Windräder von Vestas. / Foto: Unternehmen

06.07.15 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Wochenrückblick: Großes Auftragspaket für Vestas – Prokon wird Genossenschaft – Absatzrekord bei Tesla Motors

Der DAX sank in der vergangenen Woche um 3,8 Prozent auf 11.058 Punkte. Um 1,2 Prozent abwärts auf 17.720 Punkte ging es für den US-amerikanischen Dow Jones Index. Der japanische Nikkei verlor 1,8 Prozent an Wert und erreichte 20.463 Punkte. Um 2,2 Prozent auf 26.064 Punkte fiel der chinesische Hang Seng Index. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verbilligte sich um vier Prozent auf 60,55 Dollar. Der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ verringerte sich um 0,6 Prozent auf 5.756,50 Euro. Der Euro kletterte um 6,6 Prozent auf 1,1106 Dollar.

Windaktien


Gleich sieben neue Großaufträge zur Belieferung von Windparkvorhaben mit 860 Megawatt (MW) Gesamtkapazität in den USA, Lateinamerika und Europa hat der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems erhalten: Drei dieser Aufträge mit zusammen 570 MW Leistungskapazität kommen nach Unternehmensangaben aus den USA. Zum einen habe der US-Ökostromriese SunEdison Inc. zum Bau zweier Großvorhaben in den Bundesstaaten Texas und Maine 130 Windräder mit 429 MW Kapazität bestellt. Zum anderen habe ein nicht näher benannter Kunde weitere 54 Anlagen mit 108 MW für Bauvorhaben an verschiedenen US-Standorten geordert. Der neue Lateinamerika-Auftrag kommt vom Versorger Latin America Power (LAP) und umfasst die Lieferung und Installation von 56 Windkraftanlagen mit 185 MW Kapazität in Chile.
Die drei übrigen Bestellungen beziehen sich auf Bauvorhaben in Europa. So soll Vestas zehn Windräder mit 33 MW für einen Windpark in Finnland liefern. Infinis Energy hat 22 Anlagen mit 66 MW Kapazität für eine Windfarm in Schottland geordert. Der dritte Neuauftrag erreichte Vestas aus Dänemark und umfasst zwölf Windräder mit 39 MW Gesamtleistungskapazität. Damit seien im ersten Halbjahr 2015 Aufträge für Windräder mit zusammen 4.217 MW Kapazität neu bei Vestas eingegangen, teilte der Hersteller aus Århus mit.
Zudem bestätigte die Vestas-Führung Gerüchte wonach die Offshore-Tochter MHI Vestas Offshore Wind gute Chancen hat, den Auftrag zur Lieferung von bis zu 50 Windrädern mit zusammen 400 MW Kapazität für den Offshore-Windpark „Horns Rev 3“ vor der Küste Dänemarks zu erhalten. Die Tochtergesellschaft, die ein Gemeinschaftsunternehmen mit Mitsubishi ist, sei als bevorzugter Lieferant für „Horns Rev 3“ ausgewählt worden.


Der insolvente Windkraftprojektierer Prokon aus Itzehoe wird als Genossenschaft fortgeführt. Das ergab die jüngste Gläubigerversammlung des Unternehmens. Der Energiekonzern EnBW hätte Prokon gerne für 550 Millionen Euro übernommen. Die Karlsruher zogen jedoch den Kürzeren. Von der Prokon-Insolvenz sind 75.000 Kleinanleger betroffen, die nun die Möglichkeit haben ihre Forderungen zum Teil in langfristige Anleihen und zum Teil in Genossenschaftsanteile umzuwandeln. Der Insolvenzverwalter schätzt, dass die Insolvenzquote so 57,8 Prozent erreichen wird. Kommt es so, müssen die Anleger 42,2 Prozent ihrer Investitionen abschreiben. Verglichen mit anderen Insolvenzen gilt diese Quote als überdurchschnittlich hoch.


