Der französische Windkraftprojektierer Theolia hat Fortschtritte bei Projekten in der Heimat gemacht. Im Bild: Ein Referenzwindpark des Unternehmens.

  Nachhaltige Aktien, Meldungen

Wochenrückblick: Gutachter bestätigen Insolvenz von Prokon – aleo Solar AG wird aufgelöst – dickes Auftragsplus bei der Helma Eigenheimbau AG

Der deutsche DAX schloss zum Ende der vergangenen Woche mit 1,4 Prozent Kursgewinn bei 9.444 Punkten. Der US-amerikanische Dow Jones Index legte 2,5 Prozent zu und erreichte 16.412 Punkte. Der japanische Nikkei kletterte um 4,2 Prozent auf 14.475 Punkte. Um 1,1 Prozent aufwärts auf 22.760 Punkte ging es für den chinesischen Hang Seng Index in Hong Kong. Das Barrel Öl der Sorte „Brent Crude“ verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 109,70 Euro. Um 0,8 Prozent stieg der Preis für eine Tonne Kupfer der Qualität „Copper Grade A“ auf 6.668 Dollar. Der Eurokurs kletterte um 0,8 Prozent auf 1,382 Dollar.

Windaktien

Der nicht börsennotierte Windkraftprojektierer Prokon aus Itzehoe steht unmittelbar vor der Eröffnung des regulären Insolvenzverfahrens. Das Unternehmen, dessen Pleite rund 75.000 Anleger trifft, die zusammen rund 1,4 Milliarden Euro in Prokon-Genussrechte investiert haben, ist tatsächlich zahlungsunfähig. Das erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin auf der Grundlage von drei Gutachten. Die Anleger müssten sich auf einen Schuldenschnitt einstellen, kündigte der Jurist an.

Der französische Windkraftkonzern Theolia SA meldete Fortschritte im Projektgeschäft in der Heimat. Das Unternehmen aus Aix-en-Provence hat die Finanzierung für den Windpark Haute Borne unter Dach und Fach gebracht. Theolia hat mit dem Bau der Windfarm, die voll ausgebaut über 21 Megawatt (MW) Leistungskapazität verfügen soll, bereits begonnen. Gebaut wird im Departement Somme auf dem Gebiet der Ortschaften Languevoisin-Quiquery, Breuil und Billancourt.

Solaraktien

Der finanziell schwer angeschlagene Solarhersteller aleo Solar AG wird aufgelöst und in Teilen verkauft. Das steht fest, nachdem die aleo-Aktionäre diesem Plan des Mutterkonzerns Bosch zugestimmt haben. Das Kerngeschäft wird von einem asiatischen Konsortium von Solarkonzernen übernommen. Die Aktie der aleo Solar AG verschwindet von den Kurszetteln.

Die US-Sparte des Solarkonzerns SolarWorld AG aus Bonn ist Lieferant für eine groß angelegte Kampagne zur Vermarktung und Errichtung von Dachsolaranlagen in den USA. Dazu hat SolarWorld Americas Inc. eine langfristige Vereinbarung mit PetersonDean geschlossen. Das Programm „Solar4America“ richtet sich vor allem an Privathaushalte. Voraussetzung für die Zusammenarbeit ist den Angaben zufolge, dass die Produkte von SolarWorld in den USA hergestellt werden, also am Stammsitz der US-Sparte in Oregon. Wie viele Module SolarWorld in diesem Zusammenhang ausliefern wird blieb offen.

Höhere Absätze als erwartet hat der chinesische Solarhersteller JA Solar im ersten Quartal 2014 erzielt. Nach vorläufigen Berechnungen lag der Quartalsabsatz bei Solartechnik mit 620 MW Leistungskapazität. In der Prognose war der Vorstand zuvor von maximal 610 MW ausgegangen. JA Solar bekräftigte bei der Bekanntgabe der aktuellen Auslieferungszahlen die Prognose für das Gesamtjahr 2014, wonach die Auslieferungen auf 2.700 bis 2.900 MW ansteigen sollen.
Bildnachweis: Einblick in die Produktion von JA Solar. / Quelle: Unternehmen.


