in Betrieb genommen werden sollen, hieß es.

Bioenergieaktien
In den USA soll die österreichische BDI Bio Energy AG eine Biodieselanlage erweitern. Das Unternehmen aus Grambach in Österreich werde die Kapazität des Werks von Crimson Renewable Energy in Kalifornien auf 75.000 Tonnen pro Jahr steigern, kündigte BDI an.


Andere Aktien

Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft geht schweren Vorwürfen gegen ehemalige Führungskräfte der Teak Holz International (THI) AG und das Unternehmen selbst nach. Im Raum stehen schwerer Betrug und Bilanzfälschung. Das gab die THI AG bekannt. Die Behörden hätten die Edelholzspezialistin aus Linz entsprechend benachrichtigt, hieß es. Die THI AG steht demnach unter Verdacht, über viele Jahre falsche Bilanzen veröffentlicht zu haben: Zwischen 2006/2007, dem Geschäftsjahr des Börsendebüts, und 2011/2012 sollen Vermögenswerte nicht korrekt bewertet worden sein.


Die norwegische Recyclingtechnikspezialistin Tomra Systems ASA hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres umgerechnet 416,9 Millionen Euro Umsatz erzielt. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen erreichte 46,3 Millionen Euro. Gemessen am Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz damit zwar um 3,4 Prozent. Das EBIT lag jedoch 8,8 Prozent unter dem der ersten neun Monate 2013. Das dritte Quartal beendete die Spezialistin für Flaschen-Rücknahmeautomaten aus Asker mit 147,2 Millionen Euro Umsatz. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,4 Prozent. Zugleich sank das EBIT um 11,9 Prozent auf 21,6 Millionen Euro.
Pfandflaschen-Automat von Tomra. / Foto: Unternehmen


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.


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