Der spanische Windradhersteller Gamesa Corp. Tecnologica aus Zamudio im spanischen Baskenland plant nach eigenen Angaben ein Windkraft-Joint-Venture mit dem US-Ökostromriesen SunEdison. Ziel sei es, bis 2018 weltweit Windparks mit bis zu 1.000 MW Kapazität zu realisieren. Das fixierten die beiden Unternehmen in einer Absichtserklärung. Die definitive Gründung der gemeinsamen Tochter, an der beide Muttergesellschaften zu jeweils 50 Prozent beteiligt sein sollen, werde noch im laufenden Jahr angestrebt, hieß es. Außerdem erhielt Gamesa den Auftrag zur Lieferung von 13 Windrädern mit 65 MW Gesamtkapazität nach Chile. Die Auftraggeber Transantartic Energia und Bosques de Chile nutzen die Windkraftanlagen demnach zur Erweiterung einer bestehenden Windfarm auf 101 MW Gesamtkapazität.


Solaraktien

Die US-Sparte des Bonner Solarkonzerns SolarWorld ist eine Partnerschaft mit der Bank of the West eingegangen. Solar-Installateure, die ihre Module bei SolarWorld Americas kaufen, können ihren Kunden somit direkt Kredite oder Leasingfinanzierungen anbieten, die bei dem neuen Partner abgeschlossen werden, hieß es.

Der US-Ökostromriese SunEdison Inc. aus Belmont, der einen Schwerpunkt auf den Bau und Betrieb von Solarparks setzt, hat ein Photovoltaikbauvorhaben in Indien fertiggestellt. Es handle sich um eine Freiflächenanlage mit 50 MW Kapazität in der Provinz Madhya Pradesh. SunEdison werde die Anlage auch weiter betreiben, hieß es. Zudem schlossen die Amerikaner den Zukauf von US-Windparks mit 521 MW Gesamtkapazität ab. Diese Anlagen sollen einer neu gegründeten Tochtergesellschaft zugeschlagen werden, kündigte der Konzern an.

Foto: Solarpark von SunEdison Inc. / Foto: Unternehmen

Den Verkauf eines laufenden Solarparks in England mit 6,4 MW Kapazität an eine Fondsgesellschaft der Foresight Group hat der chinesische Solarkonzern ReneSola Ltd. unter Dach und Fach gebracht. Finanzielle Details zu dem Deal nannte das Unternehmen aus Jiashan nicht.


Die US-Sparte des chinesischen Solarkonzerns JinkoSolar hat vom US-Finanzkonzern Wells Fargo neue Kredite bewilligt bekommen. Die Kreditlinie sei damit gleich von bisher 20 Millionen auf 40 Millionen Dollar verdoppelt worden, hieß es.

Andere Aktien

Obwohl die KTG Agrar SE für 2014 eine stark verbesserte Bilanz vorgelegt hatte, nahm die Ratingagentur Creditreform Rating AG den KTG-Geschäftsbericht 2014 zum Anlass, das Bonitätsrating für die Anleihen der KTG Agrar SE herabzustufen. Die neue Note ist „BB-“ nach zuvor „BB+“. Damit geht die Creditreform Rating AG zwar weiterhin davon aus, dass der Landwirtschaftskonzern aus Hamburg seine drei laufenden Anleihen bedienen kann, sofern das wirtschaftliche Umfeld stabil bleibt. Allerdings bemängeln die Analysten, dass KTG Agrar die selbst gesteckten Umsatzziele zum Teil verfehlt und dies mit Immobilienverkäufen kaschiert in der Bilanz ausgeglichen habe.

Bild: Ernte bei der KTG Agrar AG. / Foto: Unternehmen


Der geplante Börsengang der Chorus Clean Energy AG wurde auf den 13. Juli 2015 verschoben. Ursprünglich hätte das Debüt einige Tage früher stattfinden sollen. Die Chorus Clean Energy AG begründete die Verschiebung mit dem „volatilen Marktumfeld im Zusammenhang mit den Entwicklungen in Griechenland“. Das Unternehmen betonte, dass es bislang mit dem Angebot „auf eine positive Resonanz bei nationalen und internationalen Investoren“ gestoßen sei.


Einen neuen Absatzrekord für das zweite Quartal 2015 meldete der US-Elektrofahrzeughersteller Tesla Motors Inc. Das Unternehmen verkaufte demnach zwischen März und Juni 2015 rund 11.500 Autos, knapp 1.000 mehr als der Konzern aus Palo Alto für diese Zeit prognostiziert hatte. Weitere Eckdaten zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal machte die Tesla-Führung noch nicht öffentlich.


Informationen zur aktuellen Kursentwicklung der Umweltaktien finden Sie in unserer Rubrik  Aktien: Kurse (Link entfernt).

Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.

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