Über eine Tochtergesellschaft verkauft der chinesische Solarkonzern Yingli Green Energy Holding Ltd. aus Baoding eine Reihe von Solaranlagen an die United Photovoltaic Group. Das geht aus einer Vereinbarung der beiden Unternehmen hervor. Zwischen 2014 und 2016 werde dieser ebenfalls chinesische Kunde Sonnenstromkraftwerke mit zusammen 300 MW Leistungskapazität von Yingli übernehmen, hieß es. Ein Teil dieses Kraftwerksportfolios werde in den Provinzen Hebei, Guangxi, Shanxi und Shandong errichtet.

JinkoSolar aus Shanghai hat zwei große Freiflächenanlagen in der Provinz Jiangsu in Betrieb genommen. Diese beiden Anlagen kommen nach Unternehmensangaben zusammen auf 39 MW Leistungskapazität. Eines der beiden Sonnenstromkraftwerke befinde sich in Xinyi und verfüge über 24 MW, das zweite in Lianyungang komme auf 15 MW.


Bioaktien

Die auf den Bau von Kraftwärme-Kopplungsanlagen spezialisierte AGO AG Energie + Anlagen aus Kulmbach hat einen neuen Mehrheitsaktionär. Die HCS Beteiligungsgesellschaft mbH habe mehr als ein Viertel aller Aktien übernommen, erklärte der Vorstand.

Andere Aktien

Mit Unterstützung des Landkreises Mansfeld-Südharz beginnt der finanziell angeschlagene Fahrradhersteller Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (MIFA) seine Sanierung. Dazu hat der Landkreis für 5,7 Millionen Euro das Unternehmensgrundstück gekauft und direkt an MIFA vermietet. Außerdem hatte der Landkreis zuvor ein Maßnahmenpaket beschlossen, um im Notfall helfen zu können. Dieses beinhaltet eine mögliche Bürgschaft über bis zu fünf Millionen Euro und Aktienkäufe. Der langjährige Vorstandschef und MIFA-Mehrheitseigner Peter Wicht hat sich unterdessen „aus gesundheitlichen Gründen“ aus dem Vorstand zurückgezogen. Allerdings hat das Unternehmen den Sanierungsexperten Dr. Stefan Weniger von der hww Unternehmensberater GmbH in den Vorstand berufen und eine Beraterfirma engagiert, die ein Sanierungsgutachten erstellen soll. Der Geschäftsbetrieb bleibe davon unberührt, hieß es.

Der Hamburger Grünstromanlagenbetreiber Capital Stage AG befindet sich weiter auf Einkaufstour. Die jüngste Neuerwerbung für den hauseigenen Kraftwerkspark an Erneuerbare-Energie-Anlagen ist ein Windpark mit zwölf Megawatt (MW) geplanter Leistungskapazität aus fünf Turbinen des Hersteller Nordex SE. Die Windräder mit je 2,4 MW Kapazität sollen voraussichtlich bis Ende des laufenden Jahres in Kirchheilingen, etwa 40 km nördlich von Erfurt aufgestellt und in Betrieb genommen werden, so die Capital Stage AG. Verkäufer sei die Boreas Energie GmbH aus Dresden. Boreas werde als Minderheitseigener der Betreibergesellschaft bei dem Vorhaben involviert bleiben.

Weiterhin volle Auftragsbücher meldete die Helma Eigenheimbau AG. Die Spezialistin für Massivhäuser und nachhaltige Energiekonzepte aus Lehrte verzeichnete im ersten Quartal 2014 mit neuen Aufträgen im Wert von 38,8 Millionen Euro auf Jahressicht einen Anstieg im Neugeschäft um zwölf Prozent. Für 2014 prognostizierte der Vorstand rund 170 Millionen Euro Umsatz. Das wäre gegenüber 2013 eine Verbesserung um 23 Prozent. Als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stellte die Unternehmensführung 12,5 Millionen Euro für 2014 in Aussicht. Das wäre ein Anstieg um 21 Prozent.

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Dieser Umweltaktien-Wochenrückblick erscheint mit freundlicher Unterstützung der  UmweltBank.
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